Bad Häring: Sonnenplateau und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Bad Häring
Bad Häring liegt auf einem Sonnenplateau über dem Inntal, umgeben von Wiesen und Wäldern. Der Tiroler Bäderkurort erzählt zugleich von einer langen Bergbaugeschichte. So treffen hier verschiedene Seiten des Ortes aufeinander: die Landschaft, die Kurtradition und Wege, auf denen Sie mehr über die lokale Geschichte erfahren können.
Kurgeschichte und Bergbau im selben Ort
Bad Häring ist der erste Bäderkurort in Tirol. Ein historischer Ausgangspunkt dafür war eine Schwefelquelle: Bei einer Tiefbohrung wurde sie 1951 in 300 Metern Tiefe angetroffen und 1953 als Heilquelle anerkannt. Diese Daten geben der Kurgeschichte einen konkreten Bezug zum Ort, ohne dass sie den Blick auf dessen ältere Bergbaugeschichte verdrängen.
Der Kohleabbau in Häring begann 1760; der erste Stollen wurde 1769 angeschlagen. Der einstige Bergbau war mit Abstand der wichtigste Braunkohlebergbau in Westösterreich. Seit 1965 heißt der Ort Bad Häring. Auf dem Themenweg „Bergbau“ erfahren Sie mehr über die Geschichte des früheren unterirdischen Braunkohleabbaus. Das Bergbaumuseum Bad Häring ist derzeit wegen eines Umbaus nicht zugänglich; der Themenweg bietet einen eigenen Zugang zum historischen Thema.
Kirchen und Themenwege
Auch die Baugeschichte lässt sich an konkreten Daten ablesen: Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1506 im spätgotischen Stil erbaut und 1732 sowie 1877 verlängert. Die Hildegardkapelle gehört zum Kurzentrum und ist das jüngste Gotteshaus in Bad Häring. Damit stehen zwei sehr unterschiedliche zeitliche Bezüge nebeneinander: die spätgotische Pfarrkirche und die jüngere Kapelle.
Für eine andere Art der Entdeckung gibt es den Themenweg „Erlebnis der Sinne“. Seine sechs Stationen sprechen alle fünf Sinne an. Wenn Sie lieber eine kurze, klar benannte Route in die Tagesplanung aufnehmen möchten, ist der Rück Dich Gesund Pfad eine weitere Möglichkeit: Der leichte Wanderweg ist 0,9 Kilometer lang und führt von der Fleckstraße zum Wasserfall Bad Häring.
Wasserfall, Moor und saisonaler Rundweg
Der Häringer Wasserfall ist etwa 20 Meter hoch und liegt mitten im Wald, unweit des Ortszentrums. Eine Wanderung zum Wasserfall beginnt nahe der Pfarrkirche und der Volksschule; in diesem Startbereich steht ein öffentlicher Parkplatz zur Verfügung. Der Rück Dich Gesund Pfad führt von der Fleckstraße zum Wasserfall. Prüfen Sie vor einer Wanderung die Wegbedingungen.
Eine weitere Wanderoption führt zum Haslacher Moor. Vom Ortszentrum oder vom Kurpark aus erreichen Sie es über den Gesundheitsweg nach etwa zwei Kilometern. Je nach Jahreszeit können die Bedingungen beim Gehen variieren. Der Krippenspaziergang setzt einen anderen Akzent: Der leichte, 2,5 Kilometer lange Rundweg beginnt und endet an der Kirche St. Johannes der Täufer und ist ein traditioneller Adventspaziergang.
Anreise und passende Unterkunft
Kufstein und Wörgl sind von Bad Häring aus in 10 bis 15 Minuten mit dem Bus oder dem Auto erreichbar; die Fahrzeit kann variieren. Die Regionalbuslinie 4026 hat ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Wörgl und bedient die Haltestelle „Bad Häring Dorf“. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor der Fahrt. So können Sie bei Ihrer Planung abwägen, ob Sie die Wege und die Ortsgeschichte in den Mittelpunkt stellen oder auch Kufstein und Wörgl einbeziehen möchten.
Wenn Ihnen besonders die Geschichte des Ortes wichtig ist, können Sie Pfarrkirche, Bergbauthema und Kurgeschichte in Ihre Auswahl einbeziehen. Suchen Sie ein Hotel in Bad Häring, lässt sich die Wahl des Aufenthaltsortes so an den Erlebnissen ausrichten, die Sie während Ihrer Reise entdecken möchten.
Weitere Orte zum Entdecken: Kirchbichl, Wildschönau, Brixlegg, Oberau Wildschönau, Mühlthal, Breitenbach Am Inn, Rattenberg und Brandenberg.
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