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Geld und Bezahlen

Kurzfakten zu Geld und Bezahlen

  • Währung: Euro (€); Euro-Banknoten und -Münzen sind gesetzliches Zahlungsmittel im Euroraum.
  • Kartenzahlung ist in vielen Geschäften, Tankstellen, Hotels und Restaurants möglich, aber nicht jede Karte wird überall angenommen.
  • Geldautomaten akzeptieren viele in- und ausländische Karten; Betreiber- und Kartenentgelte können anfallen.
  • Mit etwas Bargeld für kleinere Ausgaben und einer Karte als Ergänzung sind Sie nicht auf nur eine Zahlungsart angewiesen.
  • Bei Fremdwährungskarten können Umrechnungskosten entstehen; die tatsächlich geltenden Gebühren hängen von Karte und Anbieter ab.

In Österreich zahlen Sie mit Euro. Für den Alltag empfiehlt sich eine Kombination aus Karte und einer überschaubaren Menge Bargeld: Viele Betriebe nehmen Karten, doch Akzeptanz und Kartentyp unterscheiden sich. Geldautomaten sind verbreitet, aber eine Abhebung ist nicht automatisch kostenlos. Die wichtigsten Kosten entstehen gegebenenfalls durch die eigene Bank, den Kartenanbieter oder eine am Automaten angebotene Umrechnung.

Der Euro ist die Währung

Österreich gehört zum Euroraum; der Schilling wurde 2002 durch den Euro abgelöst. Euro-Banknoten und Euro-Münzen sind im Euroraum gesetzliches Zahlungsmittel. Wenn Sie aus einem anderen Euroland anreisen, brauchen Sie für normale Einkäufe keinen Währungstausch. Bei einem Konto in einer anderen Währung wird der Betrag durch Ihren Kartenanbieter oder Ihre Bank umgerechnet. Der verwendete Kurs und mögliche Umrechnungsentgelte richten sich nach den Vertragsbedingungen Ihrer Karte.

Euro-Bargeld umfasst Münzen von 1 und 2 Euro sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent. Banknoten gibt es in Stückelungen von 5 bis 200 Euro. Die 500-Euro-Banknote wird nicht mehr von den Zentralbanken in Umlauf gebracht, bleibt aber gesetzliches Zahlungsmittel; Geschäftsbanken können vorhandene Bestände ausgeben. Für kleinere Einkäufe sind kleine Scheine und Münzen praktischer als große Banknoten. Die Höhe von Bargeld, die Sie unterwegs mitführen, bleibt Ihre Entscheidung; für den Alltag reicht oft ein begrenzter Betrag, während Karte oder Smartphone als zweite Möglichkeit dienen können.

Eine gesetzliche Zahlungsmittel-Eigenschaft bedeutet nicht, dass jede Verkaufssituation identisch abläuft. Es gibt sachliche oder vereinbarte Ausnahmen, etwa bei Automaten oder einer vorher festgelegten Zahlungsweise. Bei einem konkreten Einkauf zählt deshalb die vor Ort ausgewiesene Zahlungsinformation. Planen Sie nicht damit, dass jede Verkaufsstelle Bargeld oder jede Karte unter allen Umständen akzeptiert.

Bargeld für kleinere Ausgaben

Etwas Bargeld kann nützlich sein, wenn ein Geschäft keine Karte annimmt, ein Terminal vorübergehend ausfällt oder Sie nur einen kleinen Betrag zahlen möchten. Für kleine Einkäufe etwas Bargeld dabeizuhaben, kann praktisch sein. Eine moderate Reserve ist zugleich leichter zu ersetzen, falls die Geldbörse verloren geht. Bewahren Sie Bargeld und Karten nach Möglichkeit nicht alle am selben Ort auf.

Wenn Sie Geld wechseln, vergleichen Sie Wechselkurs und Gebühren. Banken, Wechselstuben und Postämter bieten Umtauschmöglichkeiten, doch Konditionen unterscheiden sich. Planen Sie die benötigte Summe grob, bevor Sie größere Beträge wechseln: Ein Rücktausch nicht benötigter Fremdwährung kann teuer sein oder bei Münzen unmöglich sein. Wer bereits Euro besitzt, muss für Österreich keine Fremdwährung in Euro tauschen.

