Maria Enzersdorf: Burg, Kultur und Wienerwald
Unterkünfte in Maria Enzersdorf
Maria Enzersdorf liegt im südöstlichen Wienerwald und direkt vor den Toren der Großstadt Wien. Burg- und Schlossgeschichte, Wege im Naturpark Föhrenberge und kulturelle Entdeckungen geben dem Ort ein unverwechselbares Profil. Sie können den Aufenthalt auf Wanderwege und Aussichtspunkte ausrichten oder die historischen Bauwerke, Museen und Veranstaltungsorte in den Mittelpunkt stellen.
Burg Liechtenstein und Wege am Kalenderberg
Die Burg Liechtenstein zählt heute zu den bedeutendsten Burgenbauten des Historismus. Sie ist die Stammburg des Hauses Liechtenstein und eng mit dessen fast neunhundertjähriger Geschichte verbunden. Führungen durch die Räume werden seit 1812 angeboten; heute kann die Burg fast das ganze Jahr besichtigt werden und steht allen Neugierigen offen.
Für die Anreise zur Burg führt die Buslinie 262 von Mödling in Richtung Gießhübl bis zur Haltestelle Maria Enzersdorf Siedlungsstraße. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt. So lässt sich der Burgbesuch mit einem Blick auf die Wege am Kalenderberg verbinden, der meist einfach „Liechtenstein“ genannt wird und Teil des weitläufigen Naturparks Föhrenberge ist.
Auf dem Kalenderberg führen zahlreiche Rund- und Wanderwege mit Rastplätzen zu Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen Burg und Schloss Liechtenstein, künstliche Ruinen, das Amphitheater, Pfefferbüchsel und der Schwarze Turm. Das Amphitheater ließ Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein 1810 als Aussichtswarte errichten. Sein Aufgang wurde aus Sicherheitsgründen abgemauert. Pfefferbüchsel besteht aus den Mauerresten der Johannes- oder Pilgerkapelle, die der Fürst 1818 im Föhrenwald des Kalenderbergs errichten ließ.
Zwei „Tut Gut!“ Schrittewege setzen unterschiedliche Akzente: Route 1 führt als entspannter Rundweg durch den Wald und an der Burg Liechtenstein vorbei; Route 2 ist eine kurze Tour durch das Industriegebiet von Maria Enzersdorf. Für eine entspannte Waldrunde mit Burgbezug wählen Sie Route 1; Route 2 ist eine kurze Tour durch das Industriegebiet von Maria Enzersdorf.
Schlossräume, Kunst und Veranstaltungen
Schloss Hunyadi ist eine spätbarocke, dreiflügelige Schlossanlage. Bemerkenswerter Stuck und Malereien prägen das Gebäude, das von einem Park mit altem Baumbestand umrahmt wird. Heute dient das Schloss als Veranstaltungszentrum für Konzert- und Theateraufführungen. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei der Burg Liechtenstein: die Gestaltung einer Schlossanlage und ihre heutige Funktion als Veranstaltungsort.
Auch das Schlösschen auf der Weide bietet architektonische Details: außen wie innen zeigt es Stilelemente des Barock und des beginnenden österreichischen Rokoko. Im Marmorsaal stellt ein Deckenfresko den „Triumph der Kunst und des Handels“ dar. Es stammt von Johann Georg Schmidt, dem sogenannten „Wiener Schmidt“ (1694–1765), und trägt neben der Signatur die Jahreszahl 1730.
Im Rathauspark präsentiert der PoesiePark seit Herbst 2020 Gedichte aus verschiedenen Epochen, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Er gilt als einzigartig im deutschen Sprachraum. Damit ergänzt ein literarischer Akzent die Bau- und Kunstgeschichte des Ortes. Das Missions-Ethnographische Museum im Missionshaus St. Gabriel veranschaulicht mit zahlreichen wertvollen Exponaten Eigenheiten fremder Kulturen und die Missionstätigkeit des Ordens. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungsregelungen.
Lokale Geschichte und Bewegung
Das Feuerwehrmuseum Maria Enzersdorf widmet sich der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes. Zu sehen sind historische Geräte und Schriftstücke, Alarmierungssysteme sowie Erinnerungen und Andenken an verschiedene Einsätze. Zum Bestand gehören das Gründungsprotokoll mit Mannschaftsfotos, ein Feuerwehrrad und zwei Fahrzeugraritäten: ein Dodge Canada, Baujahr 1948, sowie ein Opel Blitz aus dem Jahr 1967.
Für Spiel-, Sport- und Erholungszwecke steht der Bevölkerung das Freizeitgelände in Maria Enzersdorf seit 1988 zur Verfügung. Zu den genannten Einrichtungen zählen ein Beach-Volleyballplatz, zwei Fußballplätze und eine Pumptrackbahn. Das Freizeitgelände ergänzt die historischen Besichtigungsziele um Angebote für Spiel, Sport und Erholung.
Der Romantikerfriedhof erinnert an Mitglieder des Wiener Romantikerkreises, deren Grabstätten dem Friedhof bald überregionale Bedeutung verschafften. Dazu gehört die Verbindung mit Clemens Maria Hofbauer (1751–1820), einem später heiliggesprochenen Redemptoristenpater. Josef Penkler, der damalige Besitzer der Herrschaft Liechtenstein, ließ die Friedhofskapelle 1785 errichten. An ihrer Ostseite haben die Franziskaner seit 1870 ihre Begräbnisstätte.
Auch religiöse Geschichte ist im Ort präsent: Das Franziskanerkloster Maria Enzersdorf ist die erste Station auf der Via sacra von Wien nach Mariazell. Die Wallfahrt zu „Maria Heil der Kranken“ besteht seit 1730. In der Pfarrkirche Maria Enzersdorf weist die Innenausstattung Merkmale des Rokoko auf.
Anreise und Unterkunft in Maria Enzersdorf
Der Bahnhof Maria Enzersdorf Südstadt liegt an der Strecke der Wiener Lokalbahn, umgangssprachlich Badner Bahn. Von dort fahren Züge in Richtung Wien Oper sowie nach Wiener Neudorf und Baden. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Zusammen mit der Busverbindung zur Burg bietet die Bahn eine weitere Orientierung für die Planung Ihrer Wege vor Ort.
Maria Enzersdorf ist ein naheliegender Suchraum, wenn Burg Liechtenstein, der Naturpark Föhrenberge und die lokalen Kulturorte Ihre Reise prägen sollen. Für die Entscheidung zwischen unterschiedlichen Unterkunftsorten können Sie überlegen, ob eher die Wege am Kalenderberg, historische Besichtigungsziele, Veranstaltungen oder die Lage vor den Toren Wiens den Ausschlag geben. So richten Sie Ihre Suche nach Hotels an den Erlebnissen aus, die Sie in den Mittelpunkt stellen möchten.
Weitere Orte zum Entdecken
Hinterbrühl, Gaaden, Breitenfurt, Brunn Am Gebirge, Gruberau, Münchendorf, Sittendorf Bei Wien, Grub
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