Stans entdecken: Wolfsklamm und Kirchen

Stans verbindet eindrucksvolle Natur mit einer ungewöhnlich dichten Orts- und Kirchengeschichte. Zwischen der engen Wolfsklamm, alten Sakralbauten und Wallfahrtsorten begegnen Ihnen ganz unterschiedliche Seiten des Ortes. Die historischen Spuren reichen weit zurück, während die Klamm einen naturgeprägten Weg hinauf zum Wallfahrtskloster St. Georgenberg eröffnet.

Die Wolfsklamm: Wasser, Fels und ein besonderer Weg

Die Wolfsklamm weist tosende Wasserfälle und smaragdgrüne Tümpel auf. Ihre heutige Gestalt entstand über Jahrmillionen, als sich die Wasser des Stallenbachs, des Gamsbachs und des Georgenbergerbachs in das Kalkgestein des Karwendels einschnitten. Die Klamm ist zugleich ein Biotop mit eigenem Mikroklima und Lebensraum einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt.

Durch die Wolfsklamm führen rund 350 Stufen, Holzstege und in den Fels geschlagene Galerien hinauf zum Wallfahrtskloster St. Georgenberg. Der Weg von Stans nach St. Georgenberg dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Der Abschnitt durch die engen Schluchten, vorbei an Wasserfällen und Stromschnellen, dauert etwa 45 Minuten. Eine Wanderung talwärts durch die Wolfsklamm ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

Auch die Geschichte des Zugangs ist bemerkenswert: Der erste Steig in die Wolfsklamm wurde 1901 angelegt. Am Beginn der Klamm befindet sich außerdem ein alter Bergwerksstollen, der zwischen 1400 und 1440 von Hand angelegt wurde. So treffen auf engem Raum geologische Entwicklung, besondere Lebensräume und historische Spuren des menschlichen Umgangs mit dem Fels aufeinander.

Kirchen und Wallfahrtsorte rund um Stans

Die alte, den Heiligen Laurentius und Ulrich geweihte Kirche wird erstmals im Jahr 1337 urkundlich erwähnt. Der heutige gotische Bau stammt aus der Zeit um 1510. Damit lässt sich an einem einzelnen Gebäude nachvollziehen, wie weit die dokumentierte Geschichte von Stans zurückreicht.

Ein anderes architektonisches Kapitel eröffnet die Herz-Jesu-Kirche. Sie wurde zwischen 1884 und 1896 im neugotischen Stil erbaut. Oberhalb von Stans steht die kleine Wallfahrtskirche Maria Tax, die 1667 erbaut wurde. Zu ihrer Ausstattung gehören Fresken des Malers Christoph Anton Mayr. Zusammen mit dem Wallfahrtskloster St. Georgenberg bilden diese Orte unterschiedliche religiöse und kunsthistorische Bezugspunkte für die Erkundung der Umgebung.

Frühe Siedlungsspuren und lebendige Tradition

Die ältesten Spuren einer Besiedlung im Bereich von Stans reichen bis in das erste Jahrtausend vor Christus zurück. Auf dem bewaldeten Hügel über Stans, der „Burg“ genannt wird, befand sich eine prähistorische Siedlung aus verschiedenen Perioden.

Auch im Jahreslauf besitzt Stans eine eigene Tradition: In der Adventzeit hat sich eine besondere Form des Anklöpfelns erhalten, die nur alle zehn Jahre durchgeführt wird. Für Ihre Reiseplanung ist daher wichtig, diese Besonderheit als seltenes Ereignis und nicht als jährlich stattfindendes Programm zu verstehen.

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