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Eisenstadt: Haydns Erbe und barocke Kultur

Unterkünfte in Eisenstadt

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Eisenstadt verbindet barocke Architektur mit einem reichen Haydn-Erbe und einem weitläufigen Schlosspark. Bergkirche, Schloss Esterházy und ehemalige Wohnhäuser erzählen von Musik und Geschichte; Wege im Park und zur Gloriette ergänzen den Stadtbesuch um Zeit im Freien. Welche Stationen Sie verbinden möchten, kann den passenden Ausgangspunkt für Ihre Entdeckungstour mitbestimmen.

Haydns Spuren und das Erbe der Esterházy

Die Bergkirche, auch Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung, wurde zwischen 1715 und 1803 nach den Plänen von Fürst Paul I. Esterházy errichtet. In ihr befindet sich die Haydnorgel von 1797; mehrere Messkompositionen wurden dort unter der Leitung Joseph Haydns uraufgeführt. Unter dem Nordturm liegt das Haydn-Mausoleum, in dem Haydn 1954 erneut bestattet wurde. So begegnen sich in der Kirche Baugeschichte, Musik und ein wichtiger Teil von Haydns Lebensgeschichte.

Auch Schloss Esterházy prägt Eisenstadts kulturelle Geschichte. Das österreichische Barockschloss befindet sich seit Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz der Familie Esterházy und dient seither als kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Region. Im zentralen Konzertsaal, dem Haydnsaal, finden das ganze Jahr über Konzerte statt. Wer einen Besuch rund um Musik plant, kann die Konzerttermine vorab prüfen.

Das Haydn-Haus Eisenstadt führt an einen anderen, persönlicheren Teil dieser Geschichte: Das barocke Haus war Joseph Haydns Wohnhaus. Er erwarb es 1766 und bewohnte es zwölf Jahre lang. Die Räume sind mit originalen Möbeln aus der Haydnzeit eingerichtet; historische Wandmalereien wurden behutsam freigelegt. Der Vergleich mit dem Konzertsaal und der Bergkirche eröffnet verschiedene Zugänge zu Haydns Zeit in Eisenstadt.

Jüdische Geschichte und Orte im Stadtbild

Im Bereich der Museumsstraße und Unterbergstraße sind Reste des ehemaligen jüdischen Viertels erhalten, nahe Schloss Esterházy. Das Österreichische Jüdische Museum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus von Samson Wertheimer. Zu den Besonderheiten des Hauses gehört die ehemalige private Synagoge, die während der NS-Zeit nicht zerstört wurde. Die beiden jüdischen Friedhöfe Eisenstadts können nach vorheriger Anmeldung über das Jüdische Museum besucht werden; klären Sie die Anmeldung vor Ihrer Anreise.

Schlosspark, Gloriette und Wege im Freien

Der knapp 50 Hektar große Schlosspark Eisenstadt ist ein Landschaftsgarten des 19. Jahrhunderts und eignet sich ganzjährig für Spaziergänge. Im Park wurde das Ensemble aus Leopoldinentempel und Leopoldinenteich 1824 fertiggestellt. Damit setzt die Parklandschaft einen anderen Akzent als die Innenräume und Konzertorte der Stadt: Hier lässt sich ein Kulturbesuch mit einem Spaziergang verbinden.

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Die Gloriette wurde ab 1804 für Fürst Nikolaus II. Esterházy vom französischen Architekten Charles de Moreau als Gartenhaus errichtet. Von Schloss Esterházy führt ein etwas steiler Weg in rund 20 Minuten hinauf. Von der Gloriette reicht der Ausblick über die Wulkaebene bis zum Neusiedler See. Wer diesen Weg einplant, kann die Aussicht als eigenen Höhepunkt des Besuchs vorsehen. Bei der Gloriette beginnt außerdem der Waldlehrpfad: Seine 13 interaktiven Stationen benötigen insgesamt etwa 1,5 Stunden.

Für eine gemeinsame Entdeckung der Stadt gibt es den geführten Spaziergang „Komm mit durch Eisenstadt“. Er richtet sich an Familien und Eisenstadtfans und vermittelt Geschichten und Geschichte Eisenstadts auf interaktive Weise. Prüfen Sie vorab die Termine und Teilnahmebedingungen. Für Radfahrende führt der Leitharadweg B11 von Eisenstadt nach Loretto und durch mehrere Orte der Strecke. Er ist fast durchgehend asphaltiert; zwischen Neufeld/Leitha und Zillingdorf-Bergwerk liegt eine 500 Meter lange Schotterstrecke. Prüfen Sie die Oberflächenbedingungen vor der Fahrt.

Markt und Orientierung bei der Anreise

Der Wochenmarkt Eisenstadt bietet regionales Obst und Gemüse, Fleisch-, Schinken- und Fischspezialitäten sowie burgenländische Strudelvariationen, Mehlspeisen und Kuchen. Welche Waren angeboten werden, variiert je nach Markttag. Der Markt kann so einen kulinarischen Akzent zu den kulturellen Stationen setzen, ohne dass dafür ein weiterer Museums- oder Konzertbesuch nötig ist.

Wenn Sie aus Wien mit dem Zug anreisen, führen die Verbindungen entweder über Wulkaprodersdorf oder über Bruck an der Leitha und Neusiedl am See. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Reise bei den ÖBB. Der zentrale Busparkplatz in Eisenstadt liegt direkt neben dem Dom und nur wenige Schritte von Fußgängerzone, Schloss Esterházy und Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt entfernt. Bei der Planung eines Aufenthalts können Sie damit abwägen, ob Sie vor allem die historischen Orte, ein Konzert, den Schlosspark oder mehrere dieser Eindrücke verbinden möchten.

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