Lackenbach: Erinnerungskultur und Natur im Blick
Unterkünfte in Lackenbach
In Lackenbach treffen unterschiedliche Zugänge zu Geschichte und Natur aufeinander. Der Jüdische Friedhof, ein Mahnmal und die Pfarrkirche erzählen von verschiedenen Kapiteln des Ortes; im Schloss setzen Ausstellungen weitere Akzente. Das Naturerlebnismuseum widmet sich den Lebensräumen der Region. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie deshalb danach entscheiden, ob für Sie eher Ortsgeschichte, Erinnerungskultur oder Naturthemen im Vordergrund stehen sollen.
Erinnerungskultur und jüdische Geschichte
Der Jüdische Friedhof Lackenbach ist verschlossen. Den Schlüssel erhalten Sie während der Amtsstunden im Gemeindeamt; prüfen Sie diese vor Ihrem Besuch, damit die Abholung in Ihre Planung passt. Der älteste bisher identifizierte Grabstein auf dem Friedhof stammt aus dem Jahr 1729. Schon dieses Datum verweist auf die lange Geschichte des Ortes, ohne dass sich der Friedhof auf einen einzelnen historischen Anhaltspunkt reduzieren lässt.
Zum jüdischen Bildungsleben in Lackenbach gehörten eine Volksschule, eine Talmud-Schule und eine freie Hochschule für Talmud und hebräische Literatur. Auch die Zugehörigkeit Lackenbachs zur fürstlich esterházyschen Gruppe der „Sieben-Gemeinden“ seit dem 18. Jahrhundert gehört zur Ortsgeschichte. Zusammen geben diese Themen unterschiedliche Perspektiven auf das religiöse und gesellschaftliche Leben früherer Zeiten.
Das Mahnmal für Rom:nja und Sinti:zze wurde 1984 unweit des ehemaligen Lagers Lackenbach errichtet. Seit 1990 finden dort jährlich im November Gedenkfeiern statt, die der Kulturverein österreichischer Roma gemeinsam mit der burgenländischen Landesregierung und der Marktgemeinde Lackenbach abhält. Wenn Sie eine Reise mit einer solchen Gedenkfeier verbinden möchten, prüfen Sie die Termine vor Ihrer Anreise.
Kirche, Schloss und Naturthemen
Die Pfarrkirche der Heiligen Petrus und Paulus wurde zwischen 1955 und 1962 nach Plänen von Johann Petermair errichtet und von Bischof Stephan László eingeweiht. Für die Ortsgeschichte stehen daneben auch die Meierhöfe: Seit dem Mittelalter bewirtschafteten sie die Eigengründe der Herrschaft Landsee-Lackenbach, vor allem zur Selbstversorgung; Überschüsse wurden verkauft. Diese historischen Bezüge unterscheiden sich deutlich von den Ausstellungen im Schloss und helfen, Lackenbach nicht nur über ein einzelnes Thema wahrzunehmen.
Im Schloss Lackenbach widmet sich das Naturerlebnismuseum der Natur. Es vermittelt mit allen Sinnen unterschiedliche Lebensräume – darunter Wälder, Felder, Flüsse und Seenlandschaften – aus verschiedenen Perspektiven. Die Ausstellung zur Jagdkultur zeigt historische Exponate aus vier Jahrhunderten der Familie Esterházy. Wer Natur und Geschichte gleichermaßen interessant findet, kann diese beiden Schlossthemen bei der Reiseplanung als unterschiedliche Schwerpunkte berücksichtigen.
Anreise und passende Unterkunftssuche
Lackenbach liegt im Mittelburgenland, nur wenige Kilometer von der ungarischen Staatsgrenze entfernt. Die Anreise ist über die S31 in Richtung Grenzübergang Deutschkreutz möglich. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist zunächst hilfreich, welche Themen Sie in Lackenbach in den Mittelpunkt stellen möchten: die Erinnerungsorte und Ortsgeschichte, die Schlossausstellungen oder die Naturthemen. So können Sie Ihre Suche nach einem Hotel oder einer anderen Unterkunft an der Ausrichtung Ihrer Reise festmachen, statt verschiedene Interessen in eine einzige Erwartung an den Aufenthalt zu packen.
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