Kundl entdecken: Kundler Klamm, Kultur und Natur
Kundl verbindet eine markante Schluchtlandschaft mit geschützter Natur, Sakralbauten und Spuren der Bergbaugeschichte. Besonders charakteristisch ist die Kundler Klamm: Die Wildschönauer Ache durchquert Kundl, verläuft durch das Hauptsiedlungsgebiet und fließt durch die markante Kundler Klamm, bevor sie in den Inn mündet. Am Eingang zur Kundler Klamm liegt die als Denkmal geschützte Burgruine Kundlburg.
Die Kundler Klamm auf unterschiedlichen Wegen erleben
Die Wanderung durch die Kundler Klamm verläuft auf einem breiten, nur leicht ansteigenden und kinderwagentauglichen Weg. Damit ist die Strecke auch dann eine interessante Option, wenn Sie mit Kindern unterschiedlichen Alters unterwegs sind oder einen unkomplizierten Ausflug bevorzugen. Im Sommer verkehrt außerdem mehrmals täglich ein Bummelzug durch die Kundler Klamm. Er fährt vom Bahnhof Schlucht nach Mühltal und zurück. So stehen für denselben Landschaftsraum zwei klar unterschiedliche Besuchsformen zur Verfügung: eine Wanderung auf dem breiten Weg oder eine Fahrt mit dem saisonal eingesetzten Zug.
Ein eigener Naturakzent sind die „Söller Wiesen“. Der geschützte Landschaftsteil umfasst mit Kern- und Pufferzone 44 Hektar und ist ein im Osten des Marktgemeindegebiets von Kundl gelegenes Feuchtgebiet. Die genaue Einordnung als Feuchtgebiet und die Unterteilung in Kern- und Pufferzone unterscheiden diesen Landschaftsraum deutlich von der Schlucht entlang der Wildschönauer Ache.
Geschichte, Denkmäler und Kirchen
In Kundl begegnen Ihnen mehrere geschützte Baudenkmäler. Dazu gehören der Gasthof Post, das Widum mit Ummauerung und die Kundler Klamm-Brücke. Auch die Geschichte des Bergbaus gibt dem Ort ein eigenes historisches Profil: Im 15. und 16. Jahrhundert gewann der Abbau von Silber, Kupfer und Kobalt in Kundl an Bedeutung. Im Ort entstand damals das Hütten- und Schmelzwerk „Kundler Ofen“.
Zur sakralen Kultur gehört die gotische Wallfahrtskirche St. Leonhard. Die St.-Leonhards-Kirche am westlichen Ortseingang ist ein herausragendes spätgotisches Monument. Alljährlich am ersten Sonntag im November findet in Kundl die Prozession Leonhardiritt zum Gedenken an den heiligen Leonhard statt. Ein anderes architektonisches Kapitel verkörpert die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt: Sie wurde von 1734 bis 1736 anstelle einer gotischen Kirche als barocker Neubau errichtet.
Steine, Mineralien und eine weitere Möglichkeit für den Tag
Das Haus der Steine dient als Ausstellungs- und Verkaufsraum für Steine und Mineralien. Dort sind tiefgrüner Malachit, Azurit, Serpentin, fossile Versteinerungen und seltenes buntes Konglomerat zu sehen. Im Haus der Steine können Konglomerate und andere Gesteine außerdem geschliffen oder zu Gebrauchsgegenständen verarbeitet werden. Für Ihre Auswahl zwischen Naturerlebnis und Kultur bietet Kundl damit nicht nur die Schlucht, sondern auch einen Ort, an dem die geologischen Materialien sichtbar und bearbeitbar werden.
Das Freischwimmbad Kundl verfügt über ein Sportbecken, ein Kinderbecken und eine Wasserrutsche.
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Ergänzend zu Kundl können Sie auch Rettenschöss, Gränzing, Ebbs, Oberau, Münster, Mariastein, Scheffau Am Wilden Kaiser und Radfeld erkunden.
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