Iglsbach entdecken: Bergbaugeschichte und Wege am Hochgründeck

Iglsbach zwischen Bergbaugeschichte und Hochgründeck

Iglsbach ist ein Ziel für alle, die eine Berglandschaft über ihre Geschichten und Besonderheiten kennenlernen möchten. Im Mittelpunkt stehen die Iglsbach-Minen am östlichen Fuß des Hochgründeck. Der Kupferabbau am Iglsbach war im Mittelalter von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Dazu kommen Wege durch das Iglsbachtal, eine geologisch interessante Gesteinswelt und verschiedene Formen, den Hochgründeck zu erleben. Wenn Sie mit unterschiedlichen Interessen unterwegs sind, können Sie zwischen geologischer Entdeckung, historischer Spurensuche, meditativer Wegführung und einer Mountainbike-Route unterscheiden.

Geologie an der Greywacke-Zone-Geostätte bei Iglsbach

Die Greywacke-Zone-Geostätte bei Iglsbach besteht aus Schwarzphylliten. Dabei handelt es sich um Gesteine, die aus dunklen, tonigen Ablagerungen in der Tiefsee entstanden. Ihre Struktur ist intensiv, teils mehrfach geschiefert und gefaltet. Zu den charakteristischen Mineralen der Greywacke-Zone-Geostätte gehören Glimmer und Quarz, gelegentlich auch Feldspat, Chlorit und Eisenoxid. Diese Kombination macht den Ort besonders für Besucher interessant, die Landschaft nicht nur als Kulisse betrachten, sondern ihre geologische Entstehung nachvollziehen möchten.

Schwer erkennbare Spuren des mittelalterlichen Kupferbergbaus

Die Bergbaugeschichte lässt sich in Iglsbach nicht einfach als vollständig sichtbares Freilichtgelände erwarten. Entlang des Iglsbachs sind alte Schlackenhalden und Bergbaugeräte heute nur schwer zu finden. Gerade dieser Unterschied zwischen der dokumentierten Bedeutung des mittelalterlichen Kupferabbaus und den schwer auffindbaren Spuren prägt die historische Auseinandersetzung mit dem Tal. Die Iglsbach-Minen und die Geologie gehören dabei zu zwei eng verwandten, aber unterscheidbaren Themen: Hier geht es um die Nutzung der Landschaft, dort um die Gesteine, aus denen sie aufgebaut ist.

Durch das Iglsbachtal zum Hochgründeck

Der Weg zum Hochgründeck beginnt in Hüttau und verläuft durch das Iglsbachtal. Beim Gasthaus Klamm beginnt er anzusteigen. Der weitere Weg führt durch den Zauberwald, einen Nadelwald mit langen Bartflechten an den Ästen, bergauf. Der Zauberwald bildet dabei einen klaren landschaftlichen Kontrast zur mineralisch geprägten Greywacke-Zone-Geostätte. Am Hofersattel treffen sich die beiden Wege zum Hochgründeck und zum Heinrich-Kiener-Haus. Damit bietet die Wegbeschreibung mehrere klar benannte Orientierungspunkte, ohne dass die verschiedenen Ziele zu einer einzigen Route werden.

Meditationsweg und Mountainbike-Route

Eine andere Perspektive eröffnet der Meditationsweg Hochgründeck. Er ist Teil des Pilgerwegs St. Rupert und führt am Vordersattlegghof vorbei. Inhaltlich behandelt der Weg die Themen Selbstfindung, Dialog der Religionen und Schöpfungsspiritualität. Der Vordersattlegghof wird als Pilgerquartier empfohlen. Wer statt dieser besinnlichen Wegführung eine sportliche Variante sucht, findet mit der Mountainbike-Route Hüttau-Hochgründeck (SW65) eine eigene Möglichkeit: Sie beginnt an der Abzweigung Iglsbach in Hüttau.

Weitere Orte zur Orientierung

Für Ihre weitere Suche können Sie auch Radstadt, Hüttschlag, Mühlbach Am Hochkönig, Kleinarl, Tenneck, Wimm, Bad Hofgastein und Forstau vergleichen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Johann Im Pongau.

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