Sankt Jakob in Defereggen

Sankt Jakob in Defereggen verbindet geschützte Natur, Wassererlebnisse und eine bemerkenswerte Geschichte. 123 km² der Gemeindefläche stehen im Nationalpark Hohe Tauern unter Naturschutz. Dazu kommen der Oberhauser Zirbenwald, der als größter geschlossener Zirbenwald der Ostalpen gilt, sowie Angebote für unterschiedliche Urlaubstage: von Kultur und Archäologie über spielerische Wasserstationen bis zu Langlauf, Mountainbike- und Freeride-Strecken.

Natur und Wasser rund um den Ort

Am südlichen Ortsrand liegt direkt an der Schwarzach ein weitläufiger Wassernaturspielplatz. Ein kleiner Seitenarm zweigt dort vom Hauptfluss ab und macht den Verlauf des Wassers unmittelbar erlebbar. Westlich des Ortszentrums, im Ortsteil Oberrotte, befindet sich das Haus des Wassers. Ein Programm des Nationalparks Hohe Tauern umfasst dort praktische Wasseranalysen und Wasserexperimente, an denen die Teilnehmenden selbst mitwirken. Wer mit Kindern reist, findet damit zwei sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema Wasser: draußen am Fluss und als aktiv vermitteltes Naturthema.

Ein weiteres Ziel ist das Wassermythos Ochsenlacke an der Mooseralm im Skizentrum St. Jakob im Defereggental. Entlang des Rundwegs um den Speicherteich liegen Erlebnisstationen in Form bespielbarer Wassertiere. Das Ausflugsziel ist mit der Gondelbahn und dem Sessellift zur Mooseralm erreichbar. Zur Deferegger Heilwasserwelt gehört außerdem ein Kneippbrunnen. Ganzjährig werden dort exklusive Führungen für Gruppen nach Vereinbarung angeboten, wahlweise mit oder ohne Spaziergang zur Heilwasserwelt entlang des Mythenwegs. Entlang dieses Wegs befinden sich Skulpturen von Osttiroler Künstlern.

Kultur zwischen Museum und Sakralbau

Das Talschaftsmuseum „Zeitreise Defereggen“ wurde 2005 im Untergeschoss des Musikpavillons von St. Jakob in Defereggen eröffnet. Inhaltlich konzentriert es sich auf archäologische Funde und ist kein volkskundliches Heimatmuseum. Im Mittelpunkt steht unter anderem ein im Jahr 2000 geborgener, rund 1.000 Jahre alter Einbaum aus Zirbenholz. Er wurde am Obersee beziehungsweise am Staller Sattel auf 2.000 m Seehöhe gefunden und gilt bislang als einziger bekannter Einbaum aus Zirbenholz.

Ein anderes historisches Detail bietet die Pfarrkirche St. Jakob in Defereggen, die 1299 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie ist ein für Tirol eher seltenes Beispiel einer klassizistischen Kirche. Der schlichte Saalbau besitzt drei flache Kuppeln. Auch die Siedlung Jagdhausalm führt weit zurück: Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert, während die dortigen Steinhäuser aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Aktive Tage zu jeder Jahreszeit

Während der gesamten Wintersaison gibt es in St. Jakob in Defereggen Langlaufmöglichkeiten mit vielen Loipenkilometern. Die Bruggeralm-Strecke ist als Freeride-Strecke mit 10 Abfahrtsvarianten ausgewiesen. Für die wärmere Jahreszeit bietet sich die Mountainbike-Strecke Hintere Alpe Stalle Nr. 110 an. Sie beginnt und endet bei der Kirche Maria Hilf in St. Jakob in Defereggen, liegt auf 1.422 m Seehöhe und ist 6,3 km lang. Die Strecke Trojer Alm Nr. 151 beginnt ebenfalls in St. Jakob in Defereggen und endet an der Jausenstation Trojeralm; ihre Länge beträgt 4,8 km.

Weitere Orte derselben Region finden Sie hier: Huben Im Ötztal, Arnbach, Hopfgarten In Defereggen, Niedermauern, Amlach, Kartitsch, Erlsbach, Bichl.

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