Geboltskirchen: Bergbau, Naturwege und Krippenkultur
Unterkünfte in Geboltskirchen
In Geboltskirchen treffen Einblicke in die Bergbaugeschichte auf Wege durch den Hausruckwald und lebendige Krippentradition. Am Kohlebahnhof Scheiben liegen mehrere dieser Erlebnisse beisammen: eine Dokumentation über das Leben rund um den Bergbau, eine Draisinenstrecke und der Ausgangspunkt verschiedener Wege. Dazu kommen Radstrecken, die Geboltskirchen mit dem Trattnachtal verbinden.
Bergbaugeschichte am Kohlebahnhof Scheiben
Die Dokumentation im Kohlebahnhof Scheiben nähert sich dem Leben rund um den Bergbau mit unterschiedlichen Formen der Vermittlung. Bildtafeln und Bildprojektionen gehören ebenso dazu wie eine Schauküche. Ein Modell von Scheiben aus dem Jahr 1925 zeigt den Ort im Maßstab 1:100. So stehen neben dem Thema Bergbau auch ein konkreter Ortsbezug und ein historischer Blick auf Scheiben.
Am selben Ort gibt es eine 3,5 km lange Rundfahrt auf einer Draisinenstrecke. Dafür sind Schienenfahrräder und der Hauerzug „Oskar den Grubenschlupf“ genannt. Neben der Dokumentation zur Bergbaugeschichte steht dort die Draisinenfahrt als weitere Aktivität. Die Rundfahrt und die Ausstellung sprechen unterschiedliche Interessen an, ohne dass Sie sich auf nur eine Art des Entdeckens festlegen müssen.
Naturwege und Rundkurse ab Scheiben
Der 1,2 km lange Naturerlebnisweg Trattnach-Ursprung führt vom Familienausflugsziel Kohlebahnhof Scheiben in Geboltskirchen entlang der ehemaligen Kohlebahntrasse bis zum Ursprung der Trattnach. Auf der ebenen Strecke im Hausruckwald ist ein Vogelerkennungsweg mit 14 Stationen Teil des Naturerlebnisses. Die Strecke ist kinderwagen- und behindertengerecht; sie verbindet damit einen überschaubaren Weg mit Naturbeobachtung und einem klar benannten Ziel.
Für einen anderen Zugang zu Bewegung gibt es den Nordic.Fitness.Park. Seine vier Routen unterscheiden sich in Länge und Anforderungsprofil, sodass Sie zwischen verschieden angelegten Rundkursen wählen können. Die Rundkurse beginnen und enden am Familienausflugsziel Bahnhof Scheiben. Während der Naturerlebnisweg mit 1,2 km und seinem Ziel am Trattnach-Ursprung beschrieben ist, bietet der Park mehrere Routen mit unterschiedlichen Anforderungen.
Radstrecken mit unterschiedlicher Länge
Auch mit dem Rad lässt sich Geboltskirchen als Ausgangspunkt eines Streckennetzes entdecken. Der Natur-Radrundweg Geboltskirchen ist 25,7 km lang. Eine längere Option ist der 69 km lange R17 Trattnachtal-Radweg: Er begleitet das Trattnachtal vom Ursprung in Geboltskirchen über Hofkirchen und Taufkirchen bis in die Bezirkshauptstadt Grieskirchen. Die angegebenen Längen helfen bei der Wahl zwischen einer regional benannten Rundstrecke und einer Tour, die dem Trattnachtal über mehrere Orte folgt.
Krippenbau und regionale Kultur
In Geboltskirchen gehört auch der Krippenbau zum kulturellen Angebot. Die in der Krippenausstellung Geboltskirchen gezeigten Krippen entstehen im selben Jahr bei den Krippenbaukursen im Frühjahr und Herbst. Ausstellung und Kurse stehen damit in einem direkten zeitlichen Zusammenhang: Die ausgestellten Arbeiten gehen aus dem Krippenbau des jeweiligen Jahres hervor.
In der Oö. Landeskrippenbauschule Geboltskirchen können Interessierte orientalische, heimatliche, Wurzel- oder Fensterkrippen gestalten. Die verschiedenen Formen geben dem Handwerk unterschiedliche gestalterische Richtungen. Darüber hinaus plant der Kulturverein Kulturgut Hausruck, alle zwei Jahre historische Ausstellungen über das Inn- und Hausruckviertel anzubieten, damit regionale Geschichte erfahrbar und erlebbar wird. Diese Vorhaben ergänzen die konkreten Einblicke in Bergbau und Krippenbau um einen breiteren Blick auf regionale Geschichte.
Weitere Ortsseiten: Hofkirchen an der Trattnach, Wallern an der Trattnach, Heiligenberg, Tollet, Sankt Georgen bei Grieskirchen, Kallham, Sankt Thomas bei Waizenkirchen, Neumarkt im Hausruckkreis.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grieskirchen.