Wattenberg entdecken: Lizumer Wege, Mölssee und Bergkultur
Unterkünfte in Wattenberg
Wattenberg liegt auf etwa 1.000 Metern Seehöhe in aussichtsreicher Lage hoch über dem Inntal. Der Ort verbindet Berglandschaft, historische Spuren und besondere Ziele im Wattental: kurze Rundwanderungen beginnen bei Gasthöfen, längere Wege führen zur Lizumer Hütte, und der Mölssee liegt als hochalpines Ziel auf 2.238 Metern. Für die Reiseplanung entsteht so eine klare Auswahl zwischen leicht zugänglichen Unternehmungen im Ort, ausgedehnten Bergtagen und kulturellen Entdeckungen.
Wattental und Lizumer Hütte
Die Wattener Lizum bildet das östliche Ende des Wattentals und umfasst mehrere Almen. Durch einen alten Zirbenwald führt der Lizumer Zirbenweg vom Lager Walchen zur Lizumer Hütte. Der Fernwanderweg „Traumpfad von München nach Venedig“ verläuft durch das Wattental ebenfalls zur Lizumer Hütte. Im Berggebiet rund um die Hütte gibt es außerdem Skitourenrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Für kürzere Tage stehen mehrere klar beschriebene Routen zur Auswahl. Die „Waldrunde Wattenberg“ beginnt und endet beim Gasthof Mühle und dauert etwa 3 Stunden. Der „Kleine Rundwanderweg“ startet und endet beim Gasthof Hanneburger in Wattenberg und dauert etwa 2 Stunden. Der Wuzelschellweg ist eine mittelschwere Wanderung über 6,10 km mit einer Dauer von etwa 2 Stunden und 378 Höhenmetern. Wer mehr Zeit einplant, kann den „Lizumer Zirbenweg B“ vom Lager Walchen in Wattenberg zur Lizumer Hütte wählen; die Strecke dauert etwa 2,5 Stunden.
Der Mölssee und die längeren Bergziele
Der Mölssee liegt auf 2.238 Metern Seehöhe, ist 144 Meter lang, höchstens 65 Meter breit und hat eine Fläche von 8.430 m². Er ist nur zu Fuß erreichbar und liegt in einem militärischen Sperrgebiet, weshalb er nicht immer zugänglich sein kann. Die Route „Lizum – Mölser Berg“ startet am Lager Walchen in Wattenberg und führt in etwa 4,5 Stunden zum Mölssee. Eine längere Alternative ist die Rundwanderung „Mölstal – Lizumer Hütte“, die ebenfalls am Lager Walchen beginnt und endet und etwa 6,5 Stunden dauert.
Kirchen, Kapellen und Bergbaugeschichte
Wattenberg zeigt seine Geschichte nicht nur in der Landschaft. Das Eisenbergwerk im Mölstal wurde 1315 eröffnet und gilt als das älteste Bergwerk in Nordtirol. Im Ort gibt es zahlreiche kleine Kapellen, die zum Verweilen einladen. In der Sägerkirche in Wattenberg findet jeden Sonntag um 8:30 Uhr ein Gottesdienst statt.
Auch die Kirche am militärischen Übungsplatz Lizum ist ein außergewöhnlicher Ort: Sie steht auf knapp 2.000 Metern Seehöhe und zählt zu den höchstgelegenen Kirchen Österreichs. Einen Einblick in die bäuerliche Prägung des Ortes geben zahlreiche ursprüngliche Bauernhäuser, die in den vergangenen Jahren liebevoll und stilvoll renoviert wurden.
Käse, Lama-Trekking und Wintererlebnisse
Zur regionalen Besonderheit gehört die Käseherstellung. Seit 1996 wird auf der Außermelang Alm am Wattenberg eigener Käse hergestellt. Nahe der Lizumer Hütte bietet die Lizumer Almkäserei „Lizumer Almkas“ und „Lizumer Kasermandl“ (Tilsiter) in einem Selbstbedienungskühlschrank an.
Im Sommer findet in Wattenberg jeden Freitag um 14 Uhr ein geführtes Lama-Trekking durch den Wattenberger Wald statt. Im Winter ist der kleine Wildstättlift für Kinder, Anfänger und Wiedereinsteiger geeignet. Die Rodelbahn „Kreuztaxen“ liegt in unmittelbarer Nähe des Wildstättlifts.
Für weitere Ortsorientierung stehen außerdem Ellbögen, Sistrans, Lans, Tulfes, Unterperfuss, Sankt Jodock Am Brenner, Kolsassberg und Obernberg Am Brenner zur Verfügung.
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