Bad Gastein: Wasserfall, Belle Époque und Thermalwasser
Unterkünfte in Bad Gastein
Ein Wasserfall, der in drei Stufen durch die Ortsmitte stürzt, und ein von Belle-Époque-Architektur geprägtes Ortsbild geben Bad Gastein seinen unverwechselbaren Charakter. Dazu kommen eine lange Geschichte als Heilbad und Erlebnisse am Berg. Je nachdem, ob Sie Kultur, Thermalwasser oder Bewegung in den Mittelpunkt Ihrer Reise stellen möchten, bieten die Sehenswürdigkeiten unterschiedliche Anhaltspunkte für die Wahl Ihres Aufenthalts.
Wasserfall und Thermalwasser
Der Wasserfall von Bad Gastein überwindet insgesamt 341 Meter und verläuft mitten durch den Ort. Seine drei Fallstufen machen das Wasser zu einem markanten Teil des Ortsbilds. Eine steinerne Brücke über den Wasserfall ergänzt die historische Szenerie: Sie wurde 1840 erbaut und 1927 erweitert.
Auch das Thermalwasser gehört zur Geschichte und zum Charakter des Ortes. Es tritt aus 17 Quellen hervor; die Ergiebigkeit beträgt etwa fünf Millionen Liter täglich, die Temperatur liegt zwischen 44 und 47 °C. Das kleine Radon-Thermal-Dunstbad befindet sich in der Ortsmitte. Dort wird seit 1825 Radontherapie betrieben. Die Felsentherme liegt auf rund 1.100 Metern Seehöhe und zählt zu den höchstgelegenen Thermen Österreichs. Zu ihren beschriebenen Bereichen gehören acht verschiedene Saunen und Dampfbäder auf 600 m² mit Blick auf die Bergwelt; Details der Anlage können sich bei Renovierungen ändern.
Architektur, Ortsgeschichte und Museum
Wer Bad Gastein über seine Geschichte entdecken möchte, findet im Gasteiner Museum mehrere Zugänge: Die Themen reichen vom Thermalwasser und der Geschichte des Heilbads über Brauchtum bis zu einer Gemäldegalerie. Kostenlose Audioguides gibt es auf Englisch und Italienisch. Eine zweistündige Führung des Museums führt unter anderem zu einer Gletschermühle, durch den historischen Ortskern, zum Thermalquellenpark sowie zur Pfarr- und Nikolauskirche. Prüfen Sie vor der Reise das veröffentlichte Wochenprogramm, wenn Sie die Führung einplanen möchten.
Zur Ortsgeschichte gehört auch der Gasteiner Heilstollen tief im Radhausberg bei Böckstein. Die Anlage liegt in ehemaligen Goldgruben; heute wird dort eine besondere Therapieform angeboten. Böckstein ist damit auch ein Anknüpfungspunkt, wenn Sie den Blick über die Ortsmitte hinaus auf die Geschichte des Gemeindegebiets richten möchten.
Erlebnisse am Berg und im Ort
Am Graukogel wachsen Zirben, von denen manche mehr als 300 Jahre alt sind. Dort beginnt und endet an der Bergstation des Graukogellifts auch der Zirbenwanderweg: Der Rundweg ist 1,5 Kilometer lang. Die Länge des Rundwegs können Sie bei Ihrer Tagesplanung berücksichtigen. Wer lieber einen kurzen Einblick in die Geschichte des Wintersports sucht, kann auf das Jahr 1958 zurückblicken: Bad Gastein war damals Austragungsort der Ski-Weltmeisterschaft; das Ereignis leitete den Durchbruch des Ortes als Wintersportort ein.
Eine andere Perspektive auf die Schlucht bietet Flying Waters. Die Fahrt auf Rollen an einem Drahtseil ist 300 Meter lang und führt über eine Schlucht in Bad Gastein. Zusammen mit dem Wasserfall, den Berg-Erlebnissen und dem Museumsangebot ergibt sich eine Auswahl unterschiedlicher Reiseinteressen, ohne dass alle Aktivitäten denselben Tagesplan bestimmen müssen. Überlegen Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft, welche dieser Seiten des Ortes für Ihre Reise besonders wichtig ist.
Anreise und Orientierung
Vom Bahnhof Bad Gastein bestehen im Stundentakt Direktverbindungen aus Salzburg, Wien, München, Frankfurt, Graz, Zagreb und weiteren Städten. Da sich Fahrpläne und Verbindungen ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor Ihrer Reise. Eine direkte Überführung verbindet den Bahnhof mit der Felsentherme und der Talstation der Stubnerkogelbahn. Diese Orientierungspunkte helfen, Ihre Ankunft und die gewünschten Ziele im Ort zusammen zu denken.
Weitere Ortsseiten entdecken: Hüttschlag, Pfarrwerfen, Bad Hofgastein, Wimm, Hüttau, Bischofshofen, Großarl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Johann Im Pongau.