Sankt Martin an der Raab entdecken
Unterkünfte in Sankt Martin An Der Raab
Kurzfakten
- Landschaft: Sankt Martin an der Raab liegt im Südosten des Burgenlandes, in einer waldreichen, ruhigen Hügellandschaft am Dreiländereck Österreich–Ungarn–Slowenien.
- Kultur: Römische Überreste, eine Gräberstraße, ein Römermuseum und historische Bauwerke geben unterschiedliche Einblicke in die Geschichte des Ortes.
- Draußen unterwegs: Der Römerweg ist drei Kilometer lang und hat informative Stationen; am Stoagupf gibt es eine Aussichtsplattform.
Römische Spuren und sakrale Kunst
In der Marktgemeinde St. Martin an der Raab wurden die Reste eines römischen Gutshofes geortet. Dazu gehören ein Wohngebäude und mehrere Wirtschaftsgebäude. Auf einer von Osten nach Westen ausgerichteten Terrasse wurden außerdem Hügelgräber und Grabbauten festgestellt, teilweise freigelegt; zusammen bilden sie eine Gräberstraße. Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie Grabbauten zeigen verschiedene bauliche Aspekte dieser römischen Anlage.
Das Römermuseum am Hauptplatz neben dem Bauernladen zeigt die neuesten Funde aus den Grabungen. Welche Stücke dort zu sehen sind, kann sich verändern. Eine andere Form des Kulturerbes findet sich an der Wegkapelle in St. Martin an der Raab: Sie weist zwei Fresken auf, die den heiligen Martin und den heiligen Georg darstellen. Ihre Entstehung wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Bauzeit um 1812 datiert.
Grenzgedächtnis und Kulturangebote
Der Gedenkstein am 3-Ländergrenzpunkt (Ö-H-SLO) wurde 1922 auf der Kuppe errichtet. Seinerzeit symbolisierte er die drei Habsburger-Nachfolgestaaten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem EU-Beitritt Ungarns und Sloweniens entwickelte sich der Grenzpunkt zu einer gemeinsamen Gedenkstätte der Völkerverständigung. In Slowenien ist er als Kulturdenkmal registriert. Die Station verbindet damit eine konkrete Jahreszahl mit einem späteren Wandel ihrer Bedeutung.
Auch der denkmalgeschützte alte Lehmspeicher in Eisenberg an der Raab erzählt von einer anderen Zeit: Der strohgedeckte Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert und diente einst als landwirtschaftliches Vorratslager. Über den Wanderweg „Hexenweg“ ist er erreichbar. Der Gedenkstein steht für Grenzgeschichte, der Lehmspeicher für die frühere landwirtschaftliche Nutzung – zwei unterschiedliche Blickwinkel auf die Vergangenheit.
Im Künstlerdorf Neumarkt an der Raab wird in den Atelierhäusern seit mehr als 50 Jahren Kulturgeschichte geschrieben. Im Rahmen der Sommerakademie finden Kunstkurse statt, die von international renommierten Künstlern geleitet werden. Erbe & Saponi bietet Workshops zum Seifensieden, zur Destillation von Duftpflanzen und zum Komponieren eigener Parfums an. So reichen die Kulturangebote von Kunstkursen bis zu Workshops, bei denen Duft und Pflanzen im Mittelpunkt stehen.
Hügellandschaft, Aussicht und Wege
Der Stoagupf ist ein Vulkankegel. Auf ihm befanden sich eine der ältesten neolithischen Höhensiedlungen des Burgenlandes und im Mittelalter ein Kernwerk mit einfachem Wall-Graben-System. Eine Aussichtsplattform bietet bei Tag und bei Nacht einen Blick in die umliegende Landschaft. Am Stoagupf treffen damit eine markante geologische Form, frühe Besiedlungsspuren und ein Aussichtspunkt aufeinander.
Das Wasser der Augenquelle wurde untersucht und als Trinkwasser von bester Qualität festgestellt. Der Römerweg setzt einen anderen Akzent: Er ist drei Kilometer lang und verfügt über informative Stationen. Für Ihre Planung sind das unterschiedliche Formate – eine bezifferte Wegstrecke mit Stationen oder ein Aussichtspunkt mit Blick in die Landschaft.
Wenn Sie Ihre Reise an der Sommerakademie oder an den aktuellen Funden im Römermuseum ausrichten, prüfen Sie vorab die Kurstermine beziehungsweise die Ausstellung.
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