Munderfing: Wald, Wind und Kirchenkunst
Unterkünfte in Munderfing
Munderfing liegt am Rand des Kobernaußerwaldes, der als größtes zusammenhängendes Waldgebiet Europas gilt. Zugleich führen Themen wie erneuerbare Energie und Klimawandel ebenso in die Gegend wie Kirchen und Kunsthandwerk. Wer einen Aufenthalt plant, kann deshalb zwischen Natur, Wissensstationen und historischen Details eigene Schwerpunkte setzen.
Waldwege, Klima und Windenergie
Im Kobernaußerwald rund um Munderfing gibt es zahlreiche gut ausgeschilderte Wege zum Wandern und Radfahren. Der Wald prägt damit nicht nur die Landschaft, sondern bietet auch einen Rahmen für aktive Erkundungen.
Ein besonderes Thema greift der Lehrpfad Klima & Energie auf. Der Themenweg verläuft von Parz zum Windpark Munderfing und erklärt den Einsatz erneuerbarer Energie sowie die Grundlagen des Klimas und des Klimawandels. So lässt sich ein Ausflug im Wald mit Fragen verbinden, die weit über den Weg hinausreichen: Wie wird Energie gewonnen, und was bestimmt das Klima? Der Lehrpfad gibt diesen Inhalten einen örtlichen Bezug, ohne dass Naturerlebnis und Wissensvermittlung getrennte Pläne sein müssen.
Am Windpark gibt es außerdem einen Aussichtspunkt mit direktem Blick auf die Windräder. Wer sich besonders für Energie interessiert, kann diesen Blick als eigenen Akzent neben dem Lehrpfad betrachten. Waldwege, ein erklärender Themenweg und die Windräder sprechen unterschiedliche Interessen an; für die Reiseplanung hilft es, zu überlegen, welche davon den Aufenthalt prägen sollen.
Auch der VIA-NOVA-Wegabschnitt gehört zur Orientierung für aktive Tage: Über eine 14,1 Kilometer lange Strecke ist Munderfing mit Maria Schmolln verbunden. Damit steht neben den Wegen im Kobernaußerwald eine konkrete Fernwegverbindung als weiterer Bezugspunkt zur Verfügung.
Kirchen und Kunstgeschichte
Zur Munderfinger Pfarrkirche gehört ein 44 Meter hoher barocker Zwiebelturm, der das Ortsbild mit einer klar erkennbaren architektonischen Form verbindet. Im Inneren stammen der Seitenaltar und die Statuen von Meinrad Guggenbichler. Diese Arbeiten geben dem Kirchenbesuch einen kunstgeschichtlichen Schwerpunkt: Neben der Bauform des Turms lässt sich auch die Ausstattung als Werk eines namentlich bekannten Bildhauers wahrnehmen.
Eine weitere Station der örtlichen Kirchengeschichte ist die Filialkirche Valentinhaft, die erstmals 1179 urkundlich erwähnt wurde. Das Datum macht sie zu einem eigenen zeitlichen Bezugspunkt neben der barocken Pfarrkirche. Wer sich für Sakralbauten interessiert, findet in Munderfing somit unterschiedliche Anknüpfungen – von einer frühen urkundlichen Erwähnung bis zu konkreten Merkmalen der Ausstattung und Architektur.
In der Kerscherkapelle richtet sich der Blick auf das Barockgewölbe mit Akanthusstuck und Fresken zum Blutvergießen Christi. Der kunstvolle Altar wurde vermutlich 1714 von Meinrad Guggenbichler geschaffen; die Jahresangabe bleibt eine wahrscheinliche Zuschreibung. Das Zusammenspiel aus Gewölbeschmuck und Altar unterscheidet diese Kapelle von der Pfarrkirche, deren Zwiebelturm und Seitenaltar andere Akzente setzen. Wer die Kunstwerke vergleicht, begegnet dabei auch dem Bildhauer Guggenbichler an zwei unterschiedlichen Orten.
Ein anderes Kapitel erinnert das Pestkreuz am Fuß des Haidbergs an der Jeginger Straße: Es steht für das Ende der Pest von 1712 bis 1714. Zusammen mit Kirchen und Kapelle erweitert es den Blick auf die religiösen Orte um ein Denkmal mit historischem Bezug. Die genannten Stationen lassen sich nach Interesse ordnen – nach Architektur, künstlerischer Ausstattung oder Erinnerungsgeschichte – ohne dass dafür eine bestimmte Reihenfolge vorausgesetzt ist.
Die Unterkunft nach den eigenen Interessen auswählen
Für die Wahl eines Hotels in Munderfing können die Themen des Aufenthalts den Ausschlag geben: Möchten Sie vor allem Waldwege erkunden, sich mit Klima und erneuerbarer Energie beschäftigen oder Kirchenkunst und Geschichte in den Mittelpunkt stellen?
Weitere Orte entdecken
Für Ihre weitere Reiseplanung: Auerbach, Schwand Im Innkreis, Handenberg, Lochen, Schalchen, Mauerkirchen, Gilgenberg Am Weilhart und Überackern.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Braunau Am Inn.