Klosterneuburg: Stift, Stadtgeschichte und Natur
Unterkünfte in Klosterneuburg
Klosterneuburg verbindet bedeutende Kulturorte mit Entdeckungen draußen: Im Stift führen Wege durch Museumsräume und jahrhundertealte Weinkeller, während Stadtpfade Geschichte erschließen und der Aupark Stadt und Auwald verbindet. Dazu kommen Wander- und Radrouten sowie Angebote, die Wissenschaft und Natur für Kinder anschaulich machen. Für die Wahl Ihrer Unterkunft lohnt es sich daher, zuerst auf die Erlebnisse zu schauen, die Ihre Tage prägen sollen.
Stift, Kunst und literarische Spuren
Im Stift Klosterneuburg beginnen Besichtigungen und Führungen in der Sala terrena. Das Stiftsmuseum reicht thematisch vom Babenberger-Stammbaum bis zur Galerie der Moderne. Eine andere Perspektive eröffnet die Weinkellerführung: Sie führt durch 900 Jahre Weinproduktion. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in der Stiftsvinothek Wein zu verkosten, die in einem Kellergewölbe aus dem 13. Jahrhundert liegt.
Auch Literatur und bildende Kunst haben eigene Anlaufpunkte. Der Franz Kafka-Gedenkraum befindet sich im ehemaligen Sanatorium Hoffmann, Kafkas Sterbehaus. Briefe, Fotografien, Dokumente und Erinnerungsstücke verweisen auf seine Aufenthalte in der Universitätsklinik Wien und im Sanatorium Dr. Hoffmann. Eine umfangreiche, frei benutzbare Bibliothek umfasst Werke Kafkas, Sekundärliteratur und Übersetzungen in zahlreiche Sprachen.
ALBERTINA KLOSTERNEUBURG macht einen großen Teil der Kunstsammlung des ALBERTINA Museums aus der Zeit nach 1945 öffentlich zugänglich. Im Obergeschoss werden ausgewählte Höhepunkte der Skulpturensammlung präsentiert; konkrete Ausstellungen können sich ändern. Der Wechsel von Stiftsmuseum, Gedenkraum und Kunstsammlung bietet mehrere Zugänge zu Kultur, statt den Besuch auf eine einzige Epoche oder Kunstform zu beschränken.
Stadtgeschichte zum Erkunden
Wer Geschichte lieber Schritt für Schritt entdeckt, findet zwei unterschiedliche Historienpfade. Der Rundgang „Untere Stadt“ beginnt am Niedermarkt und führt über 17 Stationen. Der Historienpfad „Obere Stadt“ umfasst 20 Stationen und ist rund 3 km lang. Beide Formate machen Stadtgeschichte zum Thema eines eigenen Rundgangs; die angegebene Länge des oberen Pfads hilft, dessen Umfang einzuordnen.
Im Stadtmuseum Klosterneuburg erzählt die Dauerausstellung „Es war einmal …“ von der Entstehung der Stadt. Sie ist kindgerecht mitgestaltet und beginnt mit zwei etwa 8.000 Jahre alten Mammutzähnen. Damit lässt sich ein Stadtthema mit einem konkreten Fund verbinden, der auch jüngeren Besucherinnen und Besuchern einen anschaulichen Einstieg bietet.
Aupark, Wanderwege und Radtouren
Der Aupark Klosterneuburg bildet ein Erholungsgebiet zwischen Stadt und Auwald. Auf dem Naturerlebnisweg vermitteln verschiedene Stationen Kindern spielerisch die Natur. Die 5,6 km lange Auparklaufstrecke eignet sich für Läuferinnen und Läufer sowie Nordic Walker. Darüber hinaus stehen in der Region Klosterneuburg 115 abwechslungsreiche Wanderungen zur Auswahl. Eine beschriebene Runde führt über Kollersteig, Leopoldsberg, Josefinenhütte und Josefsteig zurück nach Klosterneuburg; dafür sind 1,5 bis 2 Stunden angegeben.
Der Naturpark Eichenhain bietet rund 36 km markierte Wanderwege. Ein Eingang liegt in Klosterneuburg Stadt beim Oberen Stadtfriedhof. Für eine längere Radtour ist die Klosterneuburger Genussradtour eine weitere Möglichkeit: Sie ist 33,5 km lang, beginnt im Happyland, führt durch den Erlebnispark Eichenhain und bietet Ausblicke auf Klosterneuburg und die Donau. Der Routenverlauf kann aktualisiert werden. Die Wanderwege, die kürzere Auparkrunde und die längere Radtour setzen unterschiedliche Zeit- und Aktivitätsschwerpunkte.
Wissenschaft und regionale Küche
In Maria Gugging bietet das VISTA Science Experience Center eine interaktive Ausstellung, Workshops und Vorträge über die Forschung am Institute of Science and Technology Austria (ISTA). Die Ausstellung „Science in the Making – Wie entsteht das Wissen von morgen?“ kann während der Öffnungszeiten kostenlos und selbstständig erkundet werden. Workshops und Touren werden regelmäßig angeboten, sind kostenlos und erfordern eine vorherige Buchung. Das konkrete Programm kann wechseln; prüfen Sie daher vorab, was während Ihres Aufenthalts angeboten wird.
Zur regionalen Küche gehören die Klosterneuburger Buschenschanken, auch Heurige genannt. Sie bieten kulinarische Spezialitäten der bodenständigen Küche. Zusammen mit der möglichen Weinverkostung nach der Führung im Stiftskeller ergibt sich ein kulinarischer Schwerpunkt, den Sie mit Kultur- oder Naturtagen verbinden können, ohne dafür alle Programmpunkte in einen einzigen Ausflug zu legen.
Anreise und Unterkunft passend planen
Für den Weg zum Stift fährt die S-Bahn-Linie S40 vom Wiener Bahnhof Heiligenstadt in Richtung Klosterneuburg-Kierling; von dort sind es 15 Minuten zu Fuß zum Stift. Die Buslinien 400 und 401 fahren vom Bahnhof Heiligenstadt bis zur Haltestelle Klosterneuburg–Stiftsgarten. Von dort führt ein zehnminütiger Fußweg durch die Gärten zum Besuchereingang in der Sala terrena. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Weitere Ziele: Föhrenhain, Purkersdorf, Untertullnerbach, Tullnerbach-Lawies, Himberg, Fischamend Dorf, Mauerbach.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wien-Umgebung.