Gratkorn entdecken: Kultur, Wege und besondere Orte
Unterkünfte in Gratkorn
Gratkorn verbindet die Landschaft des Grazer Hügellands mit ungewöhnlichen Kultur- und Glaubensorten. Zwischen der Pfarrkirche St. Stefan, einer Tropenausstellung mit über 1.100 Objekten und Wegen durch das Hinterland liegen verschiedene Anlässe, den Ort in Ruhe zu erkunden. Wer für den Aufenthalt ein Ziel mit Kultur, Bewegung und gut erkennbaren Ausgangspunkten sucht, findet hier mehrere unterschiedliche Seiten auf engem thematischem Raum.
Kirche, römische Spuren und tropische Sammlung
Die katholische Pfarrkirche St. Stefan weist Bauelemente auf, die bis in die Romanik zurückreichen. Zusammen mit dem Pfarrhof gehört sie heute zu den einzigen Baudenkmälern in diesem Bereich. Bei einer letzten Renovierung freigelegte Gegenstände belegen außerdem, dass hier als erstes Gebäude eine „villa rustica“, also ein Landhaus, errichtet wurde. Der Bau war in mediterraner Bautechnik ausgeführt und stammt aus der römischen Kaiserzeit um etwa 200 n. Chr. Im Gratkorner Becken ist er der einzige Fund eines römischen Gebäudes.
Einen ganz anderen Akzent setzt die Tropenausstellung im Blumenbauernhof Teibinger in Gratkorn, nördlich von Graz. Ihre Sammlung umfasst über 1.100 Objekte. Damit stehen in Gratkorn zwei sehr unterschiedliche Formen des Entdeckens nebeneinander: die baulichen Spuren rund um St. Stefan und eine Sammlung, deren Umfang bereits einen eigenen Besuchsschwerpunkt bildet.
Die Lourdeskapelle in der Dult
Die Lourdeskapelle in der Dult steht gegenüber dem Kloster Maria Rast an der Kreuzung Dultstraße–Brunnleitenweg. Im Inneren ist eine Lourdes-Szene nachgebildet, in der die heilige Bernadette vor der Marienerscheinung kniet. Für die Besichtigung ist eine wichtige Besonderheit zu beachten: Besucher können die Kapelle nicht betreten. Die Szene lässt sich am besten durch das Gittertor betrachten. Der Ort ist dadurch anders zu erleben als eine frei zugängliche Kirche oder Ausstellung; seine Lage und die Sicht durch das Tor gehören unmittelbar zum Besuch.
Grazer Hügelland und Wege ins Hinterland
Gratkorn ist in das Grazer Hügelland eingebettet. Im Hinterland gibt es zahlreiche Wander- und Radwege. Eine konkrete Möglichkeit bietet die Gratkorner Rundwanderung: Sie beginnt am Kirchplatz und folgt dem Wanderweg Nr. 8 über Höllgraben und Jasen nach Höchwirt. Wer mit unterschiedlichen Interessen unterwegs ist, kann so kulturelle Ziele im Ort mit einer ausgewiesenen Wegführung durch die Landschaft verbinden, ohne aus dem dokumentierten Ortsbezug herauszugehen.
Auch die Anreise zu diesem Ausgangspunkt ist klar beschrieben. Mit dem Bus Nr. 110 gelangt man direkt zum Kirchplatz in Gratkorn; die Haltestelle heißt St. Stefan Kirchplatz. Für die Wahl des Aufenthaltsortes liefert dieser Bezug einen konkreten Orientierungspunkt: Der Kirchplatz verbindet die Pfarrkirche, den Beginn der Rundwanderung und die genannte Bushaltestelle.
Weitere Orte für Ihre Orientierung
Wenn Sie Gratkorn mit weiteren Zielen im Umfeld vergleichen möchten, können Sie anschließend auch Feldkirchen Bei Graz (Feldkirchen Bei Graz), Kleinstübing (Kleinstübing), Sankt Peter (Sankt Peter), Mühlriegel (Mühlriegel), Wundschuh (Wundschuh), Neudorf (Neudorf), Neureiteregg (Neureiteregg) und Mantscha (Mantscha) ansehen.
Ein zusätzlicher lokaler Termin ist die Maibaumaufstellung: Seit vielen Jahren stellt die Landjugend Gratkorn am Vorabend des 1. Mai beim Kulturhaus Gratkorn einen Maibaum auf. So ergänzt ein wiederkehrender Brauch die dauerhaft sichtbaren Bau-, Sammlungs- und Landschaftsziele des Ortes.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Graz-Umgebung.