Soboth entdecken: Wanderdorf, Stausee und Glasgeschichte
Soboth liegt an den südwestlichen Ausläufern der Koralpe im Dreiländereck Steiermark–Kärnten–Slowenien. Der Ort verbindet Wanderrouten, Wassererlebnisse und historische Spuren zu einer vielseitigen Grundlage für Ihre Reiseplanung.
Wandern mit mehreren Ausgangspunkten
Das Jakobihaus dient als Wanderbasis und Ausgangspunkt für die Wanderungen im Wanderdorf Soboth. Von hier startet auch die Tour „Wild Wandern Feistritzbach“, die den Feistritzbach aufwärts führt. Das Wanderangebot reicht vom Almengebiet der Koralpe über das Wanderdorf bis in das südweststeirische Weinland. Damit finden Sie in Soboth nicht nur einen einzelnen Rundweg, sondern verschiedene Landschaftsbezüge innerhalb des dokumentierten Wanderangebots.
Auch überregionale Wege führen durch die Gegend. Der Nord-Süd-Weg 05 ist ein Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E6. Die Via Alpina führt von Lavamünd in das Wanderdorf Soboth an der Grenze zu Kärnten. Wer eine anspruchsvollere Variante mit dem Fahrrad sucht, findet mit der Soboth Erlebnistour 125 eine anspruchsvolle Mountainbike-Tour mit stillen Kraftplätzen, alpinen Ausblicken und einem Bike-Abenteuer.
Stausee Soboth und Erlebnisse für verschiedene Tage
Der Stausee Soboth eröffnet ein anderes Urlaubsthema als die Wege an der Koralpe. Dort gibt es Möglichkeiten zum Tauchen, Baden, Bootfahren, Segeln, Surfen und Campen. Beim Freizeitzentrum befinden sich außerdem ein Camping-Stellplatz und ein Zeltplatz direkt am See. Für die Wahl Ihrer Unterkunft kann deshalb eine Rolle spielen, ob Sie den Schwerpunkt auf Wanderungen oder auf Tage am Wasser legen möchten.
Im Herzen des Wanderdorfes liegt der Erlebnisweg „Weg der Wandlungen“. Er bietet Familien und Abenteuerlustigen viele Erlebnisstationen und ergänzt die längeren Wanderangebote um eine Route mit einzelnen Stationen. Eine weitere Möglichkeit ist der Maria Erscheinungsweg. Dieser Rundweg führt steil bergab zur Mariengrotte am Feistritzbach und anschließend mittelschwer bergauf zu einer Wallfahrtskirche. Die beiden Wege unterscheiden sich damit deutlich in ihrem Verlauf und in der beschriebenen körperlichen Anforderung.
In der Untersoboth beim Kulma startet die Ponytrekking-Aktivität. Dieser konkrete Ausgangspunkt ergänzt die Angebote am Jakobihaus und am Stausee um eine weitere Möglichkeit, Soboth zu erleben. Wenn Sie Ihre Tage mit Kindern planen, ist besonders der „Weg der Wandlungen“ ausdrücklich als Erlebnisweg für Familien und Abenteuerlustige beschrieben; das Ponytrekking startet unabhängig davon in der Untersoboth.
Kirchen und die Glasgeschichte der Region
Zur kulturellen Orientierung gehört die Pfarrkirche Hl. Jakobus der Ältere. Sie ist seit 1545 genannt und wurde 1702–1704 erbaut. In Zambichl befindet sich die Filialkirche St. Leonhard, die zwischen 1645 und 1653 erbaut wurde. Beide Kirchen stehen für unterschiedliche historische Angaben und sollten bei einer kulturellen Erkundung nicht zu einer einzigen Sehenswürdigkeit zusammengefasst werden.
Der Glashütten Rundweg beginnt im Ort Soboth und führt an den Ruinen der Oberen Glashütte vorbei. Dabei gibt er Einblick in die Glasblütezeit der Region. Außerdem führt der Weg am historischen Kalkofen vorbei, der die nahegelegene ehemalige Glashütte versorgte. Die Verbindung aus Wegverlauf, Ruinen und Kalkofen macht die frühere Glasproduktion als eigenes Thema innerhalb des Sobother Ausflugsangebots sichtbar.
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