Bargeld bleibt auch dann eine hilfreiche Ergänzung, wenn Sie überwiegend kontaktlos bezahlen. Ein kleiner Reservebetrag hilft bei einer einzelnen Zahlung ohne Terminal und macht Sie nicht von einem funktionierenden Mobiltelefon abhängig. Er ist aber keine Garantie, dass jeder Betrieb Bargeld annimmt oder Wechselgeld für große Scheine hat. Halten Sie daher nur so viel Bargeld bereit, wie für Ihre geplanten kleinen Ausgaben und eine kurzfristige Reserve sinnvoll erscheint.

Karten und mobiles Bezahlen

Debitkarten und Kreditkarten sind nicht dasselbe. Bei Debitkarten wird der Betrag direkt oder zeitnah vom Konto abgebucht; sie können je nach Kartentyp auch für Bargeldbehebungen und Onlinezahlungen verwendet werden. Bei Kreditkarten werden Umsätze gesammelt und später abgerechnet; je nach Vertrag kann eine vollständige oder teilweise Rückzahlung vorgesehen sein. Ein Kartenlogo an der Kassa zeigt häufig, welche Zahlungssysteme ein Betrieb akzeptiert. Prüfen Sie vor einer größeren Zahlung, ob das Logo zu Ihrer Karte passt.

In Österreich akzeptieren viele Geschäfte, Tankstellen, Hotels und Restaurants Karten. Daraus folgt keine flächendeckende Annahme jeder Karte: Ein kleiner Betrieb kann andere Karten akzeptieren als ein Hotel oder eine Tankstelle. Auch kontaktloses Bezahlen hängt davon ab, ob das Terminal und Ihre Karte oder digitale Geldbörse die Funktion unterstützen. Nehmen Sie daher nicht an, dass eine Karte ohne Rückfrage in jedem Betrieb funktioniert. Wenn Sie für eine Buchung oder Kaution eine bestimmte Kreditkarte benötigen, prüfen Sie die Bedingungen des Anbieters vorab.

Bei Kartenzahlungen im Euro ist die Währungsumrechnung für ein Euro-Konto normalerweise kein zusätzlicher Schritt. Ihre Bank kann dennoch kontobezogene Gebühren nach ihrem Vertrag erheben; die konkrete Gebührenfreiheit hängt nicht allein davon ab, dass die Zahlung in Euro erfolgt. Außerhalb des Euro-Kontos oder bei einer angebotenen Umrechnung in die Heimatwährung können weitere Kosten hinzukommen. Lesen Sie die Anzeige am Terminal aufmerksam und vergleichen Sie die genannten Optionen, bevor Sie bestätigen.

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Geldautomaten, Abhebungen und Gebühren

Bankomaten – in Österreich die übliche Bezeichnung für Geldautomaten – ermöglichen Bargeldbehebungen mit vielen in- und ausländischen Karten. Welche Karten ein Automat unterstützt, erkennen Sie an den sichtbaren Logos. Ob ein bestimmter Automat Ihre Karte annimmt, hängt vom konkreten Gerät und der Karte ab. Achten Sie auf die Logos am Automaten und darauf, dass Ihre Karte eine Bargeldfunktion besitzt.

Bei einer Abhebung können Gebühren anfallen. Eine Gebühr kann von Ihrer eigenen Bank oder dem Kartenanbieter stammen; zusätzlich kann der Betreiber des Automaten ein Entgelt anzeigen. Auch Wechselkursaufschläge kommen in Betracht, falls eine Umrechnung vorgenommen wird. Darum lässt sich kein allgemeiner fixer Preis für Bargeldbehebungen in Österreich nennen. Prüfen Sie vor der Reise die Konditionen Ihrer Karte und lesen Sie am Automaten angezeigte Entgelte vor der Bestätigung. Wenn Ihnen der Preis nicht passt, können Sie den Vorgang abbrechen und eine andere Möglichkeit wählen.

Besonders aufmerksam sollten Sie sein, wenn ein Automat oder ein Zahlungsterminal anbietet, statt in Euro in Ihrer Heimatwährung abzurechnen. Diese dynamische Währungsumrechnung ist optional. Nach EU-Regeln muss ein angebotener Umrechnungsdienst die Wechselkurskosten vor Abschluss anzeigen und die Zahlung in der Währung des Verkäufers ermöglichen. Der Wechselkurs Ihrer eigenen Bank kann ebenfalls Kosten enthalten. Vergleichen Sie deshalb die Anzeige mit den Konditionen des Kartenanbieters, statt eine Umrechnung in die Heimatwährung automatisch zu akzeptieren.

