Sankt Martin im Innkreis
Unterkünfte in Sankt Martin Im Innkreis
Sankt Martin im Innkreis ist ein Ort mit deutlich lesbarer Landschafts- und Ortsgeschichte. Das Hügelland am Westhang des Troßkolmwaldes liegt im Antiesental; die Antiesen teilt den Ort in die Ortsteile Diesseits und Jenseits. Kirchen, ein barock geprägtes Schloss, Wanderwege und eine Radroute geben unterschiedlichen Interessen konkrete Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.
Landschaft und Wege
Die Antiesen ist nicht nur Teil der Landschaft, sondern auch ein Orientierungspunkt für die Gliederung des Ortes: Diesseits und Jenseits liegen auf den beiden Seiten, die durch den Fluss bezeichnet werden. Dazu kommt die Lage am Westhang des Troßkolmwaldes. Wer sich für die örtlichen Wanderwege interessiert, kann anhand ihrer Ziele und Streckenverläufe auswählen: Der grüne Wanderweg führt über Jenseits und Koblstadt bis nach Utzenaich. Der gelbe Weg verläuft über Diesseits und weiter über Sindhöring oder Karchham bis nach Senftenbach. Die unterschiedlichen Zielorte geben der Planung einen konkreten Bezug, ohne dass beide Wege dieselbe Route beschreiben.
Auch für Radfahrende gibt es einen örtlichen Bezugspunkt: Der R23 Antiesen-Radweg führt in Sankt Martin im Innkreis am Kreuzweg des Kalvarienbergs vorbei. So lassen sich Wanderwege und Radroute als unterschiedliche Möglichkeiten betrachten, den Aufenthalt zu gestalten. Für die Auswahl einer Unterkunft können Sie sich zunächst fragen, ob Sie eher die Kirchen und Baugeschichte, einen der genannten Wanderwege oder die Radroute in den Mittelpunkt stellen möchten.
Kirchen, Schloss und Ortsgeschichte
Die katholische Pfarrkirche hl. Martin in Diesseits wurde vermutlich schon vor 1084 erbaut. Sie steht nach österreichischem Denkmalschutzrecht unter Denkmalschutz; die Unterschutzstellung gilt seit dem 15. April 2008. An der südlichen Kirchenmauer befindet sich der Judenstein, der auf den 17. April 1294 datiert ist. Die Kirche und dieser genau datierte Stein vermitteln unterschiedliche Anhaltspunkte für die Ortsgeschichte.
Von der Ortsmitte führt eine schöne Allee zur Kalvarienbergkirche. An der Allee befindet sich die Familiengruft der Grafen v. Arco Valley. Sie verbindet in der örtlichen Orientierung zwei benannte Stationen, während die Pfarrkirche und der Judenstein weitere eigenständige Geschichtsbezüge bieten.
Das heutige Schloss Sankt Martin im Innkreis, auch Schloss Arco-Zinneberg genannt, ist der fünfte Burg- beziehungsweise Schlossbau an dieser Stelle. Der Wiederaufbau wurde 1726 fertiggestellt und gab dem Schloss sein heutiges barockes Aussehen. Zum Schloss gehört ein großer Schlosspark; das Schloss selbst ist nicht öffentlich zugänglich. Der traditionelle St. Martiner Kirtag findet wieder am Weißensonntag statt, dessen Termin jährlich wechselt.
Weitere Erlebnisse und Anreise
Der örtliche Parkourverein plante und realisierte 2021 seinen eigenen Parkour Park. Der Park veranstaltet einen jährlichen Jam & Contest, der sich in den letzten Jahren, meist im August, als Fixtermin etabliert hat. Damit stehen neben Baugeschichte, Wanderwegen und Radfahren auch eine Veranstaltung und ein eigener sportlicher Schwerpunkt im Ortsbild.
Sankt Martin im Innkreis verfügt über eine Bahnstation an der Strecke Attnang-Puchheim–Schärding. Für die konkrete Reise lohnt es sich, den Fahrplan für den geplanten Tag zu prüfen. Wer mit dem Auto anreist, kann sich an der Anschlussstelle Ort im Innkreis an der A8 Innkreisautobahn orientieren; sie liegt etwa 2 Kilometer von Sankt Martin im Innkreis entfernt.
Danach können Sie die Lage eines konkreten Angebots mit Ihrer Anreise und Tagesplanung abgleichen.
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