Wörterberg entdecken: Kellerstöckln, Kapelle und Obstbaumkreis
Unterkünfte in Wörterberg
Kurzfakten
- Wörterberg entstand im 13. Jahrhundert als Tochtersiedlung von Wörth an der Lafnitz.
- Kellerstöckln und die Lagerung von Ernten aus Obstgärten, Weingärten, Wiesen und Feldern gehören zur Siedlungsgeschichte.
- Die Ortskapelle hl. Stephan wurde 1788 erbaut und liegt am höchsten Punkt von Wörterberg auf 408 m Seehöhe.
- Der Obstbaumkreis neben der Aussichtswarte umfasst 16 verschiedene alte Obstsorten.
- Die Erlebnisstation Flussgeflüster liegt an der Lafnitz am Rundweg, der am Aussichtsturm beginnt und durch Wörterberg und Wolfau führt.
Von den Kellerstöckln zur Siedlung
Wörterbergs Geschichte beginnt im 13. Jahrhundert als Tochtersiedlung von Wörth an der Lafnitz. Aus Kellerstöckln entwickelte sich der Ort. Sie dienten dazu, Ernten aus Obstgärten, Weingärten, Wiesen und Feldern einzulagern, die an den Hängen östlich von Wörth lagen. In dieser Herkunft kommen verschiedene Formen der Landwirtschaft zusammen. Die Kellerstöckln geben der Ortsgeschichte einen konkreten Bezug: Siedlungsentwicklung und Erntewirtschaft sind hier eng miteinander verbunden.
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Ort als Wörther Berg geschrieben. Diese frühere Schreibweise eröffnet eine weitere zeitliche Ebene neben dem Siedlungsursprung im 13. Jahrhundert. Die Namensgeschichte lässt sich so in zwei Abschnitten betrachten: Wörther Berg als historische Form und Wörterberg als heutiger Ortsname. Wer sich für die Entwicklung des Ortes interessiert, findet damit neben den Kellerstöckln auch eine überlieferte Spur in seiner Bezeichnung.
Kapelle am höchsten Punkt
Die Ortskapelle hl. Stephan führt zu einem späteren Kapitel der Ortsgeschichte: Sie wurde 1788 erbaut. Mit 408 m Seehöhe liegt sie am höchsten Punkt von Wörterberg. So steht neben der weiter zurückreichenden Siedlungsentwicklung ein klar datiertes Bauwerk, dessen Lage zugleich eine Orientierung innerhalb des Ortes bietet. Der Unterschied der Zeitebenen ist bemerkenswert: Der Siedlungsursprung reicht ins 13. Jahrhundert zurück, die Kapelle stammt aus dem späten 18. Jahrhundert.
Obstsorten und Wege an der Lafnitz
Neben der Aussichtswarte liegt der Obstbaumkreis Wörterberg. Die Anlage besteht aus 16 verschiedenen alten Obstsorten, die 2003 in einem ovalen Kreis gepflanzt wurden. Damit wird Sortenvielfalt an einem konkreten Ort sichtbar. Der Obstbaumkreis ergänzt das Thema der historischen Erntewirtschaft um einen eigenen Anlaufpunkt, an dem alte Obstsorten im Mittelpunkt stehen. Lage, Form und Pflanzjahr geben der Station klare Konturen: Sie befindet sich neben der Aussichtswarte, ist oval angeordnet und entstand 2003.
Eine weitere Station ist Flussgeflüster, direkt an der Lafnitz und am Rundweg gelegen. Dieser beginnt beim Aussichtsturm und führt durch Wörterberg und Wolfau. Die Ortskapelle, der Obstbaumkreis und die Erlebnisstation bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Ortsgeschichte, alte Obstsorten und die Lafnitz.
Orientierung für den Rundweg
Für die Planung ist die Wegbeschilderung wichtig: Der Rundweg Wörterberg ist nicht durchgehend mit Wegtafeln ausgeschildert; zur Orientierung wird ein GPS-fähiges Mobiltelefon empfohlen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Orientierungshinweise für den Weg. So können Sie die genannten Stationen und den Verlauf durch Wörterberg und Wolfau in Ihre Planung einbeziehen, ohne eine bestimmte Dauer für die Runde vorauszusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Güssing, Sankt Michael Im Burgenland, Heiligenbrunn, Kukmirn, Sumetendorf, Ollersdorf Im Burgenland, Gerersdorf Bei Güssing, Rauchwart Im Burgenland
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Güssing.