Rastenfeld: Natur, Kultur und besondere Wege
Unterkünfte in Rastenfeld
Rastenfeld spricht Reisende an, die Naturerlebnisse mit Kultur verbinden möchten. Am Stausee Ottenstein führen Wege an bewaldeten Ufern entlang; hinzu kommen eine Pfarrkirche mit romanischer Geschichte, Burgen und Schlosskunst sowie gestaltete Gärten.
Am Stausee: wandern, baden und aufs Wasser
Die kurze Variante des Wanderwegs „Natur, Energie, Kraft“, Nr. 80, verläuft vom Infozentrum beim Parkplatz Stausee Ottenstein etwa 4 Kilometer am Stausee entlang bis zum Marktplatz in Rastenfeld. Der Weg erschließt auch natürliche Badeplätze. So lässt sich ein Ausflug zu Fuß mit Zeit am Wasser verbinden; die Bedingungen an den Badeplätzen können saisonal variieren.
Wer lieber aufs Wasser möchte, kann am Stausee Ottenstein von Anfang Mai bis Ende September Tretboote, Ruderboote und Elektroboote ausleihen. Die saisonalen Termine können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrer Planung. Auch Radfahren lässt sich mit Rastenfeld verbinden: Die Kampseen-„Volt“-Radrunde beginnt und endet hier.
Gärten und regionale Entdeckungen
Der 4/4-Landschaftsgarten und das Arboretum des Ökokreis sind kostenlos und jederzeit zugänglich. Davon zu unterscheiden sind die Schaugärten des Ökokreis: Sie umfassen jedes Jahr 18 neue naturnah gestaltete Gärten mit jeweils 20 m² Fläche. Wer sich für Gestaltung und Pflanzen interessiert, findet hier einen anderen Zugang zur Natur als auf den Wegen am Stausee.
Auch ein markantes Kunstwerk gehört zu den Besonderheiten: Der 4-Viertel-Baum ist eine 5,60 Meter hohe Skulptur aus Eichenholz. Seine aufragenden, ineinander verschlungenen Holzstränge symbolisieren die vier Landesviertel Niederösterreichs. Im Hofladen des Ökokreis werden Gemüse-, Obst- und Kräuterprodukte angeboten, die mit alten Sorten verbunden sind; die Auswahl kann variieren.
Kirchenkunst und Geschichte
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt bewahrt Teile eines romanischen Vorgängerbaus. Sie belegen, dass bereits im 12. Jahrhundert eine Kirche in Rastenfeld bestand. In der Kirche befinden sich außerdem zwei 1757 entstandene Rokoko-Altarbilder des Wiener Malers Maulpertsch: „Maria Himmelfahrt“ und „Die Apostel am leeren Grab“. Architekturgeschichte und Malerei lassen sich hier an konkreten Werken nachvollziehen.
Die Burg Rastenberg hat trotz mehrfacher Umbauten ihren mittelalterlichen Charakter gut bewahrt und zählt zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmälern Niederösterreichs. Wichtig für die Besuchsplanung: Die Burg ist in Privatbesitz; Führungen und Besichtigungen sind nicht möglich. Schloss Ottenstein besitzt eine romanische Burgkapelle mit Fresken, die heute zu den bedeutendsten Fresken Österreichs zählen. Im Päpstezimmer befinden sich 241 Bildnisse von Päpsten – von Petrus bis Innozenz XI.
Auch der Name des Weges „Schafweidestreit“, Nr. 81, erzählt ein Stück Geschichte: Er geht auf Bauernaufstände zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Damals kam es wiederholt zu Aufruhr, unter anderem im Zusammenhang mit dem Streit um Schafweiden.
Planung und Unterkunftssuche
Während der niederösterreichischen Sommerferien finden am Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein jeden Donnerstag kostenlose Führungen für Einzelpersonen statt; eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Wenn Sie dieses saisonale Angebot einplanen, prüfen Sie vor der Reise die passenden Termine. Für die Anreise ist Rastenfeld direkt über die Bundesstraße 37 erreichbar.
Die Aktivitäten geben unterschiedliche Anhaltspunkte für die Wahl Ihres Suchorts: Die Kampseen-„Volt“-Radrunde startet und endet in Rastenfeld, während die kurze Variante des Wanderwegs am Marktplatz ankommt.
Weitere Orte
Weitere Orte derselben Ebene: Sankt Michael, Dürnstein, Wösendorf In Der Wachau, Droß, Mautern An Der Donau, Rossatz, Neuweidling, Ötz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krems-Land.