Nußdorf Ob Der Traisen
Unterkünfte in Nußdorf Ob Der Traisen
Nußdorf ob der Traisen verbindet eine Wein- und Obstlandschaft mit ungewöhnlich anschaulichen Spuren der Bronzezeit. Der Ort liegt am Fuß eines mit Wein- und Obstgärten bepflanzten Höhenrückens und ist klimatisch begünstigt. Dazu kommen eine spätgotische Pfarrkirche, Weinfeste und Wege mit Ausblicken auf mehrere Täler und Landschaftsräume. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann sich zunächst fragen, ob für die eigene Reise Kultur, Weintradition oder Zeit draußen den stärksten Ausschlag gibt.
Bronzezeit zum Anschauen
Das Urzeitmuseum Nussdorf-Traisental präsentiert archäologische Funde aus den Ausgrabungen von 2.300 bronzezeitlichen Gräbern bei Nussdorf in Franzhausen. Vor dem Museum steht ein 33 Tonnen schweres Mammut, das aus Kunststein nachgebildet wurde. Im Museum ist außerdem der älteste im Traisental gefundene Weinkern ausgestellt – als 100-fach vergrößertes Modell aus Ton und Gips. Die drei Details setzen unterschiedliche Akzente: die archäologischen Funde machen die Grabstätten zum Thema, das Mammut ist ein markanter Blickfang, und das Modell lenkt die Aufmerksamkeit auf einen einzelnen Fund.
Das Museum bietet Erlebnisprogramme für Kinder und Erwachsene, Sonderausstellungen, Vorträge und fachkundige Führungen an. Damit steht neben den ausgestellten Objekten auch ein wechselndes beziehungsweise vermittelndes Programm im Mittelpunkt. Für Familien, die verschiedene Interessen unter einen Hut bringen möchten, ist diese Bandbreite ein konkreter Anhaltspunkt bei der Überlegung, welche kulturellen Themen für den Aufenthalt interessant sind.
Weintradition und spätgotische Baukunst
Alljährlich finden im Schlossgarten und in den alten Gewölben des Schlosskellers Weinfeste statt, bei denen Weine der Region verkostet werden.
Eine andere Seite des Ortes zeigt die Pfarrkirche Nußdorf ob der Traisen. Der beachtliche Bau der Spätgotik wurde besonders wehrhaft angelegt und besitzt einen markanten Westturm mit hohem Walmdach. Im Hauptschiff befinden sich Schlusssteine mit durchbrochenem Blattwerk, gekreuzten Rebmessern und Weintrauben. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Muttergottesstatue aus der Zeit um 1500 und ein Gemälde des barmherzigen Samariters, das dem Umkreis Johann Michael Rottmayrs zugeordnet wird. So treffen in der Kirche Architektur, Schmuckformen und Kunstwerke aufeinander; die Weinmotive der Schlusssteine greifen ein Thema auf, das auch die Landschaft und die Weinfeste prägt.
Aussicht und Wege vergleichen
Der Parapluiberg ist ein Aussichtspunkt in der Nähe des Urzeitmuseums. Von dort reicht der Fernblick über das Tullnerfeld, in das Donau- und Traisental sowie bis in die Voralpen. Der Rundwanderweg „Maria Elend“ setzt dagegen auf wechselnde Eindrücke entlang des Weges: Er führt an Marterln vorbei, durch Obstgärten, kleine Dörfer und Wälder und bietet Ausblicke auf das Stift Göttweig, das Donautal, das Tullnerfeld, das Traisental und die Voralpen. Wer die beiden Möglichkeiten abwägt, kann also zwischen einem Aussichtspunkt und einem Rundwanderweg wählen, der verschiedene Landschaftselemente verbindet.
Mehrere thematische Wanderungen wurden unter dem Titel „Kulturerbeweg – Nußdorf ob der Traisen, Reichersdorf und Theyern“ ausgearbeitet. Sie sind über Outdooractive per Smartphone abrufbar und über die Homepage der Marktgemeinde herunterladbar. Zusammen mit dem Maria-Elend-Weg bieten sie einen Zugang zu unterschiedlichen Themen: hier eigens ausgearbeitete Kulturwanderungen, dort Obstgärten, Dörfer, Wälder und Ausblicke entlang eines Rundwanderwegs.
Für die Suche nach einer Ferienwohnung in Nußdorf ob der Traisen kann diese Auswahl helfen, die eigenen Interessen zu ordnen: Museum und Pfarrkirche stehen für verschiedene kulturelle Eindrücke, während Aussichtspunkt und Wanderwege Landschaft in den Vordergrund rücken.
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