Weerberg entdecken
Weerberg verbindet die Weite eines sonnigen Mittelgebirgsplateaus mit ungewöhnlich anschaulichen Zeugnissen der Tiroler Kulturgeschichte. Der Ort liegt auf etwa 900 Metern Seehöhe über dem Inntal. Vom Plateau eröffnet sich der Blick auf das Karwendel- und das Rofangebirge.
Plateau, Panoramablick und Kirche St. Peter
Ein markanter Orientierungspunkt ist die Kirche St. Peter. Sie steht auf einem Hügel am Ortsrand von Weerberg und ist weit ins Inntal hinein sichtbar. Ihre Geschichte reicht über mehrere Bauphasen: 1441 wurde sie gotisch umgebaut und erweitert, 1715 war eine weitere Erweiterung hinter dem Chorteil erforderlich. Im noch vorhandenen Altar befindet sich in einer Nische eine geschnitzte und bekleidete Nachahmung der um 1515 datierten Mariahilf-Madonna von Lucas Cranach. Dieses Motiv gilt in Tirol als sehr selten und nahezu einmalig.
Das Museum Rablhaus zwischen Glaube und Aberglaube
Eine andere Perspektive auf die regionale Geschichte bietet das Museum Rablhaus. Es widmet sich ausschließlich der Alltagsreligion und der Volksmedizin zwischen Glaube und Aberglaube. Die Sammlung umfasst derzeit beinahe 4.000 Objekte. Dazu gehören Möbel, Werkzeuge und Alltagsgegenstände aus dem ehemaligen Heimatmuseum. Der besondere Schwerpunkt liegt somit nicht auf einer allgemein gehaltenen Ortsgeschichte, sondern auf den Vorstellungen, Praktiken und Dingen des täglichen Lebens, die zwischen religiöser Deutung und Volksmedizin stehen.
Zusammen mit der Kirche St. Peter ergibt sich ein kultureller Schwerpunkt für einen Aufenthalt, bei dem nicht nur die Landschaft, sondern auch die historischen Eigenheiten des Ortes im Vordergrund stehen. Das Museum und die Kirche setzen dabei unterschiedliche Akzente: Hier geht es um eine thematisch klar gefasste Sammlung, dort um Baugeschichte, sakrale Kunst und die seltene Madonna-Nachahmung.
Rundwege für unterschiedliche Tagespläne
Die Teisslrunde führt als etwa 5 Kilometer lange Rundwanderung von der Pfarrkirche in Weerberg zur Kirche St. Peter. Die Gehzeit beträgt ungefähr eineinhalb Stunden, dazu kommen 200 Höhenmeter. Der Weg verbindet damit den Ortsbereich mit dem markanten Kirchenstandort und legt einen konkreten Schwerpunkt auf das langsame Entdecken der Umgebung.
Eine weitere Möglichkeit ist die Hängebrückenrunde am Kolsassberg und in Weerberg. Die kurze Rundwanderung verläuft durch Wälder und Wiesen und führt über zwei Hängebrücken über den Weerbach. Dafür sind eineinhalb bis zwei Stunden angegeben. Im Vergleich zur Teisslrunde steht hier nicht die Kirche als Ziel im Mittelpunkt, sondern der Wechsel zwischen Wald, Wiesen und den beiden Brücken.
Für eine sportlich deutlich anspruchsvollere Wahl steht die Mountainbike-Route 403. Sie führt vom Parkplatz Innerst zum Geiseljoch, ist 10,8 Kilometer lang, weist 1.030 Höhenmeter auf und ist als schwer eingestuft.
Winterlicher Akzent am Hüttegglift
Auch ein Wintersportangebot gehört zu den dokumentierten Erlebnissen in Weerberg. Der Hüttegglift ist 1.460 Meter lang und bringt Gäste von 1.250 auf 1.500 Meter Seehöhe. Dort gibt es eine präparierte Piste sowie ein kostenloses Förderband-Übungsgelände für Kinder. Damit lässt sich die Auswahl der Unterkunft und des Aufenthalts nach dem gewünschten Erlebnisprofil treffen: kulturelle Entdeckungen rund um Kirche und Museum, kürzere Wege durch die Landschaft, eine als schwer eingestufte Mountainbike-Route oder der Bereich am Hüttegglift.
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