Untermühl an der Mündung von Großer Mühl und Donau
Unterkünfte in Untermühl
Untermühl liegt dort, wo die Große Mühl in die Donau mündet: im waldreichen Durchbruchstal der oberen Donau. Flusslandschaft, alte Verkehrswege und die Geschichte eines vom Kraftwerksbau veränderten Ortes geben dem kleinen Donauort ein eigenes Profil. Wer eine Unterkunft in Untermühl sucht, findet hier einen Ausgangspunkt, von dem aus sich unterschiedliche Seiten der Landschaft und ihrer Vergangenheit entdecken lassen.
Ein Donauort mit bewegter Geschichte
Untermühls Geschichte reicht bis um 1200 zurück. Damals entstand der Ort als Siedlung herrschaftlicher Fischer und Fergen – also Fährmänner – der Burg Neuhaus. Über lange Zeit war Untermühl zudem ein Versorgungsort für die Donauschifffahrt. Die Schlosstaverne gehört ebenfalls zu dieser historischen Überlieferung: Sie ist seit 1594 im Besitz der Familie Ernst.
Ein einschneidender Wandel folgte 1964 beim Bau des Donaukraftwerkes Aschach. Alt-Untermühl wurde abgetragen und überflutet; auf aufgeschüttetem Boden wurde der Ort neu errichtet. Diese Geschichte macht den heutigen Platz an der Mündung zugleich zu einem Ort, an dem sich die Veränderungen der Donau durch menschliche Eingriffe mitdenken lassen.
Holz und Granit auf dem Weg zur Donau
Auch der Transport von Rohstoffen prägte die Region. Während der Holzschwemme im 18. und 19. Jahrhundert wurden in Untermühl bis zu 130.000 Raummeter Scheiter aufgestapelt. An der Mündung der Großen Mühl in die Donau lag damals außerdem die Endstation des Schwarzenberg’schen Schwemmkanals. Neuhauser Granit wurde in Untermühl für den Weitertransport per Schiff verladen. Zusammen erzählen diese Orte und Tätigkeiten von einem Flusstal, dessen Wege über lange Zeit zugleich Arbeits- und Transportwege waren.
Einblicke in die Granitgeschichte bietet auch die nahe Erlebniswelt Granit in Plöcking. Dazu gehören ein Natursteinlehrpfad und die Hammerhütte, ein kleines Museum mit Film- und Handwerksvorführungen. Der Feldbahnweg ist als Halbtagestour angelegt und führt in die Welt des Granits und seines Transports im 19. Jahrhundert. So stehen neben der unmittelbaren Flusslandschaft auch Handwerk und Materialgeschichte als mögliche Interessen für einen Aufenthalt im Raum.
Wandern und Radfahren rund um Untermühl
Für eine Wanderung durch das bewaldete Tal der Großen Mühl bietet sich der Mühltalweg an. Er erreicht Untermühl an der Mündung und ist als leichte Wanderung beschrieben. Anders verläuft ein Wanderweg von Untermühl zum Schloss Neuhaus: Über Steinstiegen und eine alte Straße führt er stark ansteigend zum Schloss, der Rückweg nach Untermühl verläuft über den Jagersteig. Der deutliche Unterschied zwischen diesen beiden Wegen hilft bei der Tagesplanung: Der eine führt durch das bewaldete Tal, der andere enthält einen starken Anstieg.
Auch Radstrecken setzen unterschiedliche Akzente. Die R1.08 Donau-Granit-Runde beginnt an der Schiffsanlegestelle Untermühl, überquert die Mündung der Großen Mühl und führt anschließend mit 300 Höhenmetern auf das Plateau des Mühlviertler Granithochlandes. Die erste Etappe der Granit-Bier-Runde beginnt im Hafenort Untermühl; als Auftakt führt die Fahrt zunächst in das Große Mühltal. Der Mühltalradweg bietet in Untermühl außerdem die Möglichkeit, ein fehlendes Wegstück mit der Längsfähre Untermühl–Kaiserhof–Bremsberg zu überqueren. Der Fährbetrieb kann von den Wasserverhältnissen abhängen; prüfen Sie deshalb vor der Fahrt, ob die Überfahrt möglich ist.
Der Donausteig-Startplatz „Untermühl“ befindet sich auf dem Parkplatz vor dem Traditionsgasthof Ernst. Untermühl verfügt zudem über eine Schiffsanlegestelle sowie Gastronomie- und Fährbetrieb und ist ein Ausgangspunkt für Wandern, Radfahren und Mountainbiken. Wer seinen Aufenthalt plant, kann daher zuerst entscheiden, ob eine leichte Wanderung, eine Strecke mit deutlichem Anstieg oder eine Radtour den Schwerpunkt bilden soll. Die verfügbaren Angaben zu den Wegen unterscheiden sich vor allem durch Landschaft, Höhenwechsel und die Möglichkeit einer Fährüberfahrt.
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