Eibiswald: Kultur, Geschichte und Genuss entdecken
Unterkünfte in Eibiswald
Kurzfakten
- Kirchen, Renaissancebauten und Industriegeschichte prägen die Kulturthemen in Eibiswald.
- Das Museum im Kloepferhaus zeigt mehr als 1.300 Ausstellungsstücke.
- Weinlesefest, Ölpresse und Weinbaumuseum geben Einblicke in regionale Traditionen.
- Mehrere Aussichtspunkte eröffnen unterschiedliche Panoramablicke.
- Zu den genannten Erlebnissen gehören Wanderwege, ein Wasserfall, ein Erlebnisbad und ein Bike-Park.
Kirchen, Häuser und Ortsgeschichte
Eibiswald bietet unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes. Die Pfarrkirche Maria in Dorn geht auf einen ursprünglich gotischen Bau aus dem 14. Jahrhundert zurück. Die Eibiswalder Marienkirche wird bereits 1170 als Leibnitzer Filialkirche erwähnt und wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine selbständige Pfarrkirche. Die beiden historischen Angaben erzählen von verschiedenen Kirchen und sollten nicht miteinander verwechselt werden.
Auch die weltlichen Bauten setzen eigene Akzente: Schloss Eibiswald wurde von der Familie der Eibiswalder im Renaissancestil neu erbaut. Das Lerchhaus, das älteste Haus von Eibiswald, besteht aus zwei Häusern, die bei der alten Häuserzählung noch getrennte Nummern trugen und erst um 1800 zusammengeschlossen wurden. Zu seinen besonderen Merkmalen zählt eine wertvolle Renaissance-Diele. Das Haus Aichberg 4 mit dem Schichtturm entstand 1857 als Kanzlei- und Direktionsgebäude des Eibiswalder Stahlwerks im damaligen Industriestil.
Zusammen bilden die Bauten ein nahezu ungestörtes Ensemble, wie es in der Steiermark nur noch selten zu finden ist. Wer sich für Architektur interessiert, kann dadurch verschiedene Epochen und Funktionen nebeneinander betrachten: kirchliche Baugeschichte, Renaissance und die Zeugnisse der Stahlproduktion gehören zu unterschiedlichen, aber gleichermaßen prägenden Themen des Ortes.
Museen und regionale Traditionen
Im Museum im Kloepferhaus werden mehr als 1.300 Ausstellungsstücke gezeigt. Die Themen reichen von lokaler Frühgeschichte über das bäuerliche Leben und Arbeiten in der Südweststeiermark bis zu Koralpenglas und Stahlproduktion. Damit stehen Alltagsgeschichte und industrielle Erzeugnisse nebeneinander. Das ÖAV Weitwandermuseum befindet sich im Innenhof des Lerchhauses. Es behandelt das Weitwandern und das Wirken von Carl Hermann als Begründer und Bildhauer des Weitwanderns; außerdem gehört ein Porträtfilm über ihn zu den Museumsthemen.
Weitere kulturelle Schwerpunkte setzen die Kirche Sankt Leonhard in der Eben mit ihren prächtigen Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert und das Weinbaumuseum Glirsch. Dort werden Zeitzeugnisse bewahrt, die einen Überblick über Tradition und Hintergrund des Weinbaus geben. So können Sie bei der Planung zwischen Bau- und Kirchengeschichte, regionaler Arbeitswelt und Weinbaugeschichte gewichten.
Auch die Aibler Ölpresse verbindet Herstellung und Verkostung: Besucherinnen und Besucher erleben eine Vorführung des Pressvorgangs und eine Vergleichsverkostung; dazu kommt eine Kernöleierspeis aus der großen Röstpfanne. Kürbiskernöl wird dort noch nach alter Tradition gewonnen. Da sich die Arrangements ändern können, empfiehlt es sich, die aktuellen Möglichkeiten vor dem Besuch zu prüfen.
Ausblicke, Wege und Aktivitäten
Die Aussichtspunkte bieten verschiedene Blickrichtungen. Vom Aussichtsturm Sankt Pongratzen reicht das Panorama von der Südlichen Weststeiermark bis ins slowenische Drautal. Die Aussichtsplattform Buchenberg eröffnet einen Blick über das Grazer Becken und das Leibnitzer Feld. Einen eigenen Charakter hat der hofeigene Panoramaturm der Wein- & Genusswelt Garber: Er ist 13 Meter hoch und bietet einen 360°-Panoramablick. Auf Wunsch kann er exklusiv für eine Jause reserviert werden; klären Sie eine solche Reservierung am besten vorab.
Für Wanderinteressierte beschreibt der Hans Kloepfer Weg eine Route vom Bahnhof Wies-Eibiswald über das alte Kircherl St. Veit nach Eibiswald. Sie führt an der Kreuzkirche und dem Weitwanderwegstein vorbei und anschließend durch das „Stille Tal“ nach Aichberg. Als übergeordnete Wegbezeichnung ist der Nord-Süd-Weitwanderweg 05 ein Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E6. Ein Naturziel mit eigener Größenangabe ist der Wasserfall Hadernigg am Essigbach zwischen Hadernigg und St. Lorenzen: Er ist etwa 10 Meter hoch.
Weitere Freizeitmöglichkeiten umfassen das Erlebnisbad Eibiswald mit einem modernen Wasserbecken von 610 m² sowie den 3Eiben Kids Bike-Park. Zu dessen beschriebenen Elementen zählen der Flowtrail „Let it flow“ mit Steilkurven, Durchfahrten und Rampen, der „Blackberry Single Trail“ mit drei Abfahrtsvarianten und der Technik-Parcours im „Sumsi Wood“. Da sich die Anlagenaufteilung ändern kann, prüfen Sie die aktuellen Angaben, wenn Sie diese Aktivitäten konkret einplanen.
Reisezeit und Unterkunft passend wählen
Das Weinlesefest findet am ersten Oktoberwochenende statt und beginnt am Samstag mit einem traditionellen Erntedankumzug. Wenn dieses Fest für Ihre Reise ausschlaggebend ist, bestätigen Sie die Termine vor der Planung. Für die Wahl Ihres Aufenthalts können Sie außerdem überlegen, welche Themen Ihnen besonders wichtig sind: Kirchen und historische Häuser, Museen und regionale Erzeugnisse, Aussichtspunkte oder Wege und aktive Erlebnisse.
Weitere Reiseziele entdecken: Sommereben, Breitenbach in der Weststeiermark, Steinreib, Bad Gams, Greisdorf, Preding, Groß Sankt Florian, Kothvogel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Deutschlandsberg.