Eggendorf im Traunkreis: Schlösser, Kirche und Mühlenweg
Unterkünfte in Eggendorf Im Traunkreis
Schlossgeschichte, Kirchenkunst und zwei Rundwege geben Eggendorf im Traunkreis ein konkretes Profil. Die historischen Stationen reichen von einer ersten urkundlichen Erwähnung im Mittelalter bis zu Bauwerken und Kunst aus späteren Jahrhunderten. Mit dem Eggendorfer Mühlenweg kommt ein anderer Zugang hinzu: zwei Rundwege statt eines einzelnen Rundkurses. So können Sie für Ihren Aufenthalt unterschiedliche Themen in den Mittelpunkt stellen.
Schloss Eggendorf: Geschichte über mehrere Jahrhunderte
Schloss Eggendorf wurde erstmals 1224 in einer Urkunde des Klosters Kremsmünster erwähnt. Das heutige Schloss errichtete Florian Ostermayer 1580. Diese beiden Daten markieren unterschiedliche Punkte seiner Geschichte: Die Erwähnung in der Urkunde liegt Jahrhunderte vor dem Bau des heutigen Schlosses. Wer sich für historische Bauwerke interessiert, findet hier also mehr als eine einzelne Jahreszahl als Anknüpfungspunkt.
An das Schloss ist die Schlosskapelle angebaut. Von 1784 bis 1912 diente sie als Pfarrkirche. Damit lässt sich an diesem Bauensemble auch eine Veränderung seiner religiösen Funktion über die Zeit nachvollziehen. Die Schlossgeschichte und die Geschichte der Kapelle gehören zusammen, sind aber nicht dieselbe Station: Die eine führt zu den frühen Erwähnungen und zum Bau des heutigen Schlosses, die andere zu ihrer Nutzung als Pfarrkirche.
Kirche Eggendorf und ein bezeichnetes Altarbild
Die Kirche Eggendorf wurde von 1911 bis 1913 erbaut. Bischof Rudigier weihte sie am 15. Juni 1913. Ihr Kirchturm ist 38 Meter hoch. Im Hochaltarbild ist Mariä Himmelfahrt dargestellt; das Bild stammt von Martin Johann Schmidt und trägt die Jahreszahl 1799. Die Jahreszahl am Kunstwerk liegt damit deutlich vor dem Bau der Kirche. Dieser zeitliche Unterschied ist ein interessanter eigener Blickpunkt, wenn Sie die Baugeschichte und die Ausstattung getrennt betrachten möchten.
Für Ihre Interessen lässt sich der Kulturteil des Ortes so in verschiedene Fragen aufteilen: Wann wurde ein Bau erstmals erwähnt, wann entstand das heutige Schloss, und welche Geschichte erzählen Kirche und Kunstwerk? Die konkreten Daten machen diese Themen unterscheidbar, ohne dass Sie dafür eine einzige durchgehende Baugeschichte annehmen müssen.
Wasserschloss Hueb und Schloss Weitersdorf
Das Wasserschloss Hueb ist ein einfacher, zweigeschossiger Bau in Hakenform und ein Überrest eines Edelsitzes. Ende des 17. Jahrhunderts stand dieser auf der Insel eines Teiches, der teilweise noch vorhanden ist. Auch die Besitzgeschichte reicht weit zurück: Das mit dem Wasserschloss verbundene alte Volkerstorfer Lehen befand sich bereits seit der Mitte des 14. Jahrhunderts im Besitz der Mühlwanger. Von 1961 bis 1991 wurde das Gut als Gasthaus geführt.
Davon zu unterscheiden ist Schloss Weitersdorf, ein ehemaliges Wasserschloss in Eggendorf im Traunkreis. Es wurde erstmals 1458 beziehungsweise 1460 als Lehen von Sigmund Wolkauf erwähnt. Die beiden Schlossgeschichten setzen unterschiedliche Akzente: Bei Hueb stehen die Bauform, der historische Teichbezug und die Besitzgeschichte im Mittelpunkt; bei Weitersdorf die früheste überlieferte Erwähnung als Lehen. Für Kulturinteressierte bietet dieser Vergleich zwei verschiedene historische Blickwinkel.
Rundwege und Museumsführung planen
Der Eggendorfer Mühlenweg besteht aus zwei Rundwegen. Wenn Sie gern eine Wegstrecke als eigenen Schwerpunkt einplanen, können Sie diesen Rundweg als Ergänzung zu den historischen Themen betrachten. Eggendorf im Traunkreis ist in die Landschaft des Sipbachtals eingebettet; damit verbindet sich die Ortsgeschichte mit einem benannten Landschaftsraum. Die zwei Rundwege und die Kulturstätten stehen für unterschiedliche Interessen, die Sie bei Ihrer Reiseplanung gegeneinander abwägen können.
Für das Kleine Heimatmuseum z'Hueb sind Führungen ab fünf Personen gegen telefonische Voranmeldung möglich. Wenn Sie eine Führung in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, vereinbaren Sie sie telefonisch im Voraus. So lässt sich dieser Besuch gezielt planen, statt ihn als spontan verfügbaren Programmpunkt vorauszusetzen.
Diese Entscheidung hilft, die Reise nach Ihren Interessen auszurichten. Die historischen Daten, die Führung nach Voranmeldung und die zwei Rundwege bieten dafür unterschiedliche konkrete Ansatzpunkte.
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