Riegersdorf entdecken: Kapellen, Fresken und alte Wege
Unterkünfte in Riegersdorf
Kurzfakten
- Im Ortsteil Riegersdorf überspannt eine rund 300 Jahre alte einbogige Steingewölbebrücke den Siebenbrünnerbach.
- Die reich bemalte Riegersdorfer Kapelle ist eine barocke Wegkapelle an der Gabelung der ehemaligen Triester Bundesstraße und der alten Wurzenpassauffahrt.
- Die Wandmalereien der Thurnbergkapelle stammen vom Anfang des 15. Jahrhunderts; dort findet alljährlich eine Maiandacht statt.
- Der Parkplatz des Bunkermuseums Wurzenpass liegt an der B109, 2,5 Kilometer vor der Staatsgrenze zu Slowenien.
Wegkapellen und Bildkunst
Die Riegersdorfer Kapelle verbindet ihre barocke Einordnung mit einer präzisen Wegorientierung: Richtungsdarstellungen weisen nach Tarvis und in Richtung Laibach. Die Wegkapelle steht an der Gabelung der ehemaligen Triester Bundesstraße und der alten Wurzenpassauffahrt. So begegnen sich in ihrer Beschreibung die Ausstattung der Kapelle und markante Richtungsbezüge. Die Wandbilder wurden 1967 restauriert. Diese Jahreszahl bezeichnet die Restaurierung, nicht die Entstehung der Bilder.
Die Thurnbergkapelle setzt einen anderen kunsthistorischen Akzent. Sie ist ein Fragment einer ehemals größeren Anlage, und ihre Wandmalereien stammen vom Anfang des 15. Jahrhunderts. An der Ostwand umfassen die Fresken eine Deesis – eine Fürbitterszene der christlichen Bildkunst, meist mit Christus im Zentrum. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Zeitebenen unterscheiden: die barocke Wegkapelle in Riegersdorf und die mittelalterlichen Wandmalereien der Thurnbergkapelle. Die Bilder bieten einen konkreten Anknüpfungspunkt, wenn Sie sich für sakrale Kunst und ihre unterschiedlichen Darstellungsformen interessieren.
Zur Thurnbergkapelle gehört auch ein wiederkehrender religiöser Anlass: Die Pfarrangehörigen treffen sich dort alljährlich zu einer Maiandacht. Zusammen mit der historischen Anlage und den Wandmalereien zeigt dieser Brauch eine weitere Seite des Ortes als religiösen Bezugspunkt. Für Reisende mit Interesse an Traditionen unterscheiden sich damit die Bildgeschichte der Kapelle und ihre wiederkehrende Bedeutung im Pfarrleben.
Kreuz und Pilgerweg
Am Krainberg steht das Krainberger Kreuz bei der Wegkapelle Maria Hilf. Es besitzt ein großes gusseisernes Kruzifix. Der Ort ist zugleich in einen überlieferten Pilgerzusammenhang eingebunden: Auf dem seit jeher von Pilgern begangenen Weg von St. Leonhard b. Siebenbrünn zum Monte Lussari kommen sie an der Wegkapelle und dem zugehörigen Krainberger Kreuz vorbei. Das stellt ein einzelnes Bildwerk in den Zusammenhang eines benannten Pilgerwegs mit klaren Endpunkten. Der Wegbezug und die Maiandacht an der Thurnbergkapelle stehen für unterschiedliche Formen religiöser Tradition.
Steinbrücke und Wurzenpass
Ein weiteres Bauwerk mit eigener Gestalt ist die rund 300 Jahre alte einbogige Steingewölbebrücke im Ortsteil Riegersdorf. Sie überspannt den Siebenbrünnerbach. Ein einzelnes Gewölbe führt über den Wasserlauf; damit unterscheidet sich die Konstruktion deutlich von den Bildprogrammen der Kapellen. Für eine kulturelle Erkundung ergänzt sie die sakralen Motive um ein Bauwerk, dessen Form sich unmittelbar beschreiben lässt.
Ein anderes historisches Thema bietet das Bunkermuseum Wurzenpass in Kärnten: Auf 11.000 Quadratmetern gibt es Einblicke in eine Bunkeranlage des Kalten Krieges. Der Parkplatz des Museums liegt an der Wurzenpass-Bundesstraße B109, 2,5 Kilometer vor der Staatsgrenze zu Slowenien. Da sich die Parkmöglichkeiten ändern können, prüfen Sie die aktuelle Parksituation vor Ihrer Anfahrt.
Weitere Reiseziele entdecken: Frießnitz, Hohenthurn, Weißenstein, Duel, Feld Am See, Rosenbach, Sankt Magdalen, St. Egyden.
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