Nikitsch: Archäologische Spuren und Tanztradition
Unterkünfte in Nikitsch
Nikitsch zeigt Geschichte in verschiedenen Zeitschichten: steinerne Denkmäler im Ort, archäologische Spuren einer frühen Besiedlung und eine gradišćisch-kroatische Tanztradition. Die Themen führen vom Ortsbild bis weit zurück in die Jungsteinzeit. Dazu eröffnet das Repertoire der Folklorno društvo Graničari einen eigenen kulturellen Blick auf Tänze aus Kroatien und dem Gradišće.
Denkmäler an verschiedenen Orten
Vor der Kirche steht die steinerne Johannes-Nepomuk-Statue, die 1737 errichtet wurde. Im südlichen Ortsteil liegt die Kapelle Hl. Maria: ein Giebelbau mit einer barocken Pietà. Am westlichen Ortsausgang erinnert das 1659 erbaute Denkmal Ecce Homo an eine noch frühere Bauzeit. Die Kapelle Herz Jesu wiederum ist ein neogotischer Bau an der Straße nach Norden; sie entstand um 1900. Bei der Schlosseinfahrt befindet sich außerdem der Bildstock Hl. Florian aus dem Jahr 1740.
Die unterschiedlichen Formen und Standorte machen die Ortszeichen als eigene Motive verständlich: eine Statue vor der Kirche, Kapellen an verschiedenen Stellen und Denkmäler an Ortsausgang beziehungsweise Schlosseinfahrt. Auch die Jahreszahlen geben eine zeitliche Orientierung. Ecce Homo stammt aus dem Jahr 1659; Statue und Bildstock folgten 1737 und 1740, während die Herz-Jesu-Kapelle um 1900 errichtet wurde. So stehen hier Zeugnisse aus verschiedenen Jahrhunderten nebeneinander.
Frühe Siedlungsspuren
Für das Gebiet von Nikitsch ist menschliche Besiedlung seit rund 8.000 Jahren nachgewiesen, also seit dem Beginn der Jungsteinzeit. Frühzeitliche Funde weisen vor allem auf Siedlungen entlang des Nikitschbaches hin. Das gibt der Ortsgeschichte einen langen zeitlichen Rahmen: Die bekannten Denkmäler sind einzelne, klar datierte Zeichen; die Funde am Bach erzählen dagegen von einer frühen Siedlungslandschaft.
Auch in der heutigen Raiffeisensiedlung, auf der Anhöhe südlich des Nikitschbaches, wurden frühneolithische Lehmentnahmegruben entdeckt. Zusammen mit den Siedlungshinweisen entlang des Baches verdeutlicht dieser Fund, dass sich archäologische Spuren auf unterschiedliche Stellen im Gebiet beziehen. Ein langobardisches Gräberfeld aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. machte Nikitsch zudem in der archäologischen Fachwelt bekannt. Die drei Hinweise gehören verschiedenen Zeiten und Fundzusammenhängen an; gemeinsam geben sie Anlass, Nikitsch nicht nur über seine jüngeren Ortsdenkmäler zu betrachten.
Tänze aus Kroatien und dem Gradišće
Das Folklorno društvo Graničari vertritt das Dorf Filež seit 1958 bei verschiedenen Feiern: im Dorf, in der Umgebung und auch im Ausland. Zum Repertoire gehören Choreografien aus unterschiedlichen Regionen Kroatiens sowie typische gradišćisch-kroatische Tänze. Damit kommt neben den Bau- und Funddenkmälern eine lebendige kulturelle Ausdrucksform hinzu.
Das Programm umfasst insgesamt 14 Choreografien. Zwölf stammen aus Kroatien sowie aus jenen Gebieten Ungarns und des ehemaligen Jugoslawiens, in denen Kroaten angesiedelt wurden; zwei weitere sind Tänze aus dem Gradišće. Diese Aufteilung macht den regionalen Bezug des Programms greifbar und unterscheidet seine verschiedenen kulturellen Bezüge, statt sie unter einer einzigen Herkunft zusammenzufassen.
Nikitsch als Standort wählen
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Nikitsch suchen, können diese Schwerpunkte bei der Wahl des Reiseziels Orientierung geben: Möchten Sie Ortsdenkmäler, frühe Siedlungsgeschichte und gradišćisch-kroatische Tanzkultur in Ihre Reiseplanung einbeziehen? Die unterschiedlichen Themen bieten konkrete Anknüpfungspunkte, um vorab zu entscheiden, was Sie in Nikitsch näher interessiert.
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