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Molln: Maultrommel, Kultur und Steyrschlucht

Unterkünfte in Molln

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Molln lässt sich über zwei sehr unterschiedliche Seiten entdecken: eine ausgeprägte Handwerks- und Kulturgeschichte und die Landschaft der Steyrschlucht. Dazu kommen besondere Orte wie die Wallfahrtskirche Frauenstein und die Rinnende Mauer. Wer eine Reise plant, kann so zunächst entscheiden, ob Kultur, sakrale Kunst oder eine markante Flusslandschaft den stärksten Reiz ausübt.

Maultrommel und Handwerkstradition

Die Erzeugung der Mollner Maultrommel wurde 2014 von der österreichischen UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Das Wilderer Museum Molln präsentiert die Geschichte der Wilderei vom Mittelalter bis zur Gegenwart und behandelt auch die Ereignisse des Mollner Wildererdramas. Daneben verbindet das Museum Ausstellungen zu Holzhandwerk und Eisenverarbeitung mit der Tradition der Maultrommelherstellung in Molln. Die Themen reichen damit von einem besonderen Handwerk bis zu historischen Ereignissen und Arbeitswelten. Für Kulturinteressierte ist diese Verbindung ein prägnanter Zugang zur Geschichte des Ortes: Die Maultrommel steht nicht für sich allein, sondern begegnet im Museum weiteren Formen des Handwerks und der Mollner Geschichte.

Steyrschlucht und Rinnende Mauer

Der Rinnende-Mauer-Schluchtweg verläuft im Naturschutzgebiet Steyrschlucht entlang der Steyr, nahe am Fluss und unter oft überhängenden Konglomeratwänden. Bei der Rinnenden Mauer bildet eine Traufquelle auf etwa 50 Metern Länge einen feinen Wasservorhang. Die Konglomeratwände am Steilabfall der Steyr gelten als eindrucksvolle geomorphologische Besonderheit des Alpenraums. Hier treffen ein gut wahrnehmbares Naturphänomen und eine geologische Besonderheit aufeinander: Der Wasserfilm beschreibt die Rinnende Mauer, während die Konglomeratwände den landschaftlichen Zusammenhang prägen. Wer Molln wegen seiner Kulturthemen in Betracht zieht, findet in der Schlucht damit einen ganz anderen Schwerpunkt – Flusslandschaft und Erdgeschichte statt Museum und Handwerk.

Frauenstein: Wallfahrtskirche und Kunst

Die Wallfahrtskirche Frauenstein steht auf einem 502 Meter hohen Hügel jenseits der Steyrschlucht. Besonders bekannt ist sie für eine Schutzmantelmadonna, die Gregor Erhart zugeschrieben wird. Die Kirche birgt außerdem einen der bedeutendsten Kulturschätze Oberösterreichs, der auf Maximilian I. zurückgeht. Diese Verbindung aus markanter Lage, religiöser Kunst und historischem Bezug setzt einen eigenen Akzent neben den Themen des Wilderer Museums. Während dort Wilderei, Holzhandwerk und Eisenverarbeitung im Mittelpunkt stehen, führt Frauenstein zu sakraler Kunst und einer bedeutenden Überlieferung. Während der Öffnungszeiten ist der Besuch kostenlos; freiwillige Spenden sind erbeten. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.

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Welche Seite Mollns soll die Reise prägen?

Interessieren Sie sich besonders für Handwerk und Geschichte, gibt das Wilderer Museum einen anderen thematischen Schwerpunkt als Frauenstein mit seiner Schutzmantelmadonna. Die Steyrschlucht wiederum lenkt den Blick auf Flusslandschaft und Geologie. Diese Unterschiede bieten eine konkrete Orientierung, bevor Sie Hotels vergleichen: Überlegen Sie, welche dieser Seiten Sie bei Ihrer Reise am stärksten erleben möchten. So beginnt die Suche nicht mit einer pauschalen Vorstellung von Molln, sondern mit Ihren eigenen Interessen. Die verschiedenen Themen lassen sich außerdem nebeneinander betrachten, ohne sie zu einer einzigen Sehenswürdigkeit oder einem gemeinsamen Besuchsprogramm zusammenzufassen.

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