Haselböckau: Flusslandschaft und Wanderwege
Unterkünfte in Haselböckau
In der Haselböckau treffen eine geschwungene Flusslandschaft und Wege zu markanten Natur- und Kulturpunkten aufeinander. Die Krems mäandriert hier weitgehend unbeeinflusst; daneben prägen Feuchtflächen und Wiesen das Bild. Wer gern zu Fuß unterwegs ist, findet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die eigene Erkundung – vom Naturdenkmal bis zum Blick auf den Fluss.
Kremsauen: Fluss, Feuchtwiesen und Tierwelt
Das Naturschutzgebiet „Kremsauen“ in den Gemeindegebieten von Schlierbach und Nussbach wird als eines der ökologisch wertvollsten Gebiete bezeichnet. In der Haselböckau begleiten naturnahe Moor- und Sumpfflächen den Fluss. Auf ungefähr vier Kilometern hat die Krems einen weitgehend unbeeinflussten, sehr kurvigen Lauf bewahrt. Die Landschaft lässt sich daher nicht nur über einzelne Aussichtspunkte beschreiben: Flussbiegungen, Ufer und Feuchtflächen gehören zusammen und geben diesem Abschnitt seinen besonderen Charakter.
Auch die Uferformen verändern sich mit dem Wasser. In dem unregulierten Abschnitt der Krems bilden sich bei Frühjahrshochwässern an den Prallhängen immer wieder Steilufer. Das ist ein konkretes Landschaftsdetail, das den Blick auf die Dynamik des Flusses lenkt.
Ein Naturführer aus dem Jahr 2009 hält Beobachtungen entlang der Wanderung fest: An einer Wehranlage können Wasseramseln und Gebirgsstelzen zu sehen sein; Graureiher fliegen manchmal aus dem Bachbett der Krems oder den angrenzenden Wiesen auf. Über den Wiesen wurden wiederholt Turmfalken im markanten Rüttelflug beobachtet. Der Führer nennt die Feuchtwiesen außerdem als Lebensraum des Wachtelkönigs, auch Wiesenralle genannt, dessen Ruf manchmal schon in den Abendstunden zu hören ist. Diese Naturbeobachtungen geben der Fluss- und Wiesenlandschaft eine zusätzliche Dimension, sind aber keine Zusage für eine Sichtung bei einem bestimmten Besuch.
Wanderwege und die „1000-jährige Eiche“
Eine Wanderung durch die Wiesen- und Flusslandschaft beginnt unterhalb eines Bauernhauses vor der Holzbrücke Brandlmayrbrücke. Von dort führt zunächst ein gut befestigter Schotterweg etwa 50 Meter bis zu einer Weggabelung. An dieser Gabelung führt ein ungefähr 300 Meter langer Stichweg in Richtung des Naturschutzgebiets Kremstalauen. Die kurzen, genau benannten Abschnitte bieten eine hilfreiche Orientierung für die Planung; die Weglänge des Stichwegs ist dabei als Näherungswert zu verstehen.
Ein weiterer Anknüpfungspunkt für eine Wanderung ist der Ortsteil Wanzbach: Von dort führt ein gut beschilderter Wanderweg an der „1000-jährigen Eiche“ vorbei. Bei dem Bildstock lädt eine Sitzgelegenheit zur besinnlichen Rast ein. Der Kulturweg K10 nennt das Naturdenkmal als Sehenswürdigkeit auf halber Strecke in der Haselböckau. So verbindet sich der Weg mit einem konkreten Ziel, während der Bildstock einen eigenen Rastpunkt bietet.
Für die Wahl des Aufenthaltsorts kann entscheidend sein, welche dieser Landschaften Sie besonders interessiert: die kurvige Krems und ihre Feuchtwiesen, die Naturbeobachtungen entlang der Wanderung oder der Weg zur Eiche und zum Bildstock. Das sind unterschiedliche Gründe, Haselböckau zu Fuß zu erkunden, keine austauschbaren Stationen einer vorgegebenen Runde.
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Schlierbach, Nußbach, Wartberg an der Krems, Molln, Pettenbach, Kirchdorf An Der Krems, Grünburg und Leonstein.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kirchdorf An Der Krems.