Schellgaden entdecken: Goldbergbau und Radwege
Schellgaden verbindet eine eindrucksvolle Goldbergbaugeschichte mit konkreten Ortszielen und beschriebenen Radverbindungen. Wenn Sie einen Aufenthalt nach besonderen Entdeckungen statt nur nach einem Übernachtungsort auswählen möchten, bietet der Ort zwei gut unterscheidbare Zugänge: historische Spuren und Wege, die Schellgaden mit anderen Ausgangspunkten verbinden.
Goldbergbau, Pulverturm und Brugg Kapelle
Der Goldbergbau in Schellgaden ist seit 1354 bezeugt. Die Goldgruben standen im Besitz des jeweiligen Fürsterzbischofs. Der Goldabbau wurde 1818 eingestellt. Damit besitzt die Geschichte des Ortes einen klaren zeitlichen Rahmen, der von den frühen Belegen bis zum Ende des Abbaus reicht.
Ein konkretes Zeugnis dieser Bergbauvergangenheit ist der Pulverturm. Er ist das einzige noch gut erhaltene Gebäude der früheren Bergbauanlage von Schellgaden. Der Pulverturm steht in der Ortschaft Schellgaden im Wald, etwa 150 m westlich vom Haus Schönberger. Diese genaue Lage macht ihn zu einem eigenständigen Orientierungspunkt innerhalb der Ortsgeschichte.
Auch die Brugg Kapelle ist über eine konkrete Wegbeschreibung verortet. Von der Landesstraße in der Ortschaft Schellgaden führt ein Weg über die Murbrücke und nach etwa 100 m direkt zur Brugg Kapelle. Für Ihre Erkundung ergeben sich damit zwei unterschiedlich beschriebene Ziele: ein erhaltenes Gebäude der früheren Bergbauanlage und eine Kapelle, die über den Weg von der Landesstraße erreichbar ist.
Mit dem Rad nach Schellgaden
Schellgaden ist außerdem Zielpunkt mehrerer beschriebener Radverbindungen. Die Radroute Speiche Muhr führt von St. Michael über Glashütte nach Schellgaden. Der Verlauf verbindet damit mehrere benannte Orte und macht Schellgaden zu einem Ziel innerhalb einer längeren Streckenbeschreibung.
Eine weitere Beschreibung betrifft den Murradweg. Von Muhr bis Schellgaden folgt er einer kleinen, nahezu unbefahrenen Straße und biegt anschließend auf einen Wirtschaftsweg ab. Am Ortsrand von Schellgaden wird dieser Verlauf genauer als Rechtsabbiegung auf einen gut beschilderten und gut asphaltierten Wirtschaftsweg beschrieben. Straßencharakter und Belag wechseln also innerhalb der angegebenen Strecke.
Der Murradweg führt entlang der Autobahntrasse und passiert eine ehemalige Mühle. Die Mühlsteine dieser ehemaligen Mühle sind an der Hauswand aufgestellt. Neben dem eigentlichen Streckenverlauf begegnet Ihnen unterwegs somit auch ein erhaltenes Detail aus der früheren Nutzung des Gebäudes.
Den Aufenthalt nach Interessen ausrichten
Die Angaben zu Schellgaden laden dazu ein, Ortsgeschichte und Radstrecken als zwei eigene Schwerpunkte zu betrachten. Wenn Sie nach einem Hotel in Schellgaden suchen, können Sie zunächst entscheiden, ob die Bergbaugeschichte mit Pulverturm und Brugg Kapelle oder die Verbindung zu den Radwegen im Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stehen soll. Wer beides miteinander verbinden möchte, sollte die einzelnen Ortsziele und die beschriebenen Strecken als getrennte Bausteine der eigenen Reiseplanung betrachten, statt daraus eine nicht beschriebene gemeinsame Rundstrecke abzuleiten.
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