Ramingstein: Burgen, Erzwege und Kulturlandschaft

Ramingstein verbindet eindrucksvolle Zeugnisse des Bergbaus mit einer Landschaft im Biosphärenpark Lungauer Nockberge. Wer hier eine Unterkunft sucht, entdeckt einen Ort, an dem Burgengeschichte, Erzwege, historische Eisenverarbeitung und regionale Feste eng nebeneinanderstehen. Die Erlebnisse reichen von einem Rundgang durch mehrere Epochen auf Burg Finstergrün bis zu Wegen, die zu Relikten des ehemaligen Abbaugebiets führen.

Burg Finstergrün und drei Epochen auf einem Rundgang

Ein prägendes Ziel ist die Burg Finstergrün. Sie steht südlich von Ramingstein auf einer steil ansteigenden Felsnase in 1.080 Metern Seehöhe. Auf der Burg gibt es einen etwa einstündigen Rundgang, der drei unterschiedliche Abschnitte ihrer Geschichte miteinander verbindet: die alte Burg aus der Ritterzeit, die spätere gräfliche Burg der Familie Szápáry und die heutige Kinder- und Jugendburg. Für Familien, die Kultur nicht nur über Jahreszahlen kennenlernen möchten, entsteht so ein anschaulicher Zugang zu verschiedenen Nutzungen und Epochen desselben Ortes.

Erzwege zwischen Stollen, Halden und Eisenverarbeitung

Die Bergbaugeschichte lässt sich in Ramingstein auch zu Fuß erschließen. Der Erzweg „Altenberg“ beginnt direkt in Ramingstein. Der Erzweg „Kendlbruck“ nimmt seinen Ausgang am Erlebnisspielplatz Kendlbruck und führt an einem Nachbau eines alten Pochwerks sowie an der historischen Schmelzhüttenanlage „Hochofen Kendlbruck“ vorbei. Außerdem führt der Erzweg an der Burg Finstergrün vorbei und weiter zu Stollen und Halden des Abbaugebiets. Damit liegen auf den Wegen nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern verschiedene Spuren der Gewinnung und Verarbeitung von Erz.

Die Schmelzanlage Kendlbruck zählt zu den wertvollsten Denkmälern des alpenländischen Eisenwesens. Zu ihr gehören ein 20 Meter hoher Flossofen und zwei Feuer in einer Esse. Das noch relativ gut erhaltene Stollensystem des Altenberg-Reviers in Ramingstein sollte zu einem Stollenlehrpfad ausgebaut und als Schaubergwerk für Besucher zugänglich gemacht werden. Diese geplante Perspektive gehört zur Geschichte des Ortes, während die vorhandenen Wege und historischen Anlagen bereits die unterschiedlichen Seiten des Bergbaus sichtbar machen.

Landschaft, Radroute und Mobilität

Ramingstein liegt eingebettet im Biosphärenpark Lungauer Nockberge. Wer die Umgebung mit dem Fahrrad erkunden möchte, kann den Mur-Radweg von der Sticklerhütte oder vom Ortszentrum von Muhr bergab über St. Michael, St. Margarethen, Unternberg und Tamsweg nach Ramingstein verfolgen. Die Route verbindet damit mehrere Ortsnamen und endet in Ramingstein; sie ergänzt die kürzeren, stark auf die lokale Bergbaugeschichte ausgerichteten Erlebnisse um eine längere Streckenperspektive.

Für die Mobilität vor Ort bedient das bedarfsorientierte Lungau Shuttle Ramingstein unter anderem auf der Linie TW 302 nach Madling Bahnhof und auf der Linie TW 304 zum Bahnhof Ramingstein-Thomatal. Für Ihre Reiseplanung steht damit neben den beschriebenen Wegen auch ein dokumentiertes Shuttleangebot mit zwei genannten Linien zur Verfügung.

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Feste und weitere Ziele für Ihre Recherche

Zu den aktuell in Ramingstein stattfindenden Festen zählen der Kendlbrucker Prangtag und das Erntedankfest. Sie ergänzen die dauerhaft präsenten Themen Burg, Eisenwesen und Bergbau um Anlässe, bei denen regionale Traditionen im Mittelpunkt stehen.

Wenn Sie Ramingstein mit weiteren Orten vergleichen möchten, können Sie Ihre Recherche mit Zankwarn, Hinterweisspriach, Mauterndorf, Unternberg, Sankt Michael Im Lungau, Göriach, Tamsweg und Sankt Margarethen Im Lungau fortsetzen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tamsweg.