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Ranten: Brauchtum, Wege und Natur im Rantental

Unterkünfte in Ranten

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ranten liegt am Südrand der Niederen Tauern im Rantental und verbindet alpine Landschaft mit ungewöhnlich viel sichtbarer Kulturgeschichte. Der Dorfplatz ist dabei ein guter Orientierungspunkt: Hier beginnt beziehungsweise endet nicht nur manches örtliche Erlebnis, sondern hier befindet sich auch der zentrale Ausgangs- und Einstiegspunkt für Wandertouren und die Langlaufloipe.

Martin Zeiller und die Geschichte des Ortes

Ein besonderes Zeichen für Rantens literarisches Erbe ist der Martin Zeiller Pfad. Die Gemeinde setzte dem in Ranten geborenen Reiseschriftsteller 1989 ein Denkmal. Entlang des Weges stehen sieben vom Künstler Alfred Schlosser gestaltete Meilensteine. In den Stein sind Reiseempfehlungen aus M. Zeillers „FIDUS ACHATES“ eingehauen. Der Martin Zeiller Garten am Dorfplatz erinnert ebenfalls an Martin Zeiller (1589–1661), der als einer der ersten Reisejournalisten der Welt gilt und den ersten deutschsprachigen Reiseführer „Fidus Achates“ verfasste.

Auch die Pfarrkirche macht mehrere Epochen auf engem Raum sichtbar. Die katholische Pfarrkirche Ranten weist romanische, gotische und später hinzugekommene barocke Bauelemente auf. Sie wurde im frühen Mittelalter um 1100 für den weitläufigen Pfarrbereich des Ranten- und Katschtales errichtet. An ihrer Außenseite befindet sich außerdem ein aus drei Bildern bestehender protestantischer Freskenzyklus. Pfarrer Martin Zeiller sen. gab ihn im Spannungsfeld der Reformationszeit in Auftrag; etwa 1560 bis 1570 führte der Kärntner Maler Wenzel Aichler die Fresken in Freskotechnik aus.

In Rinegg steht die Wallfahrtskirche Maria Schutz. Sie wurde von 1947 bis 1950 als Messkapelle für die damals eigenständige Gemeinde Rinegg und als Kriegerdenkmal errichtet.

Ein außergewöhnliches Faschingsbrauchtum

Das Rantener Faschingrennen gehört zu den ältesten Bräuchen der Steiermark und wurde 2011 in das UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Am Faschingsmontag versammelt sich eine große Schar verkleideter Männer am Dorfplatz. Um 5.00 Uhr laufen die Faschingrenner mit Kuhglocken- und Schellenklängen los, um den Winter auszutreiben. Am Faschingsdienstag klingt das Rennen am Dorfplatz mit der Faschingshochzeit aus, bei der ausschließlich Männer eine Hochzeit darstellen.

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Wandern, Reiten und Langlaufen

Für aktive Tage gibt es in Ranten ein gut markiertes Netz von Wander- und Reitwanderwegen. Ausgedehnte Spaziergänge sind entlang des Rantenbachs möglich. Auch der Rantenradweg R63 erreicht kurz vor dem Zielort entlang des Rantenbachs und abseits der Bundesstraße den Ort. Vor der Ortschaft Tratten verläuft der Radweg auf etwa 500 m über die Bundesstraße – ein konkretes Detail, das bei der Orientierung auf dieser Route berücksichtigt werden kann.

Im Winter steht in Ranten ein ausgedehntes Langlaufnetz zur Verfügung. Wer diese ruhige Form der Bewegung bevorzugt, findet den maßgeblichen Einstieg am Dorfplatz, der zugleich als Ausgangspunkt für Wandertouren dient.

Der Rottenmanner Teich als ruhiger Ausflugsort

Der Rottenmanner Teich ist ein neu angelegter Landschaftsteich mit 3 ha Wasserfläche und ein ökologisch wertvolles Landschaftselement. Um den See kann man eine Runde spazieren, auf den vorhandenen Bänken verweilen und die Natur genießen. Der Teich eignet sich für einen Familienausflug. Er gilt außerdem als Fischer- und Naherholungsparadies; genannt werden Karpfen bis zu 10 kg, Amur, Stör, Hecht, Zander und Welse.

Für die weitere Orientierung im regionalen Umfeld stehen Ihnen außerdem Stadl An Der Mur, Mariahof, Sankt Ruprecht Ob Murau, Sankt Lambrecht, Krakauhintermühlen, Falkendorf, Schönberg-Lachtal und Sankt Blasen zur Verfügung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Murau.

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