Windhaag bei Freistadt: Kirchengeschichte, Technik und Kunst
Unterkünfte in Windhaag Bei Freistadt
Windhaag bei Freistadt bietet mehrere Zugänge zu seiner Geschichte und Umgebung: eine Kirche mit romanischen Anfängen und gotischen Bauteilen, Geschichten aus der frühen Industrie und Kunst entlang eines Weges. Wer mit Kindern unterwegs ist, findet im kinderwagentauglichen Wasserscheide Skulpturenweg eine Möglichkeit für eine gemütliche Runde. Die verschiedenen Themen machen es leichter, den Aufenthalt nach den eigenen Interessen auszurichten.
Kirchenbau aus mehreren Jahrhunderten
Die Pfarrkirche Windhaag bei Freistadt wurde um das Jahr 1300 als romanische Kirche erbaut. 1487 ließen die Starhemberger, damals Besitzer der Herrschaft Reichenau, eine neue gotische Kirche errichten und den Friedhof anlegen. Von diesem gotischen Bau sind der Turm, die Wände des Presbyteriums und ein Teil des Kirchenschiffs erhalten: Der erhaltene Bereich reicht bis zum vorletzten Joch. So lassen sich unterschiedliche Kapitel der Baugeschichte an einem Ort einordnen, vom romanischen Anfang bis zu den Teilen der späteren gotischen Kirche.
Auch die Verbindung zur Musikgeschichte gehört zum Ort: Anton Bruckner war von 1841 bis 1843 zwei Jahre lang Schulgehilfe in Windhaag bei Freistadt. Für eine Reise, bei der neben Baugeschichte auch Lebensstationen bekannter Persönlichkeiten interessieren, ergänzt diese biografische Spur den Blick auf die Kirche.
Green Belt und frühe Industriegeschichte
Im Green Belt Center stehen auf insgesamt 1.000 Quadratmetern Ausstellungen und Informationen über Natur, Geschichte und Zukunft des Grünen Bandes im Mittelpunkt. Das Thema verbindet unterschiedliche Blickwinkel auf das Grüne Band, statt sich auf einen einzelnen historischen Abschnitt zu beschränken. Wer seinen Aufenthalt gern mit Ausstellungs- und Informationsthemen verbindet, findet hier einen eigenen Schwerpunkt neben den historischen Bauwerken und Wegen des Ortes.
Eine andere Geschichte erzählt der Hofwieshammer. Er spezialisierte sich auf Zugsägen und Strohmesser; die Erzeugnisse wurden in der ganzen Monarchie gehandelt und gelangten bis nach Sibirien. 1938 wurde der Hofwieshammer stillgelegt. 1984 konnte er als wichtiges Dokument der frühindustriellen Wirtschafts- und Technikgeschichte gerettet werden.
Skulpturenweg und markante Steinformationen
Der Wasserscheide Skulpturenweg umfasst 19 Kunstwerke des Windhaager Bildhauers Gerhard Eilmsteiner. In der Nähe des bekannten Wettershuttle bildet er den Ausgangspunkt und ersten Teil einer „wanderbaren Galerie am Grünen Band Europa“. Als kinderwagentaugliche Strecke eignet sich der Weg für eine gemütliche Runde. Damit bietet er eine andere Art, sich mit dem Ort zu beschäftigen, als die Bau- und Industriegeschichte: Kunstwerke und Weg bilden hier gemeinsam den thematischen Rahmen.
Eine markante Naturformation ist die Jankaskirche Steinformation: ein Steinfelsen am Südhang des Waschenberges in der Gemeinde Windhaag bei Freistadt. Auf dem Gipfel befinden sich drei Vertiefungen, die Opferschalen genannt werden. Die Steinformation liegt entlang des Wanderweges W1 in der Ortschaft Predetschlag und kann dank Aufstiegshilfen bestiegen werden; gehen Sie auf dem Felsen vorsichtig. So stehen bei diesem Ziel die besondere Form des Steins und die Möglichkeit des Aufstiegs im Vordergrund, während der Skulpturenweg als kinderwagentaugliche, gemütliche Runde beschrieben ist.
Auch das Wettershuttle setzt einen eigenen Akzent in der Orientierung vor Ort. Es ist ein Großobjekt an der mitteleuropäischen Wasserscheide zwischen Donau in Österreich und Moldau in Tschechien. Das Wettershuttle liegt zwischen den Dörfern Pieberschlag und Paßberg in der Gemeinde Windhaag bei Freistadt, am Sträßchen zwischen Paßberg und Windhaag bei Freistadt.
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