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Pillichsdorf: Kellergassen, Kirchturm und Weinbau

Unterkünfte in Pillichsdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pillichsdorf erschließt sich über markante Zeugnisse seiner Weinbau- und Ortsgeschichte: Die drei Kellergassen, der alte Kirchturm mit dem Turmmuseum und der Kalvarienberg stehen für unterschiedliche Kapitel des Ortes. Dazu kommt die sanft hügelige Landschaft der Weingärten im Norden. Richten Sie Ihre Reise danach aus, ob Sie Architektur, archäologische Geschichte oder Weinbaukultur besonders interessiert.

Kellergassen und Weinbau

Die Pillichsdorfer Kellergassen bestehen aus der Oberen, Mittleren und Unteren Kellergasse. Zusammen umfassen sie rund 245 Presshäuser und zählen zu den größten und eindrucksvollsten Kellergassenensembles Mitteleuropas. Die drei Namen geben den Straßen des Ensembles eine klare Gliederung; die Presshäuser machen seinen Umfang greifbar.

Auch der Weinbau gehört zum Ortsbild: In der Gemeinde sind insgesamt 60 Hektar Weingärten ausgepflanzt, bewirtschaftet von 65 Weinbaubetrieben, meist im Nebenerwerb. So treffen in Pillichsdorf ein großes bauliches Erbe und eine konkrete lokale Weinbaukultur aufeinander. Die Hager-Mühle, die aus dem 14. Jahrhundert stammt, ergänzt diesen Blick auf die Geschichte des Ortes um ein weiteres historisches Bauwerk.

Kirche und Turmmuseum

Die Pfarrkirche St. Martin ist eine der ältesten und größten Kirchen der Region. Ihre Baugeschichte vereint verschiedene Epochen: Teile des Langhauses stammen aus der Romanik, der Chor entstand in der Gotik. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier also mehr als ein einzelnes historisches Datum.

Im 500 Jahre alten Kirchturm befindet sich das Turmmuseum Pillichsdorf. Mehr als 130 Exponate widmen sich Geologie, Ur- und Frühgeschichte, Mittelalter und Neuzeit. Zu den besonderen Stücken zählen ein rekonstruiertes Mondidol, ein Feuerbock aus der Frühen Eisenzeit beziehungsweise Hallstattzeit um 650 v. Chr., sowie ein restauriertes barockes Uhrwerk aus dem Jahr 1762. Die Sammlung verbindet damit unterschiedliche Zeitabschnitte an einem Ort. Führungen sind grundsätzlich nach telefonischer Voranmeldung möglich; bitte klären Sie die Führung vor Ihrem Besuch telefonisch ab.

Kalvarienberg: Archäologie und Natur

Der Tumulus „Kalvarienberg“ ist ein heute noch etwa vier Meter hoher Grabhügel aus der Hallstattzeit um 650 v. Chr. In ihm wurden eine Urne und Grabbeigaben bestattet; die Urne wird vermutlich einem lokalen Fürsten zugeschrieben. Der Tumulus ist in Niederösterreich per Verordnung denkmalgeschützt. 1959 wurde dort ein Denkmal zur Erinnerung an die Anwesenheit Kaiser Franz’ I. errichtet.

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Am Kalvarienberg kommt Federgras, auch „Frauenhaar“ genannt, als botanische Besonderheit nur hier im Ort vor. Es wächst vorwiegend auf Trockenrasen. Archäologische Zeugnisse, ein später errichtetes Denkmal und eine besondere Pflanze geben dem Ort so verschiedene Lesarten, ohne dass man seine Geschichte auf eine einzige Epoche reduzieren muss.

Spaziergänge und passende Reisepläne

Die Weingärten im Norden von Pillichsdorf liegen in einer sanft hügeligen Landschaft, die zum Spazieren einlädt. Das ergänzt die Besuche historischer Bauwerke und Sammlungen um eine landschaftliche Perspektive. Sie können den Schwerpunkt Ihrer Reise also danach wählen, ob Sie lieber Kellergassen und Weinbau, Kirchenarchitektur und Museumsstücke oder die Geschichte des Kalvarienbergs erkunden möchten.

So bleibt Raum für unterschiedliche Entdeckungen – von der weitläufigen Kellergassenanlage bis zu einzelnen Exponaten und botanischen Besonderheiten.

Weitere Orte entdecken

Wenn Sie auch andere Reiseziele erkunden möchten: Pellendorf, Gnadendorf, Schrattenberg Bei Poysdorf, Wolkersdorf Im Weinviertel, Bockfließ, Hausbrunn, Neudorf Bei Staatz, Wildendürnbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mistelbach.

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