Flattendorf entdecken: Geschichte, Kirchen und regionale Wege

Flattendorf verbindet eine weit zurückreichende Ortsgeschichte mit sakraler Kunst und regionalen Wegen durch die Hartberg Umgebung. Wer für eine Reise unterschiedliche Interessen verbinden möchte, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: historische Überlieferungen rund um Vlattendorf, die Kirche St. Anna am Masenberg, eine Ökotour für E-Bike-Fahrer und markierte Wanderwege zu bedeutenden Kulturstätten.

Von Vlattendorf zu Flattendorf

Flattendorf wurde etwa kurz nach 1130 gegründet. Als Gründer und Namensgeber gilt Flado, wahrscheinlich ein Ritter der Stubenberger; auch die Herren von Stubenberg werden als Gründer genannt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1270 und nennt den Ort Vlattendorf.

St. Anna am Masenberg und sakrale Kunst

Ein besonders markanter kultureller Bezugspunkt ist die gotische Kirche St. Anna am Masenberg. Sie wurde zwischen 1453 und 1499 errichtet und um 1710 um einen barocken Glockenturm erweitert. Ihre Lage ist ebenfalls historisch geprägt: Die Kirche liegt auf halber Strecke am alten Wallfahrerweg zwischen Hartberg und Pöllauberg. Damit treffen an diesem Ort Baugeschichte, religiöse Tradition und ein überlieferter Weg zwischen zwei regionalen Bezugspunkten zusammen.

Im Inneren steht der barocke Hochaltar im Mittelpunkt. Er ist eine Stiftung der Grafen von Herberstein aus dem Jahr 1676 und birgt das gotische Gnadenbild „Anna Selbdritt“ mit Anna, Maria und Jesus. Die Ortskapelle Flattendorf steht per Verordnung unter Denkmalschutz. Zusammen mit der Kirche St. Anna am Masenberg entsteht so ein kulturelles Bild, das verschiedene Epochen umfasst: die gotische Bauzeit, die barocke Erweiterung und die erhaltene religiöse Kunst.

Ökotour und markierte Wege

Für eine aktive regionale Erkundung führt die Ökotour über Schildbach und Kaindorf auch über Flattendorf. Sie eignet sich für E-Bike-Fahrer und eröffnet damit eine andere Form, den Ort in einen Ausflug einzubinden, als es ein ausschließlich kulturgeschichtlicher Besuch tun würde. Die Route lässt sich als thematischer Zugang zur Umgebung verstehen, ohne Flattendorf auf ein einzelnes Erlebnis zu reduzieren.

In der Hartberg Umgebung führen markierte Wanderwege mit einer Länge von 35 Kilometern an der Villa Rustica, der Burg Neuberg mit Burgkapelle und der Wallfahrtskirche Sankt Anna vorbei. Damit lassen sich Naturwege mit archäologischen, historischen und religiösen Zielen verbinden.

Kultur und Kulinarik in der Region

Auch über Flattendorf hinaus gibt es im näheren regionalen Zusammenhang unterschiedliche Möglichkeiten, Kultur und Bewegung zu kombinieren. Im Naturpark Pöllauer Tal und im ApfelLand-Stubenbergsee lassen sich die einzelnen Orgelwandern-Touren zu Wanderungen mit Kunst- und Kulturgenuss sowie Kulinarik verbinden. In der Hartberg Umgebung laden außerdem rund zehn Buschenschankbetriebe mit ausgezeichneten Weinen und echten oststeirischen kulinarischen Spezialitäten zu einem Aufenthalt ein. So reicht das Spektrum von Ortsgeschichte und Kirchenkunst über Rad- und Wanderwege bis zu regionaler Küche.

Weitere Orte für Ihre Auswahl

Wenn Sie für Ihre Reiseplanung zusätzlich andere Orte ansehen möchten, finden Sie hier Großwilfersdorf, Schaueregg, Pöllau, Grafendorf Bei Hartberg, Stubenberg, Mönichwald, Bad Waltersdorf und Karnerviertel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hartberg-Fürstenfeld.

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