Innervillgraten entdecken

Innervillgraten verbindet eindrucksvolle Zeugnisse bäuerlicher Geschichte mit kurzen Wanderungen, besonderen Aussichtspunkten und winterlichen Erlebnissen. Wer mit der Familie reist, findet ebenso konkrete Anknüpfungspunkte wie Kulturinteressierte oder Gäste, die regionale Küche und traditionelle Handwerksgeschichte kennenlernen möchten.

Almen, Kirchen und gelebte Geschichte

Ein markanter Kulturort ist die Wallfahrtskirche Maria Schnee in Kalkstein. Sie stammt aus dem Jahr 1660; im Inneren sehen Sie ein einfaches Sternrippengewölbe und einen spitzbogigen Chorbogen. Eine andere historische Seite des Villgratentals zeigt die Oberstalleralm: Das denkmalgeschützte Almdorf besteht aus 18 geschichtsträchtigen Almhütten und einer Kapelle. Die Almhütten wurden erstmals 1675 erwähnt. Eine kurze Wanderung zur Oberstalleralm beginnt bei der Unterstalleralm im hinteren Villgratental. Am Eingang zum Arntal in Innervillgraten liegt das Freilichtmuseum „Alpines Leben“. Dort sind instand gesetzte Einrichtungen der bäuerlichen Arbeits- und Baukultur zu sehen, darunter ein Lodenstampf, eine Mühle, ein Einhof, eine Almhütte und ein Eingangshaus. Im Lodenstampf wird vorgewebte Wolle in heißem Wasser gestampft und gewalkt, bis dichtes Loden entsteht. Der Lodenstampf ist seit mehr als 200 Jahren in Betrieb. Die Lüftermühle ist eine historische Mehlmühle mit Gerstenwalze. Das Bauernhaus „Neuhauser“ ist ein authentisches Bauernhaus aus der Zeit zwischen 1700 und 1740. Auch die Wegelate-Säge erzählt von früherer Arbeit mit Wasserkraft. Sie ist das letzte von insgesamt acht wasserbetriebenen Sägewerken, die einst in Innervillgraten und der Umgebung standen, und wurde 1993 stilgetreu renoviert.

Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Für eine überschaubare Unternehmung bietet sich die Aussichtsplattform am Klapfbachwasserfall an. Sie ist mit einer Rundwanderung verbunden und von der Jausenstation Unterstalleralm in etwa 10 Minuten zu Fuß erreichbar. Eine weitere Möglichkeit ist eine geführte Wanderung über den historischen Schmugglersteig ins Gsiesertal. Wer eine längere Herausforderung sucht, kann den Weitwanderweg „Herzass“ kennenlernen: Er verläuft in fünf Etappen über 70 Streckenkilometer entlang von 50 Gipfeln rund um die Bergsteigerdörfer Außer- und Innervillgraten. Im Winter stehen unterschiedliche Formen des Draußenseins zur Auswahl. Kinder und Ski-Anfänger können den Stauderlift in Innervillgraten nutzen. Der unbeleuchtete Rodelweg „Sandbergweg“ beginnt nahe dem Dorfzentrum von Innervillgraten. In Kalkstein ist der Rodelweg „Alte Kalksteinerweg“ 2 Kilometer lang und weist ein durchschnittliches Gefälle von 4 bis 8 Prozent auf.

Familienzeit, Natur und regionale Küche

Der Kneipp-Pfad Innervillgraten umfasst einen künstlich angelegten See, der kein Badesee ist, einen Natur-Kneipp-Pfad, eine Grillstelle, eine Baumhütte und zahlreiche Spielgeräte. Das Naturdenkmal Sinkersee kann auf einem eingezäunten Weg umrundet werden. Für eine kulinarische Ergänzung steht der Gannerhof: Bei der Produktauswahl setzt er auf gelebte Regionalität und auf eine unkomplizierte Küche mit viel Finesse. Wenn Sie weitere Orte für Ihre Reiseauswahl vergleichen möchten, finden Sie hier Untertilliach, Raneburg, Thurn, Moos, Erlsbach, Sankt Jakob In Defereggen, Huben Im Ötztal und Niedermauern.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lienz.

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