Sirnitz-Sonnseite: Spuren ländlicher Baukultur
Unterkünfte in Sirnitz-Sonnseite
In Sirnitz-Sonnseite erzählen Getreidespeicher, Höfe und Erinnerungszeichen von der Geschichte des ländlichen Lebens. Wer auf Reisen gern Bauformen und ihre Geschichten entdeckt, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte: vom Surtmann Kasten aus dem Jahr 1737 bis zu alten Aufzeichnungen über die Wertzerhube. Auch Wanderwege und die Orte der Gemeinde Albeck geben Anlass, Kultur und Natur im eigenen Reiseplan nebeneinander zu berücksichtigen.
Speicher und Höfe mit eigener Geschichte
Der Surtmann Kasten ist ein Getreidekasten mit gemauertem Untergeschoss und zweigeschossigem Blockspeicher. Sein geschnitzter Holzbalkon trägt ein Herz- und Kelchmuster; das Gebäude stammt aus dem Jahr 1737. Die Kombination aus Speicherbau und sorgfältig gearbeitetem Balkon macht den Kasten zu einem anschaulichen Beispiel für die ländliche Baukultur der Gegend.
Das Gehöft vulgo Artzbauer gehört zu den wenigen Gehöften in der Gemeinde Albeck, die noch im Original erhalten sind. Sein Kellerteil besteht aus Natursteinmauerwerk, darüber liegt ein mehrgeschossiger Wohnbereich aus Holz. Das Gehöft liegt in Sirnitz auf der Sonnseite auf 1.095 m Seehöhe. Der Artzbauer liegt auf der Sonnseite von Sirnitz, auf 1.095 m Seehöhe.
Auch der Wertzer Kasten zeigt eine andere Form des Speicherbaus: Er steht an einem Hang und ist ein zweigeschossiger Getreidespeicher in Blockbauweise auf einem Natursteinfundament. Zur Geschichte der Wertzerhube gehören frühe schriftliche Erwähnungen im Gurker Urbar von 1326 und im Lehensverzeichnis von 1404/1407. Die Wertzerhube hatte das Schankrecht; damit verbindet sich die Deutung, dass dort im Mittelalter ein Gasthaus gewesen sein muss.
Erinnerungszeichen und historische Spuren
Am Hof vulgo Peyer stehen zwei Getreidekästen. Der obere kam vom ehemaligen Gehöft vulgo Lindner an seinen heutigen Standort, bevor dessen Gebäude im Zuge einer Flurbereinigung um 1975 abgetragen wurden. So lässt sich an einem der Speicher auch eine konkrete Veränderung der Hoflandschaft nachvollziehen.
Das Peyerkreuz ist ein großes Kastenkreuz mit Satteldach, gewellten Stirnbrettern, Rückwand und seitlichen Holzleisten; dazu gehört ein einfach gearbeitetes Kruzifix. Es wurde zum Gedenken an den Hofbesitzer aufgestellt, der bei Schlägerungsarbeiten auf der Hochrindl tödlich verunglückte. Nach Angaben der Familie Mödritscher geht das heute bestehende Kreuz auf die 1920er-Jahre zurück. So steht das Kreuz zugleich für die Bauform eines Kastenkreuzes und für das Gedenken an den verunglückten Hofbesitzer.
Auch die Pfarrkirche trägt historische Spuren: Sie wurde 1179 erstmals erwähnt und als Filiale der Mutterpfarre Altenmarkt geführt. Zu ihr gehört ein Barockkarner aus dem Jahr 1513. Die letzte Sirnitzer Wassermühle am Widitschbach wurde vom Mühlenverein restauriert und nachgebaut. Speicher, Kirche, Kreuz und Mühle eröffnen damit unterschiedliche Zugänge zur Bau- und Erinnerungsgeschichte.
Wanderwege und saisonale Unterschiede
Für Naturerlebnisse bietet die Gemeinde Albeck einen größeren Rahmen: Sie liegt im Natur- und Landschaftsschutzgebiet der Kärntner Nockberge. In der Gemeinde gibt es mehr als 200 km markierte Wanderwege, die zu Aussichtspunkten, Naturdenkmälern, Kirchen und Ruinen führen. Wer eine bestimmte Tour auswählen möchte, kann so zwischen landschaftlichen Zielen und Orten mit historischem Bezug abwägen.
Der Kneippwanderweg beginnt in Sirnitz und führt über rund 1,5 km in die Enge Gurk zu einem kleinen Wasserfall. Für Ihre Tagesplanung bietet der rund 1,5 km lange Kneippwanderweg ein klares Ziel: den kleinen Wasserfall in der Enge Gurk. Für Wintersport kommt ein anderes saisonales Thema hinzu: In Hochrindl werden die Anderleloipe und die Riaplloipe sowohl für klassischen Langlauf als auch für Skating präpariert. Die Präparierung kann saisonal variieren, daher ist es sinnvoll, den aktuellen Stand vor der Planung zu prüfen.
Sirnitz-Sonnseite als Ausgangspunkt der Reiseplanung
Albeck ist über das Gurktal mit der B 94 und der B 93 erreichbar; eine weitere Anfahrt führt von Feldkirchen über die B 93. Planen Sie die Anreise nach Albeck je nach Ausgangspunkt über das Gurktal oder von Feldkirchen aus.
Bei der Unterkunftswahl können Sie zunächst entscheiden, welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen: die Höfe und Speicher der Baugeschichte, die Wege der Gemeinde Albeck oder die saisonalen Langlaufmöglichkeiten in Hochrindl. Stimmen Sie die Lage Ihrer Unterkunft anschließend auf die Orte und Aktivitäten ab, die Sie tatsächlich einplanen möchten. Für weitere Ortsseiten im selben übergeordneten Bereich: Sirnitz, Albeck Obere Schattseite.
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