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Passering: Kirchengeschichte und Radwege

Unterkünfte in Passering

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Passering lädt dazu ein, seine Geschichte über konkrete Spuren kennenzulernen: ein romanisches Fenster, eine genau datierte Kircheneinweihung und die Tradition der Fronleichnamsprozession. Dazu kommen Radwege und der Hemmapilgerweg, die unterschiedliche Arten der Urlaubstage nahelegen. Wer Passering in die Reiseplanung aufnimmt, kann zwischen Ortsgeschichte, einer Radtour durch Felder und Wiesen und einer längeren Pilgeretappe wählen.

Kirchengeschichte mit markanten Zeitspuren

Bei einer Renovierung in den 1960er-Jahren kam in der Südwand der Kirche von Passering oberhalb der Sakristeitür ein sehr kleines romanisches Fenster zum Vorschein. Ein anderer wichtiger Zeitpunkt ist genau datiert: Der spätgotische Umbau der Kirche wurde am 16. Oktober 1529 eingeweiht. Beide Hinweise erzählen von unterschiedlichen Phasen der Baugeschichte, ohne dass sich die eine auf die andere reduzieren lässt.

Für die Zeit der ersten urkundlichen Nennung Passerings im Jahr 1124 ist anzunehmen, dass hier bereits eine Kirche bestand. Diese frühe Geschichte bleibt eine Annahme; die Weihe des spätgotischen Umbaus ist hingegen mit einem konkreten Datum verbunden. Unter Kaiser Joseph II. sollte die damals zur Pfarre Kappel gehörende Filialkirche Passering aufgehoben werden. Der energische Protest der örtlichen Bevölkerung verhinderte die Aufhebung.

So reichen die überlieferten Stationen von einer vermuteten Kirche im Jahr 1124 über die Weihe 1529 bis zum romanischen Fenster, das erst bei einer Renovierung wieder zum Vorschein kam. Wer sich für Bau- und Ortsgeschichte interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte statt nur einer einzelnen Jahreszahl.

Fronleichnam und örtliche Tradition

Auch die Fronleichnamsprozession gehört zu den wiederkehrenden örtlichen Bräuchen. Am Dorfkreuz wird an einem Wegaltar innegehalten und der Segen mit dem Allerheiligsten erteilt. Während der jährlichen Prozession wird außerdem am Kreuz der Familie Leitgeb am Ortseingang zum Gebet angehalten. Dorfkreuz und Familienkreuz geben der religiösen Tradition konkrete Orte in Passering.

Diese Bräuche unterscheiden sich von den baulichen Zeitspuren der Kirche: Hier geht es um eine jährlich wiederkehrende Prozession und ihre Gebetsstationen. Für Reisende mit Interesse an lokaler Kultur ist das ein weiterer Aspekt, der Passering über seine Architektur hinaus charakterisiert.

Mit dem Rad zwischen Passering und Mannsberg-Boden

Für die Radtouren sind Bahnhof Passering und Bahnhof Kappel am Krappfeld wichtige Orientierungspunkte. Eine mit der Kennzeichnung für den europäischen Schutzgebiets-Radweg markierte Radroute führt vom Bahnhof Kappel am Krappfeld bis nach Passering. Von Passering führt die Radwegmarkierung R7B zum Bahnhof Kappel am Krappfeld zurück. Im Bereich des Bahnsteigs Passering verläuft außerdem der überregionale Radweg R7b rechtsufrig des Silberbachs.

Eine kurze, hügelige Radroute führt vom Bahnhof Kappel am Krappfeld durch Felder und Wiesen zum Europaschutzgebiet Mannsberg-Boden und bietet eine Rückkehrmöglichkeit zum Bahnhof Passering. Damit stehen neben der Verbindung zwischen den Bahnhöfen auch ein konkretes Ziel im Schutzgebiet und eine Route durch die offene Landschaft im Raum. Prüfen Sie vor einer Radtour die örtliche Beschilderung und die Wegbedingungen.

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Die Bahnhöfe Passering und Kappel am Krappfeld sind mit dem Zug aus Richtung Klagenfurt und Friesach erreichbar. In der S1 können Fahrräder ohne Reservierung mitgenommen werden; an beiden Bahnhöfen ist ein ebenerdiger Einstieg ohne Stufen oder Rampen möglich. Prüfen Sie vor der Anreise den Fahrplan und die Betriebsbedingungen. So können Sie Zugfahrt und Radplanung gemeinsam in den Tagesablauf einordnen.

Zu Fuß auf dem Hemmapilgerweg

Der Hemmapilgerweg bietet eine andere Größenordnung als die kurze, hügelige Radroute: Seine fünfte Etappe ist 23,3 Kilometer lang, die Gehzeit beträgt etwa sechs Stunden. In Passering überquert der Weg nahe dem Museumswirt Reichmann die Straße nach Osten und folgt anschließend einem Weg am Silberbach entlang ins Krappfeld. Die genannten Etappendaten helfen bei der zeitlichen Planung; prüfen Sie sie vor Ihrer Reise nochmals, da sich Routendetails ändern können.

Für die Tagesplanung ist der Unterschied zwischen den Angeboten hilfreich: Die Radroute zum Europaschutzgebiet Mannsberg-Boden ist als kurz und hügelig beschrieben, während die fünfte Pilgeretappe eine Gehzeit von etwa sechs Stunden umfasst. Damit lässt sich der Schwerpunkt des Aufenthalts besser festlegen, bevor Sie eine Ferienwohnung suchen: eher Radfahren, Kirchengeschichte oder eine längere Etappe zu Fuß.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Veit An Der Glan.

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