Eine Kreditkarte kann für Bargeldbehebungen andere, teils höhere Kosten haben als eine Debitkarte; die Bedingungen unterscheiden sich nach Vertrag. Zusätzlich können Zinsen oder Entgelte für Bargeldbezug gelten. Wenn Sie nur Bargeld brauchen, prüfen Sie vorab, welche Ihrer Karten dafür vorgesehen ist. Bewahren Sie Ihre PIN getrennt von der Karte auf und brechen Sie den Vorgang ab, falls am Automaten etwas ungewöhnlich wirkt. Bei einer eingezogenen Karte oder einer fehlgeschlagenen Auszahlung wenden Sie sich an Ihren Kartenanbieter oder die angegebene Bank.

Vorbereitung für den Aufenthalt

Prüfen Sie vor der Abreise, ob Ihre Karte für Zahlungen und – falls nötig – Bargeldbehebungen freigeschaltet ist. Kontrollieren Sie den Verfügungsrahmen und die Ablaufdaten. Wenn Sie ein Auto mieten, kann eine Kaution das Kartenlimit stärker beanspruchen als eine normale Restaurantrechnung. Unterschiedliche Zahlungsmittel getrennt aufzubewahren, verringert das Risiko, bei Verlust alles gleichzeitig zu verlieren. Notieren Sie außerdem die Möglichkeit, Karte oder Konto schnell sperren zu lassen; verwahren Sie die Kontaktdaten nicht nur im gestohlenen Gerät.

Wer aus einem Land mit anderer Währung kommt, kann sich vorab über Auslandskonditionen, Wechselkurs und allfällige Gebühren informieren. Die Kosten einer Zahlung und einer Bargeldabhebung können voneinander abweichen. Wenn ein Terminal oder Geldautomat eine Umrechnung anbietet, muss die Anzeige vor dem Bestätigen geprüft werden. Für Rechnungen in Österreich ist der Euro der übliche Maßstab; ein Vergleich mit der Heimatwährung hängt vom Wechselkurs am jeweiligen Abrechnungstag ab.

Verlassen Sie sich bei einer Reise nicht auf nur eine technische Zahlungsart. Ein leerer Smartphone-Akku, ein nicht lesbares Kartenlogo oder ein vorübergehender Terminalausfall kann eine einzelne Option verhindern. Eine physische Karte und ein kleiner Bargeldbetrag sind deshalb praktische Ergänzungen zu einer mobilen Geldbörse.

Häufige Fragen

Kann ich in Österreich mit Euro bezahlen?

Ja. Österreich nutzt den Euro; Euro-Banknoten und -Münzen sind im Euroraum gesetzliches Zahlungsmittel. Bei einem Konto in einer anderen Währung kann Ihre Bank oder Ihr Kartenanbieter den Betrag umrechnen und dafür eigene Konditionen anwenden.

Kann ich überall mit Karte bezahlen?

Nein, eine allgemeine Annahmegarantie für jede Karte gibt es nicht. Viele Geschäfte, Tankstellen, Hotels und Restaurants akzeptieren Karten, aber welche Kartentypen gelten, hängt vom Betrieb und dessen Ausstattung ab. Prüfen Sie die sichtbaren Kartenlogos und führen Sie eine Alternative mit.

Ist eine Abhebung am Geldautomaten kostenlos?

Nicht unbedingt. Entgelte können von Ihrer Bank, Ihrem Kartenanbieter oder dem Automatenbetreiber kommen; bei einer Umrechnung können weitere Kosten anfallen. Die konkrete Höhe hängt von Karte und Gerät ab und sollte vor dem Bestätigen geprüft werden.

Soll ich bei einer Kartenabhebung in Euro oder in meiner Heimatwährung abrechnen?

Wenn eine dynamische Umrechnung angeboten wird, vergleichen Sie die angezeigten Kosten mit den Bedingungen Ihrer Bank. EU-Regeln verlangen, dass ein solcher Umrechnungsdienst seine Kosten vor Abschluss offenlegt und die Zahlung in der Währung des Verkäufers ermöglicht. Eine Umrechnung in die Heimatwährung müssen Sie nicht automatisch wählen.

Wie viel Bargeld sollte ich mitnehmen?

Es gibt keinen Betrag, der für jede Reise passt. Für kleine Ausgaben kann ein begrenzter Euro-Betrag hilfreich sein; die übrigen Zahlungen lassen sich je nach Akzeptanz und Kartenbedingungen mit Karte erledigen. Wechsel nur so viel, wie Sie voraussichtlich brauchen, denn ein Rücktausch kann Gebühren verursachen oder bei Münzen nicht möglich sein.