Mödling entdecken: Wienerwald, Kultur und Wege

Mödling verbindet geschützte Waldlandschaft, Weinbau und eine ungewöhnlich dichte Kulturgeschichte. Der gesamte Mödlinger Stadtwald liegt im Landschaftsschutzgebiet Wienerwald und vollständig im Naturpark Föhrenberge. Mit rund 350 Hektar bietet er einen markanten Naturraum neben den historischen und musikalischen Themen der Stadt. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie daher Kulturstreifzüge, Wanderwege und regionale Entdeckungen in einem Aufenthalt verbinden.

Stadtwald, Naturpark und besondere Wege

Im Stadtwald finden Sie ausgewiesene Waldbadeplätze mit Liegen, darunter einen Platz beim Waldklassenzimmer oberhalb der Meiereiwiese. Der Husarentempel steht im Naturpark Föhrenberge auf 496 Metern Höhe. Er ist zugleich einer von acht Türmen der Themenwanderung „Die Türme des Wienerwaldes“. Eine Etappe dieser Wanderung führt von der Meiereiwiese in Mödling über den Husarentempel nach Gumpoldskirchen. Auch das Naturschutzgebiet Eichkogel gehört zum Naturerlebnis der Stadt; es gilt als eines der wertvollsten Trockenrasengebiete Österreichs.

Für unterschiedliche Wandertage gibt es das Mödlinger „Tut gut!“-Wandernetz mit drei Routen, die alle beim Föhrenhof beginnen. Die kurze Route ist barrierefrei und führt am Mödlinger Waldklassenzimmer sowie am Salamanderbiotop vorbei. Die längste und anstrengendste Route erschließt die meisten Staffagenbauten des Fürsten Liechtenstein, darunter den Schwarzen Turm, die Augengläser und den Johannessteig. Der Mödlinger Rundwanderweg 448 erreicht am Ende der Wanderung über die Goldene Stiege Mödling.

Burgen, Beethoven und Museen

Die Geschichte Mödling reicht an der Burg Mödling bis ins Mittelalter zurück: Eine Nebenlinie der Babenberger lebte ab 1177 auf der Burg. Während der ersten Wiener Türkenbelagerung brannte sie 1529 nieder. Der heutige Husarentempel wurde 1813 von Joseph Kornhäusel als „Tempel des Kriegsruhms“ errichtet. Damit stehen im Naturraum des Wienerwaldes verschiedene historische Zeitschichten eng nebeneinander, ohne dass sie zu einer einzigen Erzählung werden.

Auch die Musikgeschichte ist in Mödling konkret verankert. Im Hafnerhaus arbeitete Beethoven an der Hammerklaviersonate in B-Dur op. 106, den Diabelli-Variationen op. 120, den Mödlinger Tänzen und der „Missa solemnis“ op. 123. Beethoven verbrachte dort die Sommermonate 1819; ein Aufenthalt im Jahr 1818 ist nicht eindeutig erwiesen. Die Beethoven-Entdeckungsreise beginnt am Freiheitsplatz und führt über das Bezirksmuseum, die Beethovenstätten in der Achsenaugasse und der Hauptstraße bis zur St.-Othmar-Kirche. Für eine Besichtigung der Beethoven-Gedenkstätte ist eine Voranmeldung oder Terminvereinbarung erforderlich.

Das Schönberg-Haus ergänzt diese musikalische Spur. Arnold Schönberg lebte dort von 1918 bis 1925. Das Haus wird aufgrund der dort entwickelten Kompositionsmethode oftmals als „Geburtsstätte der 12-Ton-Musik“ bezeichnet; die Dauerausstellung umfasst Originalmobiliar und Originalinstrumente. Im Stadtverkehrsmuseum Mödling behandelt die Dauerausstellung die Elektrische Bahn Mödling–Hinterbrühl. Das Museum Mödling widmet sich der Entstehung der Landschaft, den Gesteinen und der Urgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern.

Stadtleben, Wein und wetterunabhängige Ziele

Das Volkskundemuseum mit Hausgarten behandelt Wald- und Landwirtschaft, Handwerk und Weinbau. Die Sammlung ist seit 1984 in einem Weinhauerhaus aus dem 16. bis 17. Jahrhundert zu sehen und zeigt eine rekonstruierte Küche des 19. Jahrhunderts mit einem „Sparherd“. Die Weingärten rund um Mödling liefern Trauben für regionstypische Weine; in den Mödlinger Heurigen lässt sich die Vielfalt dieser Weine unmittelbar erleben.

Für die Orientierung vor Ort bietet Mödling vier Audioguides mit zahlreichen Stationen im gesamten Stadtgebiet. Das Stadtbad Mödling wurde in den 1920er-Jahren errichtet, verfügt über Österreichs erste Schwimmhalle außerhalb Wiens und gilt als einziges Bad Österreichs, das den unverwechselbaren Bauhausstil bis in die Gegenwart bewahrt hat. Im Winter bietet das Stadtbad Eislaufen; auch das Hallenbad ist im Winter geöffnet. Der jährlich stattfindende Mödlinger Kultursommer ergänzt das Angebot mit einem abwechslungsreichen Programm. Die Tourismus-Informationsstelle verkauft Eintrittskarten und betreibt einen Shop für regionale Produkte.

Mobilität und weitere Ortsauswahl

Der zentral gelegene Bahnhof Mödling verbindet Mödling mit Wien und Baden. Für eine Radtour verläuft die Mödlingbach-Radroute entlang des Mödlingbachs durch Biedermannsdorf, Wiener Neudorf, Mödling und Hinterbrühl; sie ist durchgehend ausgeschildert. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie damit zwischen einem Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Mödlinger Kultur und Natur und einer weiteren Ortsauswahl im Destinationsbereich abwägen.

Zur weiteren Orientierung stehen Ihnen die Seiten zu Gumpoldskirchen, Brunn Am Gebirge, Mödling, Gruberau, Hennersdorf Bei Wien, Sittendorf Bei Wien, Grub, Wiener Neudorf, Maria Enzersdorf, Gaaden, Münchendorf, Vösendorf, Perchtoldsdorf, Hinterbrühl, Breitenfurt, Achau und Guntramsdorf zur Verfügung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niederösterreich.

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