Krakauhintermühlen: Schmiedegeschichte und Bergwelt
Unterkünfte in Krakauhintermühlen
Kurzfakten
- Die Hammerschmiede in Krakauhintermühlen war bis 1966 als Zeugschmiede und Wohnhaus in Verwendung.
- Die Filialkirche St. Ulrich in Krakauhintermühlen beherbergt einen gotischen Flügelaltar.
- Am Etrachsee auf 1.374 m gibt es einen 2 km langen Rundwanderweg.
Handwerk und Kirchenkunst
Die Hammerschmiede vereint in ihrer Geschichte zwei Nutzungen: Sie diente als Zeugschmiede und als Wohnhaus. Bis 1966 war sie in Verwendung. Auch die Technik des Schwanzhammers gehört zu diesem handwerklichen Bild: Er wird durch ein mittelschlächtiges Wasserrad angetrieben. „Mittelschlächtig“ beschreibt dabei die Art des Wasserradantriebs, nicht die Größe des Rades. Für Reisende, die sich für regionale Handwerksgeschichte interessieren, macht dieses technische Detail die Schmiede zu mehr als einem Namen in der Ortsgeschichte.
Eine andere kulturelle Facette bietet die Filialkirche St. Ulrich in Krakauhintermühlen. Sie beherbergt einen gotischen Flügelaltar und wird als steirisches Kleinod bezeichnet. Die Kirche St. Ulrich am Hollerberg wurde 1478 erbaut. Zusammen geben die Angaben Anlass, bei einem kulturorientierten Aufenthalt sowohl an sakrale Kunst als auch an die Geschichte handwerklicher Nutzung zu denken. Die historischen Themen sind dabei verschieden: Hier steht der Altar im Mittelpunkt, dort die Schmiede mit ihrem Wasserradantrieb.
Berglandschaften und Hüttenübergang
Die Grazer Hütte liegt am Fuße des 2.740 m hohen Prebers. Die Rudolf-Schober-Hütte liegt auf 1.667 m in einem der größten Zirbenwälder Österreichs. Die beiden Angaben eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Berglandschaft: Bei der Grazer Hütte ist der Bezug zum hohen Preber genannt, bei der Rudolf-Schober-Hütte die Höhenlage und der Zirbenwald. Im Gebiet rund um die Rudolf-Schober-Hütte können mit etwas Glück Steinböcke, Seeadler und sogar Bartgeier beobachtet werden. Solche Tierbeobachtungen sind saisonal und bleiben Glückssache.
Der Übergang von der Grazer Hütte zur Rudolf-Schober-Hütte ist möglich, zählt zu den anspruchsvollen Bergtouren und dauert rund 10 Stunden Gehzeit. Er ist nur für gut konditionierte Wanderer geeignet. Damit unterscheidet sich diese Unternehmung deutlich von einem kurzen Aufenthalt an einem einzelnen Landschaftspunkt: Die lange Gehzeit und der Anspruch sind wichtige Faktoren für die eigene Reiseplanung. Wenn Sie sich für die Hüttenverbindung interessieren, beziehen Sie genau diese Angaben in Ihre Überlegungen ein.
Etrachsee: Rundweg und Fischerei
Der Etrachsee liegt auf 1.374 m Seehöhe zwischen den inneralpinsten Bereichen der Niederen Tauern, dem Rupprechtseck und dem Bauleiteck. Satte Almwiesen und imposante Lärchen umrahmen den See. Ein 2 km langer Rundwanderweg führt am Etrachsee entlang. Für die Wanderung sollten Sie saisonale Bedingungen vorab prüfen. Die Kombination aus konkreter Weglänge und beschriebener Berglandschaft hilft, diesen Ausflug als eigene Möglichkeit in die Planung aufzunehmen.
Auch der Etrachbach bietet eine beschriebene Strecke für die Fischerei: Vom Seeauslauf ist er 4 km flussabwärts und entlang des linken Arms 2 km flussaufwärts bis zum Ursprung befischbar. Dabei gelten saisonale Bedingungen und örtliche Einschränkungen. Wenn Sie Ihre Reiseaktivitäten vergleichen, stehen hier zwei unterschiedliche Planungsangaben nebeneinander: eine Rundwanderung mit ausgewiesener Länge und Fischstrecken mit jeweils benannter Richtung und Distanz.
Reise und Unterkunft planen
Für die Wanderung steht an der Klausnerbergsäge ein Parkplatz zur Verfügung; die Verfügbarkeit kann örtlichen Bedingungen unterliegen. Bei der Planung lohnt es sich, diesen Hinweis getrennt von den Angaben zu Rundweg, Fischerei und Hüttenübergang zu betrachten. Die beschriebenen Vorhaben unterscheiden sich in Streckenlänge, Gehzeit und Anspruch.
Weitere Reiseziele entdecken: Stolzalpe, Neumarkt In Steiermark, Krakauschatten, Einach, Teufenbach, Frojach-Katsch, Kaindorf-Süd, Sankt Lorenzen bei Scheifling
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Murau.