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Ulrike Müller Biennale Kairo

Ulrike Müller Biennale Kairo. Die in Vorarlberg geborene und in New York lebende Künstlerin Ulrike Müller wird mit ihrer neuen Werksserie auf der 12. Biennale in Kairo sein. Ulrike Müller wird auf der 12. Biennale in Kairo 2011 ihre Heimat Österreich vertreten.

Die österreichische Künstlerin konzipierte für die ägyptische Kunstschau drei größere Teppiche und insgesamt 18 Emaille-Bilder. Die Kulturministerin Schmied sagte, die Künstlerin konzipiere "das Spannungsverhältnis zwischen innerer Realität, Projektion und Wahrnehmung." Die Kulturministerin ist überzeugt, dass der "Kunststandort Österreich bestens präsentiert" werde.

Ulrike Müller Biennale Kairo
Während Ulrike Müllers Heimat im Schnee loegt, findet in Kairo die 12. Biennale statt

Datum: 09.12.2010

Müller fand in Ingeborg Bachmanns unvollendetem Roman "Der Fall Franza" einen "assoziativen Bezusgpunkt". Das Buch geht zum Teil auf eine Ägyptenreise in den 60er Jahren zurück. Bachmann schildert in ihrem Roman die Beziehungen zwischen westlicher und ägyptischer Kultur. Sie übte Kritik an patriachalischer Gewalt. Müller habe diese Kritik in Bildmuster überführt und in ihnen "komplexe Affekt- und Gewaltstrukturen" umgesetzt. Schmied beschreibt:""Linien und Formen berühren sich, dringen ein, laufen auseinander, verschlingen sich, lassen sich gehen und lösen sich auf."

Die Künstlerin Ulrike Müller selbst sieht ihre Arbeit "als Weiterführung und Erweiterung feministischer Fragestellungen" . ie verwendet die Technik des gebrannten Emaille gern. Überdies drückt sie sich auch mit Texten sowie durch Audio- und Videoinstallationen aus. Ebenfalls kleinformatige Zeitungen gehören seit einer Weile zu ihren Werken. Müller wurde an der Akademie der bildenden Künste in Wien ausgebildet und lebt heute in New York, wo sie auch arbeitet. Sie ist Mitherausgeberin des feministischen Kunstmagazins LTTR.

Ein Hotel in Vorarlberg führt in die Heimat der Künstlerin, die sich eindrucksvoll auf der Biennale ausdrücken wird.

Die 12. Biennale in Kairo will am Ende der ersten Dekade des dritten Jahrtausends Künstler zeigen, die mehr Fragen über unsere Zeit stellen wollen, welche Themen die konzeptionelle und technische Freiheit berühren.

Vom 12. Dezember 2010 bis zum 12. Februar 2011 findet die Biennale statt und zeigt KünstlerInnen aus zahlreichen Ländern. Von A wie Algerien bis zu V wie Venezuela reicht die Auflistung der Heimatländer. Neben Ulrike Müller wird für Österreich auch Caroline Ramersdorfer auf der Biennale vertreten sein.

Saskia Epler

Foto: www.oesterreich-netz.de