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Hieflau: Kirchen, Kapellen und Holzkohlegeschichte

Unterkünfte in Hieflau

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hieflau verbindet sakrale Baugeschichte mit einer außergewöhnlichen Industriegeschichte. Wer bei einer Reise nicht nur Landschaften, sondern auch die Entwicklung eines Ortes verstehen möchte, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: eine Kirche mit Bauphasen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, eine von sieben Linden umgebene Kapelle, die Geschichte der Holzkohlegewinnung und ein Historama mit einem weiten zeitlichen Bogen. Für die Suche nach einer Unterkunft können Sie daher überlegen, ob ein kultur- und geschichtsorientierter Aufenthalt zu Ihren Reiseinteressen passt.

Kirchengeschichte in mehreren Zeitschichten

Die Kirche „Hl. Johannes der Täufer“ in Hieflau wurde 1616 geweiht. Der heutige Bau entstand 1747 und zeigt damit eine weitere wichtige Etappe der örtlichen Sakralgeschichte. Besonders anschaulich wird diese zeitliche Entwicklung am Hochaltar: Er entstand um 1720 und wurde aus der älteren Kirche übernommen. Innerhalb eines einzigen Kirchenraums begegnen Ihnen somit Bezüge zu verschiedenen Bauphasen, ohne dass die Geschichte des Ortes auf ein einzelnes Datum reduziert wird.

Auch die Wandaukapelle „Maria unter den sieben Linden“ setzt einen eigenen Akzent. Sie stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert und ist von sieben prächtigen Linden umgeben. Die Kapelle gilt als Ort der Stille, des Gebets und der Begegnung. Gerade dieser Charakter unterscheidet sie von der zeitlich klar dokumentierten Kirche „Hl. Johannes der Täufer“: Hier steht weniger die Abfolge von Baujahren als die Verbindung von Kapelle, Bäumen und überlieferter Bedeutung im Mittelpunkt.

Holzkohle, Triftholz und Eisenindustrie

Ein zweiter Schwerpunkt führt in die Wirtschafts- und Arbeitsgeschichte. Triftholz aus dem oberen Ennstal wurde in Hieflau aufgefangen und zu Holzkohle verarbeitet. Im Zusammenhang mit der damaligen Holzkohleproduktion entwickelte sich Hieflau zu einem Standort der Eisenindustrie. Für Besucherinnen und Besucher wird dadurch nachvollziehbar, dass die örtliche Geschichte nicht nur von Kirchen und Kapellen erzählt, sondern auch von Rohstoffen, Verarbeitung und industrieller Entwicklung.

Das Historama Hieflau dokumentiert die fast 400-jährige Holzkohlegewinnung auf der Hieflauer-Lend. Die Ausstellung mit 16 Aufnahmen beschäftigt sich außerdem mit der örtlichen Geschichte von der Erdgeschichte bis zur Gegenwart. Damit bietet das Historama zwei unterschiedliche Perspektiven: Einerseits steht die lange Tradition der Holzkohle im Mittelpunkt, andererseits öffnet sich der Blick auf die gesamte zeitliche Entwicklung des Ortes. Für Familien kann gerade diese Spannweite interessant sein, wenn verschiedene Generationen gemeinsam historische Zusammenhänge entdecken möchten.

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Auch schwierige Geschichte bleibt sichtbar

Zur Geschichte Hieflau gehört ebenfalls der Soldatenfriedhof im angrenzenden Wald. Dort wurden in den letzten Kriegstagen 1945 zahlreiche Soldaten der Deutschen Wehrmacht hingerichtet und bestattet. Dieser Ort verweist auf ein belastetes Kapitel der lokalen Vergangenheit und ergänzt die älteren Themen rund um Kirche, Holzkohle und Eisenindustrie um die Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Wer Hieflau besucht, kann die Ortsgeschichte dadurch in mehreren zeitlichen Ebenen betrachten: von der Erdgeschichte im Historama über die Sakralbauten bis zu den letzten Kriegstagen 1945.

Orientierung für Ihren Aufenthalt

Hieflau eignet sich besonders als Suchziel für Reisende, die ihren Aufenthalt über konkrete Kultur- und Geschichtsthemen auswählen möchten. Eine Unterkunft lässt sich dabei nach dem persönlichen Schwerpunkt weiterdenken: Interessieren Sie sich vor allem für sakrale Baugeschichte, stehen die Kirche „Hl. Johannes der Täufer“ und die Wandaukapelle im Vordergrund. Wer die Entwicklung von Arbeit und Industrie nachvollziehen möchte, findet mit der Holzkohlegewinnung, dem Historama und der Eisenindustrie andere Schwerpunkte. Eine einzelne Sehenswürdigkeit muss damit nicht die gesamte Reise bestimmen; Hieflau bietet mehrere dokumentierte Zugänge zur Geschichte des Ortes.

Weitere Orte dieser Ebene: Wald Am Schoberpass, Sankt Peter-Freienstein, Rannach, Trofaiach, Sankt Michael In Obersteiermark, Präbichl, Gai und Eisenerz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Leoben.

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