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Riegersdorf entdecken

Unterkünfte in Riegersdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Riegersdorf verbindet eine vielschichtige Ortsgeschichte mit einer klar geprägten Lage in der Feistritzniederung. Wer hier eine Unterkunft sucht, findet einen Ort, dessen Besonderheiten weniger in großen Einzelattraktionen als in historischen Spuren, Gewässern, Siedlungsformen und dem Umfeld von Großwilfersdorf liegen. Die Ortskapelle, alte Urkunden, die beiden begrenzenden Bäche und der Wanderweg Marbachgraben ergeben unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die eigene Reiseplanung.

Ortsgeschichte zwischen Urkunden und Kapelle

Die Geschichte des Ortes reicht in mehrere belegte Zeitstufen zurück. Der Name Rugersdorfer wurde 1265 erstmals in einem Schriftstück genannt. Eine Urkunde aus dem Jahr 1400 nennt Niclas der Riegerstorffer; die erste urkundliche Nennung von Riegersdorf erfolgte im Jahr 1405. Bereits 970 gehörte Riegersdorf zusammen mit Fürstenfeld zur Marchia Caretana, der Mark an der mittleren Mur, aus der die Steiermark hervorging. Die Gründung von Riegersdorf wird aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Rudiger verbunden, der 1128 als Gründer von Rovdgerestorf, dem heutigen St. Johann in der Haide, genannt wurde.

Auch einzelne Besitz- und Wirtschaftsverhältnisse sind überliefert. Ein weiterer Teil von Riegersdorf wurde 1612 von Bernhardin von Herberstein erworben. Sechs Huben und drei Hofstellen wurden in Riegersdorf jahrhundertelang von den steirischen Landesfürsten als Lehen vergeben. Niclas der Riegerstorffer, der Stadtrichter in Fürstenfeld war, schenkte dem dortigen Augustiner-Konvent eine Mühle in Riecherstorff. Im Gebiet des Schmiedbachs wurden Söllner-Häuseln, also Kleinwirtschaften, errichtet; Schmied war in Riegersdorf außerdem ein historisches Gewerbe.

Ein konkreter Orientierungspunkt ist die Ortskapelle. Sie befindet sich an der Adresse Riegersdorf 8, 8264 Großwilfersdorf und steht aufgrund einer Verordnung unter Denkmalschutz. Für das historische Ortsbild sind außerdem der Josephinische Kataster von 1787 und der Franziszeische Kataster von 1823 aufschlussreich: Beide weisen in Riegersdorf zwei Häuserzeilen aus, die in ihrem Kern vollkommen identisch sind.

Feistritzniederung, Bäche und Wanderweg

Riegersdorf wurde auf einer Erhebung in der Feistritzniederung errichtet, wodurch eine Gefährdung durch die Feistritz ausgeschlossen wurde. Die Gewässer bilden bis heute eine präzise geografische Einordnung des Ortes: Der Schmiedbach begrenzt Riegersdorf im Norden und mündet in die Feistritz. Im Süden übernimmt diese Funktion der Marbach, der ebenfalls in die Feistritz mündet.

Für die Reiseplanung ist außerdem der Wanderweg Marbachgraben relevant, der durch das Gemeindegebiet von Riegersdorf verläuft. Damit lässt sich die Ortsgeschichte mit einer konkreten Landschaftsbezeichnung verbinden, ohne Riegersdorf auf ein einzelnes Ausflugsziel zu reduzieren.

Umfeld und Standortwahl

Wer Riegersdorf als Standort prüft, sollte den Zusammenhang mit der Gemeinde Großwilfersdorf einbeziehen. Großwilfersdorf liegt westlich von Fürstenfeld in der Nähe der Südautobahn A2 und wird mindestens stündlich vom RegioBus Graz–Fürstenfeld bedient. In der Gemeinde gibt es Gastronomiebetriebe und zahlreiche Buschenschänken.

Weitere Orte für Ihre Recherche

Wenn Sie neben Riegersdorf weitere Ortsziele vergleichen möchten, finden Sie hier Burgau (Burgau), Eichberg (Eichberg), Buch-Geiseldorf (Buch-Geiseldorf), Tiefenbach Bei Kaindorf (Tiefenbach Bei Kaindorf), Sankt Lorenzen Am Wechsel (Sankt Lorenzen Am Wechsel), Maierhofbergen (Maierhofbergen), Ilz (Ilz) und Pöllauberg (Pöllauberg).

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hartberg-Fürstenfeld.

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