Premstätten: Historische Kulturdenkmäler und Schlossgeschichte
Unterkünfte in Premstätten
Historische Orte mit eigener Form
Premstätten bietet einen kulturhistorischen Zugang zur Umgebung von Vasoldsberg. Besonders eigenständig wirkt der Klingensteiner Achteckstadl: Der denkmalgeschützte historische Getreidespeicher besitzt einen achteckigen Grundriss und fällt damit schon durch seine Bauform aus dem Gewohnten. Seine achteckige Bauweise mit kunstvoll gestalteten Ziegelornamenten hatte im 19. Jahrhundert eine praktische Aufgabe. Der Bau diente als Trocknungsraum für Getreide und Heu.
Auch seine Stellung in der österreichischen Denkmalgeschichte ist bemerkenswert. Der Klingensteiner Achteckstadl war das erste ländliche Bauwerk Österreichs, das unter Denkmalschutz gestellt wurde. Wer sich für regionale Baukultur interessiert, findet hier deshalb nicht nur ein ungewöhnliches Gebäude, sondern auch ein Beispiel dafür, wie landwirtschaftliche Architektur historische Bedeutung erhalten kann.
Denkmäler im Katastralgebiet Premstätten bei Vasoldsberg
Zum kulturhistorischen Bild gehören mehrere klar benannte Denkmäler. Schloss Klingenstein und die Böschungsmauer stehen im Katastralgebiet Premstätten bei Vasoldsberg durch Bescheid unter Denkmalschutz. Ebenfalls in diesem Katastralgebiet liegt die Katharinen-Kapelle in Premstätten 6, die ebenfalls durch Bescheid unter Denkmalschutz steht. Die Ortskapelle Premstätten ist dem Katastralgebiet Premstätten bei Vasoldsberg zugeordnet.
Diese unterschiedlichen Bauwerke geben dem Ort mehrere historische Anknüpfungspunkte: Schloss, Kapellen, Mauerwerk und der besondere Getreidespeicher stehen jeweils für eine andere Facette der regionalen Geschichte. So lässt sich Premstätten thematisch über Architektur und Denkmalpflege erschließen, ohne den Ort auf nur eine Sehenswürdigkeit zu reduzieren.
Ruhige Umgebung und Kulturveranstaltungen
Der Klingensteiner Achteckstadl ist von einer ruhigen, naturnahen Umgebung umgeben. Sie eignet sich für entspannte Spaziergänge, Familienausflüge und Entdeckungstouren abseits des Trubels. Für Familien kann dieser Charakter einen angenehmen Kontrast zu einem dicht gefüllten Ausflugstag bilden: Die Umgebung verbindet den Blick auf ein ungewöhnliches Baudenkmal mit Raum für ruhigere gemeinsame Momente.
Der Achteckstadl dient außerdem als Kulisse für Kulturveranstaltungen, darunter das traditionelle Sommerkonzert „Musik in Krumegg“. Damit steht der Ort nicht nur für vergangene Nutzung und Denkmalpflege, sondern auch für eine Verbindung von historischer Architektur und kulturellem Leben.
Schlossgeschichte und Landschaftsbezug
Vasoldsberg gilt als Tor zum Hügel- und Schöcklland und erweitert den kulturhistorischen Blick um einen landschaftlichen Bezug. Schloss Vasoldsberg wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut. Zur Schlossgeschichte gehört auch die urkundlich 1450 erwähnte Johanneskapelle. Der Sakristeiraum von Schloss Vasoldsberg und die Johanneskapelle wurden stark verändert und sind heute nur noch an ihren Gewölben und Pfeilern erkennbar.
Gerade diese sichtbaren baulichen Spuren machen die Schlossgeschichte vielschichtig: Neben erhaltenen Formen stehen auch Veränderungen im Lauf der Zeit. Zusammen mit den Kapellen, Schloss Klingenstein und dem Achteckstadl entsteht so ein Ziel für alle, die Premstätten und Vasoldsberg über konkrete historische Details kennenlernen möchten.
Weitere Orte zur Orientierung
Für die weitere Erkundung stehen außerdem die Ortsseiten von Neudorf, Laßnitzhöhe, Hart, Sankt Bartholomä, Dobl, Hausmannstätten, Deutschfeistritz und Hönigtal zur Verfügung.
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