Matrei in Osttirol entdecken

Zwischen Nationalpark, Schlucht und Ortsgeschichte

Matrei in Osttirol bildet das Herz des Nationalparks Hohe Tauern. Die uralte, unberührte Naturlandschaft des Gschlösstals bietet Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Zugleich liegen im Ort und in seiner Umgebung Wege, Wasserfälle, Kirchen und Museen, sodass sich Naturerlebnisse mit Kultur verbinden lassen. Wer für eine Reise unterschiedliche Interessen zusammenbringen möchte, findet hier klar voneinander unterscheidbare Ziele: vom historischen Spaziergang durch den Ort bis zur Wanderung in Richtung Gletscherwelt.

Wege durch Schluchten, Täler und Wasserlandschaften

Der Talweg Matrei ist knapp 15 Kilometer lang und vermittelt historische Informationen über die Marktgemeinde Matrei in Osttirol. Eine andere Wegidee führt vom Ortsteil Proßegg in die Proßeggklamm. Dort führt ein roter Bergweg in leichtem Anstieg in und durch die Klamm; unterwegs eröffnet sich ein Blick auf den knapp 100 Meter hohen Steiner Wasserfall. Die steilen Wände der Proßeggklamm fallen über 120 Meter ab und wurden vom Tauernbach geformt.

Der Steiner Wasserfall selbst stürzt insgesamt über 1.000 Meter ins Tal. Er gliedert sich in den oberen Steiner Wasserfall mit 160 Metern Höhe und den unteren Steiner Wasserfall mit 120 Metern Höhe. Damit lässt sich an einem einzigen Naturmotiv der Wechsel zwischen Schlucht, Wasserlauf und alpiner Landschaft besonders anschaulich erleben.

Vom Matreier Tauernhaus aus ist das Gschlösstal erwanderbar. Von dort beginnt der Gletscherweg Innergschlöss mit einem Anstieg von etwa 500 Höhenmetern zum Salzbodensee und weiter zum Gletschertor des Schlatenkees am Fuß des Großvenedigers. Das Gschlösstal gilt als der schönste Talschluss der Ostalpen. Das Matreier Tauernhaus ist von Matrei in Osttirol aus mit einem öffentlichen Bus erreichbar. Für eine andere Form der Fortbewegung ist der Iseltal-Radwanderweg größtenteils asphaltiert; der Iseltalradweg Nr. 22 ist 53 Kilometer lang. In der NationalparkRegion Hohe Tauern Osttirol werden außerdem Rafting und Kajakfahren auf der Isel als Wassersportmöglichkeiten genannt.

Kultur zwischen Ortskern und Schlossanlage

Im Ortskern von Matrei zeigt das Klaubaufmuseum 126 Klaubauf-Larven von mehr als 20 Schnitzern. Die Sammlung macht eine regionale Tradition über konkrete, handgefertigte Masken sichtbar. In der St. Nikolaus Kirche lassen sich die Innenmalereien auf etwa das Jahr 1200 datieren. Die Szenen gelten für den Raum Osttirol als einzigartig; außerdem befinden sich dort nahezu die einzigen Darstellungen im romanischen Stil, die noch in kräftiger Farbpracht erhalten sind.

Ein weiteres Ziel ist Schloß Weißenstein, das etwa 900 Jahre alt ist. Der Spaziergang beginnt am Rauterplatz und führt über den Proßeggweg in die Schlossanlage. Ein Spaziergang durch den Schlosspark lohnt sich ebenfalls. Wichtig für die Planung ist die klare Einschränkung: Schloß Weißenstein kann wegen seines Privatbesitzes nicht besichtigt werden. So lässt sich der Weg dorthin mit dem Schlosspark verbinden, ohne den Besuch des Schlosses selbst vorauszusetzen.

Auch die Felsenkapelle Außergschlöss erzählt von der Geschichte des Hochtals. Sie wurde 1870 nach der Zerstörung früherer Kapellen durch Lawinen in eine natürliche Höhle hineingebaut. Gerade diese Verbindung aus Naturform und Sakralbau unterscheidet sie von den Kulturzielen im Ortskern.

Winterlicher Ausgangspunkt

Für den Wintersport ist die Talstation des Großglockner Resort Kals/Matrei von Bedeutung. Sie bietet der Marktgemeinde Matrei in Osttirol eine direkte Anbindung an das größte Skigebiet Osttirols.

Weitere Orte zur Orientierung

Für den weiteren Vergleich österreichischer Reiseziele finden Sie außerdem Tristach, Innervillgraten, Erlsbach, Thurn, Assling, Niedermauern, Bichl und Amlach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lienz.

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